Erwartungsgemäß haben die NBA-Spieler ihren Gewerkschaftsboss Billy Hunter einstimmig abgesetzt.

In der Führungsriege der "NBPA" rumorte es schon seit Monaten. Eine unabhängige Untersuchung hatte Hunters Führungsqualitäten während des Lockoputs 2011 sehr kritisch bewertet.

"Wir haben uns unsere Gewerkschaft zurückgeholt. Wir werden nicht mehr geteilt, irregeführt oder falsch informiert sein", sagte Präsident Derek Fisher.

Der ehemalige Spieler der Dallas Mavericks galt als Hunters schärfster Gegner. Gemeinsam mit den Vize-Präsidenten Matt Bonner (San Antonio), Chris Paul, Willie (beide L.A. Clippers), Steph Curry (Golden State), Andre Iguodala (Denver), Roger Mason Jr. (New Orleans) und Schatzmeister Jerry Stackhouse (Brooklyn) leitet er vorläufig die Geschicke.

Angeblich habe Hunter über 100.000 Dollar für Geschenke an Spieler ausgegeben, um 2011 eine Absetzung Fishers zu erreichen. Zudem habe er für ungenutzten Urlaub eine Kompensation in Höhe von 1,3 Millionen Dollar erhalten.

"Das sind furchtbare Zustände. Ich werde mir alle Optionen offenhalten. Die Abstimmung verstößt gegen die Verfassung der Gewerkschaft. Das ist nicht das Ende, sondern ein Anfang", ließ Hunter verlauten, der seit 1996 das Amt bekleidet hatte.

Damit droht der Organisation eine Schlammschlacht. "Es kann jetzt hässlich werden", vermutete Fisher.

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