Clippers-Besitzer Donald Sterling (l.) wurde von der NBA hart bestraft © getty

Die NBA will zeitnah und in Absprache mit dem Klub einen neuen Geschäftsführer für die Los Angeles Clippers finden, um die Lage nach der Verbannung von Besitzer Donald Sterling wieder zu normalisieren.

"Um die Stabilität in dieser schwierigen Situation zu gewährleisten, ist es am besten, schnell zu handeln und einen CEO zu benennen, der die Klubgeschäfte überblickt", sagte Mike Bass, Vize-Präsident für Kommunikation.

Der 80-jährige Sterling hatte sich im Gespräch mit seiner Freundin V. Stiviano diskriminierend gegenüber Schwarzen geäußert, ein Promi-Portal hatte die Aufnahme am vergangenen Wochenende öffentlich gemacht.

"Du kannst mit ihnen schlafen, du kannst machen, was du willst. Ich bitte dich nur, das nicht zur Schau zu stellen und sie nicht mit zu meinen Spielen zu bringen", hatte Sterling zu Stiviano gesagt. Die NBA sperrte ihn anschließend auf Lebenszeit und brummte ihm die höchstmögliche Geldstrafe von 2,5 Millionen Dollar auf.

Zuvor hatte sich Sterling erstmals zu Wort gemeldet und sein Bedauern ausgedrückt - allerdings nicht für seine diskriminierenden Bemerkungen über Schwarze.

"Ich hätte sie einfach auszahlen sollen", wurde der Noch-Besitzer des NBA-Klubs Los Angeles Clippers vom amerikanischen Magazin DuJour mit einer Aussage über seine Freundin zitiert. Die fast 50 Jahre jüngere Frau hatte Sterlings Äußerungen veröffentlicht.

Seine Freundin Stiviano verteidigte den Geschäftsmann unterdessen etwas überraschend in der Talkshow "20/20" des TV-Senders ABC. Sie glaube "tief in ihrem Herzen" nicht, dass Sterling ein Rassist sei: "Das, was er sagt, ist meiner Meinung nach nicht das, was er fühlt. Jeder kann so was in der Hitze des Gefechts äußern."

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