Joe Flacco (l.) wurde 2008 in der ersten Draftrunde von den Ravens ausgewählt © getty

Die Ravens gewinnen das erste Monday Night Game. Cincinnati kann Flaccos neuem Angriff nicht widerstehen. Die Chargers siegen.

Von Eric Böhm

München/Baltimore - Die Baltimore Ravens haben einen erstklassigen NFL-Saisonstart hingelegt (Die NFL-Saison LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Im Monday Night Game des ersten Spieltages bezwangen sie die Cincinnati Bengals mit 44:13 (10:0, 7:10, 17:3, 10:0).

Überragender Akteur gegen den Divisionsrivalen der AFC North war Quarterback Joe Flacco, der 21 seiner 29 für 299 Yards und zwei Touchdowns an den Mann brachte.

"Es ist offensichtlich, dass heute bei uns fast alles geklappt hat. Einen besseren Auftakt hätten wir uns kaum wünschen können", sagte Flacco.

No-Huddle funktioniert

Die neue Angriffsstrategie ohne Huddle vor den Spielzügen machte sich von Beginn an bezahlt und brachte einen schnellen 14:0-Vorsprung.

Dadurch konnten die Bengals ihre starken Abwehrspieler nicht rotieren lassen und entwickelten weniger Druck auf den in früheren Jahren fehleranfälligen Spielmacher.

"Das hohe Tempo hat uns natürlich geholfen. Dadurch konnten wir sie am wechseln hindern und bekamen mehr Zeit für unsere Pässe", bestätigte Flacco.

Lob von Lewis

Der amtierende Vize-Meister der AFC lebt seit Jahren von seiner Verteidigung, offenbar hat der Angriff nun endlich aufgeschlossen ( 608962 DIASHOW: Die Bilder des 1. Spieltages ).

"Joe hat uns in einen Rhythmus gebracht. Wir haben den ganzen Sommer mit dieser Offense trainiert. Du musst den Hut davor ziehen, wie stark sie es heute umgesetzt haben", lobte Linebacker Ray Lewis.

Die sonst so dominante Defensive ließ die Bengals noch einmal auf 13:17 herankommen, innerhalb von sechs Minuten erzielte Baltimore in der zweiten Hälfte jedoch 24 Punkte und brachte den Sieg unter Dach und Fach.

Nächste Bestmarke für Reed

Running Back Ray Rice gelangen zwei Touchdowns. Safety Ed Reed trug eine Interception von Cincinnatis Spielmacher Andy Dalton (221 Yards) in die Endzone zurück.

Mit nun 1497 Return-Yards nach abgefangenen Bällen stellte der 34-Jährige einen neuen NFL-Rekord auf - die alte Bestmarke hielt Rod Woodson (1483).

"Wir hatten nicht erwartet, so chancenlos zu sein. Sie haben besser gespielt und hatten die besseren Coaches", räumte Bengals-Trainer Marvin Lewis ein.

Serien halten

Die Gastgeber bauten gleich zwei beeindruckende Serien weiter aus.

Neben dem elften Sieg in Folge schafften die Ravens auch den siebten Erfolg zum Saisonstart hintereinander.

"Es hat heute wirklich Spaß gemacht. Darauf können wir aufbauen. Ich habe kaum einen Hit abbekommen", sagte Rice, der mit nur zehn Läufen 68 Yards sammelte.

Green-Ellis überzeugt

Bei den Bengals überzeugte der neue Running Back BenJarvus Green-Ellis (91 Yards), dem der einzige Touchdown gelang.

Im dritten Viertel brach die Abwehr gehen den Hochgeschwindigkeitsstil der Ravens ein. Dalton konnte mit seinem Angriff nicht mehr gegenhalten.

Baltimore ist das fünfte Team des 1. Spieltages mit mindestens 40 Punkten - das gab es in der NFL-Geschichte noch nie.

SPORT1 blickt auf eine weitere Partien des 1. Spieltages der NFL:

Oakland Raiders - San Diego Chargers 14:22

In der zweiten Montagspartie ließen die San Diego Chargers den Oakland Raiders beim 22:14 (3:3, 7:3, 6:0, 6:8)-Auswärtserfolg kaum Möglichkeiten.

Die Abwehr der Gäste dominierte das Geschehen im kalifornischen Duell und kontrollierte Oaklands starken Running Back Darren McFadden (32 Yards), der immerhin 13 Pässe für 86 Yards Raumgewinn fing.

Erst innerhalb der Schlussminute verkürzten die Raiders mit einem Touchdown plus Two-Point-Conversion, der folgende Onside-Kick misslang jedoch.

Kaeding meldet sich zurück

San Diegos Quarterback Philip Rivers (24 von 33 für 231 Yards) zeigte eine fehlerfreie Leistung.

Ohne Running Back Ryan Matthews (Schulterverletzung) lag die Hauptlast auf dem 30-Jährigen, der in Receiver Malcolm Floyd seine beste Anspielstation hatte - ihm gelang der einzige Touchdown.

Den Rest erledigte der wiedergenesene Kicker Nate Kaeding. Wegen eines Kreuzbandrisses hatte er die vergangene Saison verpasst. Ihm gelangen in Oakland fünf Field Goals.

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