Robert Griffin III (l.) gelang zuletzt als 59. NFL-Quarterback ein perfektes Passer-Rating © getty

Vor dem Thanksgiving-Dreierpack stehen die Cowboys im Schatten des Rookies ihres Erzrivalen. Auch in Detroit wird es heiß.

Von Eric Böhm

München - An Thanksgiving laden Detroit und Dallas traditionell zu den Feiertags-Krachern der NFL.

Vor allem die Cowboys stehen dabei jährlich im Rampenlicht. Der Beiname "Americas Team" kommt schließlich nicht von ungefähr.

Am 12. Spieltag droht nun jedoch Erzrivale Washington (ab 22.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM), dem Gastgeber die Schau zu stehlen. Grund dafür ist Rookie-Phänomen Robert Griffin III.

"Sie haben mit ihrer Spiwleise für viel Aufsehen gesorgt. Das liegt natürlich an Robert. Wir werden alle Hände voll zu tun haben", bestätigt Cowbyos-Coach Jason Garrett.

Heimkehr nach Texas

RGIII könnte mit den Redskins nach seiner Gala gegen Philadelphia für die Gastgeber zum "Grinch" des Erntedankfestes werden - wie die Homepage des dreimaligen Super-Bowl-Champions titelte ( 640180 DIASHOW: Die Bilder des 11. Spieltages ).

In dem später auch verfilmten Kinderbuch stiehlt die Hauptfigur das Weihnachtsfest. In seiner Heimat will der Quarterback nun Dallas die Thanksgiving-Party verderben.

Im Alter von sieben Jahren zog das Ausnahmetalent mit seiner Familie nach Texas und gewann später auch für die Baylor University die Heisman Trophy als bester College-Spieler.

"Ich war schon als Kind kein Cowboys-Fan. Unser Team hatte in den vergangenen Jahren wenig Erfolg gegen sie. Umso schöner wäre ein Sieg an Thanksgiving", sagt Griffin.

Lobeshymnen reißen nicht ab

Sieben der vergangenen acht Duelle verloren die Skins, aber die Zeit vor dem aktuell fünftbesten Passer der NFL ist für die meisten Anhänger ohnehin nur noch eine verblasste Erinnerung.

Die Redskins erzielen im Schnitt fast 26 Punkte pro Partie - in der vergangenen Saison gelangen ihnen nie mehr als 18.

Mit über 600 Yards am Boden und einer Passquote von 67 Prozent stellt Griffin die ideale Symbiose aus Lauf und Pass dar. Für die Gegner ist er eine unberechenbare Gefahr.

"Ich bin es leid, über Robert zu reden. Er ist außergewöhnlich. Das wird sich nicht ändern. Er hat diese Außergewöhnlichkeit. Ich weiß nicht, ob das ein Wort ist, aber er hat es", lobt Receiver Santana Moss.

Auch Meriweather fällt aus

Bei einem Sieg in Dallas (fünf Siege - fünf Niederlagen) wären die Redskins (4:6) wieder zurück im Playoff-Geschäff der NFC East.

Die bisherigen Konkurrenten haben den Cowboys jedoch die Marschrichtung vorgegeben. Wenn du Griffin nicht stoppen kannst, erziele einfach mehr Punkte.

Die Hauptstädter bringen eine der schwächsten Abwehrreihen der Liga ins Cowboys Stadium. Gegen die Eagles ergänzte Safety Brandon Meriweather (Kreuzbandriss) das prominente Lazarett um Pro Bowler Brian Orakpo.

"Da haben sie ihre Schwächen. Die müssen wir ausnutzen. Wir haben in Dez Bryant oder Miles Austin gefährliche Receiver", betont Quarterback Tony Romo.

Romo bangt um Beschützer

Der oft kritisierte Spielmacher findet langsam seine Topform. Nach 13 Interceptions in den ersten sieben Spielen warf er in den vergangen drei Partien keine mehr.

Er bangt aber um einen Großteil seiner Offensive-Line-Spieler. Neben Ryan Cook (Oberschenkelzerrung) und Phil Costa ist auch Left Tackle Tyron Smith (beide Knöchelprobleme) fraglich.

SPORT1 blickt auf eine weitere Partie des 12. Spieltages der NFL:

New York Jets - New England Patriots

Den New England Patriots fehlt in der neuesten Auflage des ewigen Duells mit den New York Jets (ab 2.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM) einer ihrer Schlüsselspieler.

Die Truppe von Sebastian Vollmer muss in den nächsten Wochen auf Tight End Rob Gronkowski verzichten, der sich den linken Arm gebrochen hat.

"Das ist ein schwerer Schlag, aber das gehört zum Spiel. Wir müssen jetzt ohne ihn klarkommen", sagte Spielmacher Tom Brady. "Gronks" Platz nimmt der wiedergenesene Aaron Hernandez ein.

Zahlen sprechen gegen Jets

Die Pats (7:3) liegen in der AFC East deutlich in Führung und gewannen 15 der vergangenen 19 Aufeinandertreffen mit den Jets (4:6), die eine Siegesserie benötigen, um noch in die K.o.-Runde zu rutschen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Wir müssen uns auf unsere Spiele konzentrieren. Mehr können wir eh nicht beeinflussen. Wir haben uns das Loch gegraben. Von allein kommen wir da nicht raus", sagt Head Coach Rex Ryan.

Das Hinspiel macht Hoffnung. Bei den Patriots verloren die New Yorker Ende Oktober nur hauchdünn nach Verlängerung.

Weiterlesen