David Stern kann keine Schauspieler mehr sehen. Der NBA-Boss hat sich über die vielen Schwalben beschwert und will konsequenter dagegen vorgehen.

"Wir sollten Oscars statt MVP-Trophäen vergeben", sagte der 69-Jährige beim TV-Sender "ESPN".

Die Diskussion um provozierte Pfiffe kocht derzeit in der NBA hoch, Stern sind die Simulanten ein Dorn im Auge: "Wir müssen uns jetzt ernsthaft damit beschäftigen, denn es geht nur darum, die Schiedsrichter zu betrügen. Wenn es Kontakt gibt, löst das eine Bewegung aus. Aber oft ist es Schauspielerei."

Der NBA-Commissioner ärgert sich schon länger über die Betrugsversuche: "Vor einigen Jahren habe ich der Spielleitung gesagt, dass wir Profis für Schwalben mit Geldstrafen und Sperren belegen müssen. Aber sie wollten nichts davon wissen."

Das Problem ist derzeit auch in der Bundesliga ein Thema. Nachdem David Holston von den Artland Dragons im Playoff-Spiel bei Bayern München sein Gegenüber Steffen Hamann mit dem Unterarm ins Gesicht geschlagen hatte, ging dieser zu Boden.

Artland unterstellte dem Nationalspieler anschließend "Theatralik" und bezeichnete das Verhalten als "unsportlich". Als Konsequenz wurde Hamann beim nächsten Spiel in Quakenbrück von den Fans beschimpft.

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