Peyton Manning hat in seiner Karriere bereits Pässe für über 55000 Yards geworfen © getty

Denvers Quarterback schenkt Atlanta im Monday Night Game den entscheidenden Vorsprung. Matt Ryan feiert ein Jubiläum.

Von Eric Böhm

München/Atlanta - Die Denver Broncos haben am 2. Spieltag der NFL einen Rückschlag erlitten (Die NFL-Saison LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Das Team des Star-Quarterbacks Peyton Manning verlor das Monday Night Game bei den Atlanta Falcons trotz starker Aufholjagd 21:27 (0:10, 7:10, 0:7, 14:0).

Die Broncos konnten ihr desaströses erstes Viertel mit vier Ballverlusten und den daraus resultierenden 0:20-Rückstand letztlich nicht mehr wettmachen.

"Jeder Fehler hat eine eigene Geschichte, die natürlich niemand mehr hören will. Ich muss einfach besser auf den Ball aufpassen", bilanzierte der zerknirschte Manning.

Historischer Fehlstart

An den überraschend klaren Auftaktsieg über Pittsburgh (Bericht) konnte seine Mannschaft erst im letzten Spielabschnitt anknüpfen.

Bis dahin sahen sich die Skeptiker bestätigt, die Manning aufgrund seiner 20-monatigen Leidenszeit ein schweres zweites Spiel prophezeit hatten ( 611919 DIASHOW: Die Bilder des 2. Spieltags ).

Der viermalige MVP warf in den ersten 15 Minuten gleich drei Interceptions. Das war ihm in seiner NFL-Karriere zum bisher einzigen Mal 2007 in San Diego passiert - damals lief er noch für Indianapolis auf.

"Ich habe Manning als Teenager im Fernsehen spielen sehen. Es ist ziemlich cool, jetzt gegen ihn anzutreten. Ich hoffe, er merkt sich Nummer 25", tönte Atlantas Safety William Moore, dem eine Interception gelang.

Ryan sucht White

So konnte sich Atlanta schnell absetzen. Deren Spielmacher Matt Ryan brachte 24 seiner 36 Pässe für 219 Yards an den Mann und konnte seinen 100. Touchdown-Pass feiern.

Da der gegen Kansas City herausragende Julio Jones von Cornerback Champ Bailey exzellent beschattet wurde, setzte "Matty Ice" diesmal häufiger auf Roddy White, der acht Bälle für 102 Yards fing und einen Touchdown erzielte.

"Sie haben sich auf Julio konzentriert, aber Dirk Koetter (Atlantas Offensive Coordinator, Anm. der Red.) hat die richtigen Spielzüge ausgepackt. Den Rest hat unsere tolle Abwehr erledigt", freute sich Ryan.

McGahee macht es spannend

Trotzdem musste die Truppe aus Georgia am Ende noch einmal zittern, denn die Broncos bewiesen große Moral.

Zwei exzellente Drives von Manning (24 von 37 für 241 Yards) im Schlussabschnitt ließen noch einmal hoffen.

Running Back Willis McGahee (113 Yards) wühlte sich jeweils in die Endzone und sorgte knapp vier Minuten vor dem Ende für den Anschluss.

"Damit mussten wir rechnen. Sie haben einen starken Quarterback und eine gute Abwehr. Da gibt es Höhen und Tiefen, aber wir haben dem Ansturm standgehalten", betonte Ryan.

Jones stellt die Weichen

Die Falcons behielten am Ende die Nerven und wahrten als eines von nur sechs NFL-Teams ihre weiße Weste (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Jones fing zweieinhalb Minuten vor Ende einen kurzen Pass und sorgte durch einen energischen Sprung nach vorn für das entscheidende First Down.

Danach konnten die Gastgeber die Uhr herunterspielen. Mannings Angriff bekam keine Chance mehr.

Manning wirbt um Geduld

Die Broncos sind offenbar doch noch nicht so weit. Der Erfolg gegen ersatzgeschwächte Steelers kaschierte einige Schwächen.

Der 36-jährige Manning ließ vor allem in der ersten Hälfte einige Male seine altbekannte Präzision vermissen. Der Nacken ist nach drei Operationen längst nicht wieder völlig hergestellt.

"Ich habe immer gesagt, dass noch viel Arbeit vor mir und dem Team liegt. Wir müssen aus diesem Spiel lernen. Am wichtigsten ist: Wir hatten am Ende trotz des schwachen Starts eine Siegchance", blieb der Spielmacher optimistisch.

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