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Kobe Bryant ist zur Behandlung einer Verletzung offenbar am rechten Knie nach Deutschland gereist.

Das berichteten US-Medien ohne Angaben weiterer Details.

Die Lakers bestätigten rund drei Wochen vor ihrem Auftaktspiel in der NBA gegen den Lokalrivalen Los Angeles Clippers (29. Oktober) einen Auslandsaufenthalt des 35-Jährigen aus medizinischen Gründen.

Wie der Klub weiter mitteilte, wird der 35-Jährige Anfang nächster Woche zurückerwartet. Der Trip nach Deutschland sei geplant gewesen, sagte Lakers-Coach Mike D'Antoni.

Der Lakers-Superstar unterzieht sich in Deutschland laut "NBC" einer mysteriösen medizinischen Behandlung. Angeblich handelt es sich dabei um eine Plasma-Therapie für das lädierte Knie, das bereits vor zwei Jahren verletzt worden war.

Dabei werde Eigenblut entnommen und danach mittels einer Zentrifuge die für die Heilung wichtigen Blutplättchen ausgesondert.

Diese würden Bryant dann wieder in sein Knie injiziert. Dies soll die Heilung beschleunigen und Schmerzen lindern. Wissenschaftlich bewiesen ist die Wirksamkeit dieser Methode aber nicht.

Durch die Unterbrechung seiner Aufbau- und Trainingsarbeit nach einem Achillessehnenriss am linken Fuß vor gut einem halben Jahr erscheint der Einsatz des 15-maligen Allstars zum Saisonstart fraglicher denn je.

Bereits Ende September beim Medientag der Lakers, bei denen seit dem vergangenen Sommer auch der deutsche Nationalspieler Elias Harris unter Vertrag steht, hatten weder Bryant noch Trainer D'Antoni eine Prognose für den Zeitpunkt eines Comebacks abgeben wollen.

Für Bryant ist es indes nicht der erste Aufenthalt in Deutschland aus medizinischen Gründen:

2011 war er bereits zweimal zu Behandlungen an seinem rechten Knie und seinem linken Knöchel nach Düsseldorf gereist.

Dabei hatte er sich einem Verfahren unterzogen, bei dem ihm Blut aus dem Knie entnommen worden war. Dieses Blut wurde in einer Zentrifuge behandelt. Dabei wurden Moleküle entfernt, die entzündliche Reaktionen hervorrufen.

Vor zwei Jahren unternahm der mehrfache NBA-Champion während einer PR-Tour zudem einen Abstecher zu Bayer Leverkusen, testete dort gleich viermal eine "Kältekammer".

Dabei handelte es sich jeweils um einen Gang über drei Minuten, bei dem die Temperatur von minus 10 über minus 60 auf letztendlich minus 110 Grad heruntergefahren wird.

Kältekammern werden unter anderem in der Schmerz-Therapie eingesetzt.

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