Die Los Angeles Lakers haben sich nach dem missglückten Saisonstart in der NBA von Trainer Mike Brown getrennt.

Der 16-malige Meister hat vier von fünf Spielen verloren und sich deshalb dafür entschieden, frühzeitig die Reißleine zu ziehen. Trotz der schlechten Bilanz kommt die Entlassung überraschend.

Der 42-jährige Brown hatte das Amt im vergangenen Jahr als Nachfolger von Erfolgstrainer Phil Jackson übernommen, der die Lakers zu fünf Meistertiteln geführt hatte.

"Das war eine schwierige und schmerzhafte Entscheidung", sagte General Manager Mitch Kupchak: "Mike hat hart gearbeitet und war mit Leib und Seele dabei. Aber wir glauben, dass es das Beste für das Team ist, nun diesen Schritt zu gehen."

Am Freitag im Heimspiel gegen die Golden State Warriors, dem ersten von sechs aufeinanderfolgenden Begegnungen im heimischen Staples Center, sollte der bisherige Assistent Bernie Bickerstaff die Verantwortung an der Seitenlinie übernehmen.

Die Suche nach einem neuen Head Coach läuft bereits.

L.A. war mit großen Erwartungen in die Saison gegangen, nachdem das Team um Superstar Kobe Bryant mit den beiden Allstars Dwight Howard (Orlando Magic) und Steve Nash (Phoenix Suns) verstärkt worden war.

Doch der Titelkandidat enttäuschte bislang auf ganzer Linie. Lediglich gegen die weiterhin sieglosen Detroit Pistons, Schlusslicht der Liga, war ein Erfolg gelungen.

Brown war vor seinem Engagement bei den Lakers von 2005 bis 2010 Cheftrainer der Cleveland Cavaliers, 2009 wurde er als "Trainer des Jahres" ausgezeichnet. In seinem ersten Jahr war Brown mit Los Angeles in der 2. Playoff-Runde am späteren Finalisten Oklahoma City Thunder gescheitert.

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