Shelly Sterling ist seit 1955 mit Clippers-Eigner Donald Sterling verheiratet © getty

Die Ehefrau des in einen Rassismus-Skandal verwickelten NBA-Klubbesitzers Donald Sterling macht beim Verkauf der Los Angeles Clippers offenbar Nägel mit Köpfen.

Wie die Zeitung "Los Angeles Times" berichtet, hat Shelly Sterling am Mittwoch mindestens drei Angebote für die Franchise aus Kalifornien erhalten.

Unter den Interessenten sollen sich neben dem ehemaligen NBA-Profi Grant Hill auch eine Investorengruppe um die US-Talk-Ikone Oprah Winfrey sowie der ehemalige Microsoft-Boss Steve Ballmer befinden. Das Angebot der Gruppe um Hill soll 1,2 Milliarden Dollar (etwa 881 Millionen Euro) betragen.

Weitere Details wurden nicht bekannt.

Sterling hatte seiner Frau die Kontrolle übertragen, damit sie den Verkauf vorantreibt. Davon will eraber plötzlich auch nichts mehr wissen:

"Ich weißt nicht, was sie für eine Vereinbarung meint, aber er distanziert sich von ihren Versuchen, zu verkaufen. Es sagt, es ist sein Team und nur er entscheidet, ob und wann es verkauft wird. Er wird bis zum blutigen Ende kämpfen", erklärte Sterlings Anwalt Max Blecher bei "ESPN".

In einer für den kommenden Dienstag angesetzten Anhörung und Abstimmung entscheiden die übrigen Klubbesitzer, ob Sterling seine Inhaberschaft verliert. Danach könnte nur noch die NBA mit den Interessenten verhandeln, bis dahin könnten die Sterlings theoretisch noch eine Einigung erzielen.

Allerdings müsste auch diese von mindestens drei Viertel der 29 Besitzer abgesegnet werden.

Sterling hatte in einem heimlich aufgezeichneten Gespräch mit einer Bekannten herabwürdigend über Schwarze gesprochen.

Dieses Gespräch war durch ein Promi-Portal an die Öffentlichkeit gelangt. Sterling war daraufhin von NBA-Commissioner Adam Silver lebenslang gesperrt und mit einer Geldstrafe belegt worden.

Sterling hatte die Clippers 1981 für 12,5 Millionen Dollar gekauft, der Wert wird heute auf 550 Millionen Dollar (404 Millionen Euro) taxiert.

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