Ballmer ist ein US-amerikanischer Manager.
Steve Ballmer war 14 Jahre Vorstandschef bei Microsoft und kauft nun offenbar die Los Angeles Clippers © getty

Dieses Angebot hat offenbar Shelly Sterling nicht ablehnen können.

Wie "ESPN" berichtet hat die Ehefrau des Eigners Donald Sterling bereits eine Vereinbarung über den Verkauf der Los Angeles Clippers an den früheren Microsoft-Boss Steve Ballmer unterschrieben.

Demnach zahlt Ballmer zwei Milliarden Dollar (ca. 1,47 Milliarden Euro) für das Team. Die Einigung soll der NBA bereits zur Zustimmung vorliegen. Der reine Wert der Clippers wird auf 550 Millionen Dollar taxiert.

Wegen des Rassismus-Skandals um ein mitgeschnittenes Gespräch wurde Donald Sterling von der Liga lebenslang gesperrt und beauftragte seine in Trennung lebenden Frau Shelly mit dem Verkauf.

Zuletzt hatte der 80-Jährige dann überraschend angekündigt, bis zum "blutigen Ende" kämpfen zu wollen, wie sein Anwalt bestellen ließ.

Die Aussicht, nach der Anhörung am 3. Juni keine Kontrolle über den Verkauf zu haben, beschleunigte das Handeln.

Die riesige Summe dürfte nicht unerheblich dazu beigetragen haben. Sterling hatte die Clippers 1981 für 12,5 Millionen Dollar gekauft und würde bei diesem Deal etwa 660 Millionen an Kapitalertragssteuer zahlen.

Offenbar kann Shelly Sterling den Kauf allein abwickeln, da Experten ihren Mann unlängst für "mental unfähig" erklärt hätten, die Geschicke der Clippers zu leiten. Von Donald Sterling und sein Anwälten gab es bisher noch keine Reaktion.

Es wäre der zweitteuerste Deal in der Geschichte des US-Sports - 2012 wurden die Los Angeles Dodgers aus der MLB für 2,15 Milliarden Dollar veräußert. Der damals beteiligte Magic Johnson gratulierte per Twitter:

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Ballmers Vermögen wird auf 20,3 Milliarden Dollar geschätzt. Er wollte im vergangenen Jahr mit einigen Partnern bereits die Sacramento Kings erwerben.

Sein Gebot lag deutlich über jenen des Musikmoguls David Geffen (1,6) und der Gruppe um den ehemaligen NBA-Star Grant Hill (1,2).

Die NBA erspart sich damit einen potenziellen Rechtsstreit mit Sterling und wird wohl zustimmen. Ballmer hatte bereits zuvor angekündigt, das Team in L.A. belassen zu wollen.

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