Donald Sterling ist Mittelpunkt eines Rassimus-Skandals in der NBA © getty

Der in der NBA lebenslang gesperrte Donald Sterling hat im Rassismus-Skandal um seine Person offenbar klein bei gegeben und einen Verkauf der Los Angeles Clippers in die Wege geleitet.

Nach Angaben von US-Medien übertrug der 80-Jährige die Kontrolle über den Klub an seine Ehefrau Shelly Sterling, die mit der Liga in Verhandlungen steht.

Die Eigentümerschaft des Klubs ist über einen Familien-Fonds organisiert, an dem Shelly Sterling, die nicht von der Sperre betroffen ist, 50 Prozent der Anteile hält. Die Eheleute leben getrennt.

Durch das Vorgehen will Sterling anscheinend einen größeren Einfluss auf die Modalitäten des Verkaufs nehmen. Shelly Sterling droht der Verlust ihrer Eigentümerschaft, sollte Donald Sterlings Inhaberschaft von den 29 anderen Klubbesitzern in einer Anfang Juni angesetzten Abstimmung beendet werden.

Der Wert der Clippers ist auf 600 Millionen Dollar (rund 440 Millionen Euro) taxiert. Die NBA soll bislang keinem Deal zugestimmt haben, die Verhandlungen mit Shelly Sterling könnten dem Skandal dennoch früher als erwartet ein Ende setzen.

Erst am Freitag hatte Sterlings Anwalt Matthew Blecher der Liga in einem Brief mitgeteilt, dass der Unternehmer die lebenslange Sperre und die Geldstrafe von 2,5 Millionen Dollar nicht akzeptieren werde.

Der Skandal um Sterling war Ende April durch die Veröffentlichung diskriminierender Aussagen des Finanz-Moguls über Afro-Amerikaner ausgebrochen. Die NBA sprach kurz darauf die Maximalstrafe gegen den Clippers-Boss aus und leitete Bemühungen um Sterlings Ablösung als Chef des kalifornischen Klubs ein.

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