Brady hat diese Saison bereits 21 Touchdownpässe erfolgreich angebracht © getty

Am 11. Spieltag schickt New Englands Quarterback Brady Rookie Luck mit einem Rekordsieg heim. "Gronk" bricht sich den Arm.

Von Florian Pertsch

München - Nach dem Punkterausch am 11. Spieltag machte sich bei den New England Patriots der Kater breit.

Die Pats setzten ihre Siegesserie mit dem packenden Duell 59:21 gegen die Indianapolis Colts und dem vierten Triumph in Folge fort, doch Star-Quarterback Tom Brady wird in den nächsten Wochen auf sein Lieblingsziel verzichten müssen.

Tight-End Rob Gronkowski brach sich kurz vor dem Ende der Partie den Unterarm und wird in den nächsten vier bis sechs Wochen ausfallen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Klasse Bilanz vor der Verletzung

Zuvor fing New Englands Publikumsliebling zwei Touchdown-Pässe von Brady und schraubte seine beeindruckende Saisonbilanz auf zehn Touchdowns, sieben davon in den letzten vier Partien.

Ersatzmann Michael Hoomanawanui war geschockt über die Verletzung und hofft auf den breiten Kader, der mit dem am Knöchel verletzten Tight End Aaron Hernandez bald ein wichtiges Mosaiksteinchen zurückbekommen könnte: "Rob ist ein Ausnahmespieler, und wenn er sich verletzt, dann ist das natürlich ein großer Rückschlag. Unser Team ist aber tief besetzt. Hoffentlich ist Aaron bald wieder gesund."

Überragender Spieler der Partie war ohne Frage New Englands Star-Quarterback Tom Brady, der drei Touchdown-Pässe warf und 23 von 35 Zuspielen über 331 Yards an den Mann brachte.

Klub-Rekord gebrochen

Gleichzeitig egalisierte das Team aus Foxborough/Masachusetts den Klub-Rekord: 59 Punkte hatten die Patriots auch im Oktober 2008 gegen die Baltimore Ravens (59:0) erzielt.

Zufrieden war Brady aber noch nicht: "Wir sind noch nicht mal im Ansatz da, wo wir zu diesem Zeitpunkt der Saison leistungsmäßig stehen müssten."

Luck überholt Manning

Bradys Pendant, Rookie-Quarterback Andrew Luck (334 Yards), brach zwar mit seinem fünften Spiel über 300 Yards den Rekord Peyton Mannings, war aber auch für drei Interceptions zuständig und zeigte sich nach der Partie ziemlich geknickt.

"Eigentlich brauchen sie solche Geschenke nicht, sie sind gut genug, um eigenständig zu Punkten", erklärte der Colts-Spielmacher. Co-Trainer Bruce Arians, der den an Krebs erkrankten Head-Coach Chuck Pagano vertritt, war nach der Klatsche und einer Bilanz mit sechs Siegen bei vier Niederlagen ebenfalls bedient: "Wir haben viele junge Spieler im Kader, und jede Partie ist ein Lernprozess. Dies war allerdings ein sehr schmerzhafter Lernprozess."

Der Düsseldorfer Sebastian Vollmer stand zum zehnten Mal im zehnten Saisonspiel in der Startformation der Patriots, die mit sieben Siegen und drei Niederlagen die Tabellenführung in der AFC East festigten.

SPORT1 blickt auf eine weitere Partie des 11. Spieltages der NFL:

Pittsburgh Steelers - Baltimore Ravens 10:13

Ohne Star-Quarterback Ben Roethlisberger haben die Pittsburgh Steelers das Duell mit den Baltimore Ravens verloren.

Durch den 13:10 (10:7)-Auswärtssieg stehen die Ravens in der AFC North mit einer Bilanz von acht Siegen bei zwei Niederlagen an der Spitze der Division. Pittsburgh folgt mit sechs Erfolgen und vier Pleiten auf Rang zwei.

Kurze Hoffnungsschimmer durch Leftwich

Ersatz-Spielmacher Byron Leftwich brachte die Steelers zwar mit einem 31 Yard Touchdown-Run mit 7:0 in Führung, doch anschließend übernahm die Defense der Ravens das Zepter.

Baltimore-Safety James Ihedigbo erklärte die Einstellung seines Teams sehr bildlich: "Wir gingen in dieses Spiel, als ob es ein Faustkampf werden wird."

Baltimores Jacoby Jones trug einen Puntreturn über 63 Yards in die Endzone der Steelers, Justin Tucker verwandelte zwei Field Goals, wodurch die Ravens Mitte des dritten Viertels mit 13:7 in Führung gingen.

Erster Start seit drei Jahren

Gäste-Trainer John Harbaugh stapelte aber trotz der Tabellenführung in der hart umkämpften Division tief: "Es ist erst Halbzeit. Wir haben noch nichts erreicht. Wir müssen auch noch die zweite Hälfte spielen."

Bei Leftwich, der sein erstes Spiel von Beginn an seit drei Jahren machte, standen am Ende 201 Pass-Yards, ein erlaufener Touchdown und eine Interception zu Buche.

Ravens Spielmacher Joe Flacco kam auf 164 geworfene Yards.

Detroit Lions - Green Bay Packers 20:24

Die Detroit Lions (4-6) haben dagegen den dringend benötigten Sieg in der NFC North verpasst und stattdessen ihre sechste Saisonniederlage kassiert.

Gegen die Green Bay Packers (7-3) verlor das Team von Head-Coach Jim Schwartz vor heimischer Kulisse mit 20:24 (10:7). Die Lions bleiben somit Schlusslicht der NFC North, für das Traditionsteam aus Wisconsin hingegen war es bereits der siebte Saisonerfolg.

Quarterback Aaron Rodgers, der die Partie mit zwei Touchdowns im letzten Viertel zu Gunsten der "Cheeseheads" entschied, war sichtlich erleichtert über den knappen Erfolg: "Als wir unsere beste Leistung abrufen mussten, ist es uns auch gelungen."

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