Peyton Manning (l.) wurde bereits elfmal in den Pro Bowl gewählt © getty

Denvers neuer Star trifft am 1. Spieltag auf Pittsburgh. Deren Coach befürchtet das Schlimmste. Die Broncos bleiben ihrer Linie treu.

Von Eric Böhm

München - Es ist das mit Spannung erwartete Duell des 1. Spieltages.

Nach mehr als eineinhalb Jahren gibt Star-Quarterback Peyton Manning im Trikot der Denver Broncos sein NFL-Comeback gegen die Pittsburgh Steelers (ab 2.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Kann der viermalige MVP bei seinem neuen Team so auftrumpfen wie über viele Jahre bei den Indianapolis Colts? Wird sein dreimal operierter Nacken den Angriffen den abwehrstarken Steelers widerstehen?

"Ich weiß, wie hart ich an mir gearbeitet habe, um wieder zurückzukommen. Ich werde alles geben, mehr kann ich nicht tun", gibt sich Manning äußerlich locker.

"Sollten ihn in Bestform erwarten"

Der Angriff wird sich im Vergleich zum sensationellen Playoff-Erfolg im Januar völlig anders präsentieren.

Damals überrumpelte Tim Tebow die Steelers in der Verlängerung, nun müssen es die Gäste mit Mannings schwer durchschaubarem Passspiel aufnehmen.

Von den durchwachsenen Auftritten in den Vorbereitungsspielen lassen sich die Steelers nicht täuschen (VORSCHAU: AFC North und AFC West).

"In solchen Momenten verdienen sich Stars wie er ihre Reputation. Er wird alles auf diesen Augenblick ausgerichtet haben. Wir sollten ihn in Bestform erwarten", warnt Pittsburghs Cheftrainer Mike Tomlin.

Kein Passfeuerwerk

Ein Passfeuerwerk im alten Colts-Stil wird es aber definitiv nicht geben. Denvers Coach John Fox ist als konservativ bekannt und wird seinen Routinier nicht zu viel Risiko aussetzen.

Das beste Laufteam der vergangenen Saison hat zwar Tebow verloren, aber Willis McGahee und Rookie Ronnie Hillman müssen sich auch vor den Steelers nicht verstecken.

"Jeder denkt, nur weil Peyton jetzt hier ist, schmeißen wir alles über den Haufen. Unser Laufspiel hat sich kaum verändert", sagt Offensive Coordinator Mike McCoy.

Steelers mit Sorgen

Während die Broncos in Topbesetzung in die Saison starten, müssen die Gäste um Quarterback Ben Roethlisberger womöglich auf wichtige Verteidiger verzichten.

Running Back Rashard Mendenhall wird nach seinem Kreuzbandriss wohl zum Einsatz kommen, aber Safety Ryan Clark fällt in der Höhe von Denver wegen seiner Sichelzellenanämie aus.

Die Linebacker James Harrison (Knieprobleme) und Jason Worilds (Handgelenksverletzung) sind fraglich.

SPORT1 blickt auf zwei weitere Partien des 1. Spieltages der NFL:

Green Bay Packers - San Francisco 49ers

Zwei Topfavoriten der NFC treffen sich in Green Bay zu einer ersten Standortbestimmung. Die San Francisco 49ers treten bei den Packers an (ab 22.20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+).

Im Duell einer der besten Abwehrreihen gegen den vielleicht explosivsten Angriff werden womöglich die jeweils schwächeren Mannschaftsteile den Ausschlag geben.

Auch deshalb steht San Franciscos neuer Receiver Randy Moss im Mittelpunkt. Der 35-Jährige kehrt nach einem Jahr Pause in die NFL zurück (VORSCHAU: NFC North und NFC West)

"Wir haben große Erwartungen, riesige Hoffnungen und noch größere Träume", sagt Jim Harbaugh, der amtierende Coach des Jahres.

McCarthy fordert Topleistung

Auf der anderen Seite versuchten die Packers vor allem ihre löchrige Passverteidigung zu stopfen. Charles Woodson spielt jetzt Safety, seine Rolle übernimmt der wiedergenesene Tramon Williams.

"Wir haben in den Jahren zuvor gezeigt, was wir können. In der letzten Saison waren wir nicht wir selbst", argumentiert Williams.

MVP Aaron Rodgers wird mit seiner Angriffsmaschinerie den einen oder anderen Patzer ausbügeln. 2011 stellte er mit dem höchsten Passer-Rating einen NFL-Rekord auf.

"Das ist ein sehr wichtiges Spiel. Dann musst du deine beste Leistung bringen. Das haben wir im vergangenen Jahr nicht geschafft", fordert Cheftrainer Mike McCarthy einen guten Auftakt.

Weiterlesen