Nach zwei Pleiten in Oklahoma City zerlegt San Antonio die Thunder in Conference-Finale 5. Tim Duncan ist der Matchwinner.

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Von Eric Böhm

München/San Antonio - In den Finals der Western Conference hat sich die Dominanz der Heimteams fortgesetzt.

Die San Antonio Spurs verpassten den Oklahoma City Thunder mit 117:89 (65:55) eine deftige Klatsche und holten sich das 3:2 in der Best-of-Seven-Serie.

Die vier Spiele zuvor hatte ebenfalls der jeweilige Gastgeber deutlich für sich entschieden. In der Nacht auf Sonntag haben die Spurs in Oklahoma City (ab 2.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) ihren ersten Matchball.

"Das ist die verrückteste Serie, an der ich jemals beteiligt war. Das ist unerklärlich", sagte Tim Duncan. Bei 15 Jahren in den NBA-Playoffs ist seine Einschätzung aussagekräftig.

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Duncan ragt heraus

Sobald ein Team seine weißen Heimtrikots überstreift, klappt alles. Andersherum läuft gar nichts. Nur Spiel 3 wurde mit weniger als 13 Punkten entschieden (SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen).

"Ich habe keine blassen Schimmer. Jedes Spiel ist anders. Wir sprechen immer darüber, aber über manche Dinge hast du keine Kontrolle", erklärte San Antonios Coach Gregg Popovich.

Diesmal war wieder sein Team am Drücker. Bei den Spurs punkteten sechs Spieler zweistellig, aber Tim Duncan (22 Zähler, 12 Rebounds) ragte dennoch heraus.

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Popovichs Kniff greift

Popovich hatte sich für eine kleine Aufstellung ohne Tiago Splitter entschieden, aber Veteran Duncan trug die Last unter den Körben mit Bravour (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Der neue Starter Matt Bonner zog Thunder-Forward Serge Ibaka aus der Zone und verschaffte dadurch Duncan die Freiräume für sein 98. Playoff-Spiel mit mindestens 20 Punkten und zehn Rebounds.

Die Spurs trafen fast 72 Prozent ihrer Würfe in Korbnähe. Duncan lobte vor allem das zuletzt arg vermisste Passspiel:

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Ginobili macht den Sack zu

Zudem fing Manu Ginobili (19 Punkte, 6 Assists) den eher unauffälligen Abend des Point Guards Tony Parker auf ( 894579 DIASHOW: Die Bilder der Conference-Finals ).

Im zweiten Viertel setzten sich die Texaner ab, mit seinem dritten Dreier zum 87:70 machte Ginobili dann nach der Pause schon frühzeitig alles klar.

Die 13 Dreier und der Rebound-Vorteil (48:35) sprechen eine deutliche Sprache. Es war der siebte Heimsieg in Folge mit mindestens 15 Punkten Vorsprung (NBA-Rekord).

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Thunder-Angriff stottert

Für die Thunder erzielte Kevin Durant 25 Punkte, Russell Westbrook (21) konnte nicht an seine 40-Zähler-Gala aus Spiel 4 (Bericht) anknüpfen.

OKC gelangen nach der Pause ganze 34 Zähler. "Vorne ist heute nichts gefallen, aber dann müssen wir wenigstens aggressiv verteidigen. Das war heute nichts", haderte Durant.

Ibaka konnte das Matchup gegen Bonner auch offensiv nicht ausnutzen. Der Spanier vergab seine ersten fünf Würfe und schaffte nur sechs Pünktchen. "Er war heute sicher nicht so ein Faktor wie zuletzt, aber wir waren als komplettes Team heute nicht da", analysierte Coach Scott Brooks.

Im letzten Viertel schonten beide Teams ihre Starter für Spiel 6, dann muss OKC wieder sein Heimgesicht zeigen, sonst geht es in den Urlaub.

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