Miami zerpflückt die Pacers und schreibt mit dem vierten Einzug in die Endspiele Geschichte. LeBron James führt Stephenson vor.

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Von Eric Böhm

München/Miami - Die Miami Heat haben Geschichte geschrieben.

Der Meister machte durch den 117:92 (60:34)-Erfolg über die Indiana Pacers das 4:2 in der Best-of-Seven-Serie klar und zog zum vierten Mal in Folge in die NBA-Finals ein (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Bisher war dies nur den Boston Celtics (zweimal) und Los Angeles Lakers gelungen. Damit ist auch der erste "Threepeat" (dritter Titel in Serie) seit 2002 möglich - damals durch die Lakers.

"Ich bin gesegnet und werde das nicht als selbstverständlich ansehen. Das ist ein unglaubliches Team. Wir sind noch nicht am Ziel, aber vier Finals sind außergewöhnlich", jubelte Superstar LeBron James. Pacers-Coach Frank Vogel zog den Vergleich zu Michael Jordan und den Chicago Bulls der 90er Jahre:

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Miami ohne Mühe

Der letzte Akt der Conference-Finals war ein Spaziergang. Ein unfassbarer 54:21-Lauf brachte sie in der ersten Hälfte auf die Siegerstraße. James markierte ebenso 25 Punkte wie Chris Bosh (SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen).

Spätestens zur Halbzeit konnten die Party-Vorbereitungen beginnen. Indiana hatte zu keinem Zeitpunkt die Spur einer Chance (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

"Das ist eine einmalige Mannschaft. Sie lieben den Wettkampf auf dem höchsten Niveau und lassen sich auf immer neue Level pushen", schwärmte Coach Erik Spoelstra.

Letzte Pleite gegen Nowitzki

Mit dem elften Playoff-Heimsieg hintereinander stellte Miami einen Teamrekord auf und hat seit den Finals 2011 gegen Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks keine Serie mehr verloren.

Zum dritten Mal in Folge schalteten sie die Pacers aus, obwohl der große Kontrahent sich in der regulären Saison den Heimvorteil erkämpft hatte. Im entscheidenden Moment war der Meister aber eine Klasse für sich.

Bosh hatte vor dem Spiel das "beste Saisonspiel" der Heat angekündigt. Nach dieser Vorstellung musste man seine prophetischen Fähigkeiten bewundern.

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Irre Zahlen

Miami erzielte hochgerechnet auf 100 Ballbesitze unfassbare 132,6 Punkte - die höchste Effektivität in einem Playoff-Spiel der Ära "Miami Thrice" (seit 2010/2011).

Mit 37 Zählern hatten sie in der gesamten Saison noch nicht geführt. James hatte im dritten Viertel für das 86:49 gesorgt. Die Halbzeit-Führung war die größte in der Playoff-Geschichte des Teams ( 894579 DIASHOW: Die Bilder der Conference-Finals ).

"Es war eines dieser Spiele, die wir von Beginn an dominieren wollten, um ein deutliches Statement abzugeben", betonte Bosh.

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Stephenson geht unter

Lediglich Paul George (29 Punkte) zeigte bei den überforderten Gästen eine gute Leistung.

Der wegen seiner Mätzchen gegen James (Bericht) laut ausgebuhte Lance Stephenson ging diesmal sang- und klanglos unter und wurde im direkten Duell vor der Pause vom "King" fast schon vorgeführt.

Miamis Ray Allen hatte ihn vor dem Spiel als "Clown" bezeichnet, gab ihm aber wie James danach die Hand. "Es ist bitter, nach all der Arbeit so dazustehen. Das tut richtig weh", meinte Stephenson.

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Emotionale Momente für Oden

Für James war es der 100. Playoff-Sieg. Die Endspiele beginnen in der Nacht vom 5. Auf den 6. Juni. Den Gegner spielen im Westen die San Antonio und Oklahoma City Thunder (die Finals-Gegner 2013 und 2012) aus.

Zwei Personalien rundeten den Abend ab: Chris Andersen kehrte mit starken 13 Minuten (9 Punkte, 10 Rebounds) von seiner Oberschenkelverletzung zurück. Der jahrelang vom Pech verfolgte ehemalige Top-Draftpick Greg Oden durfte unter großem Jubel noch fünf Minuten ran.

"Es geht um 15 besondere Männer, die in den vergangenen 4 Jahren einen unfassbaren Job gemacht haben. Ein bisschen Arbeit steht aber noch an", blieb Eigentümer Micky Arison das passende Schlusswort.

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