Miami winken die vierten NBA-Finals in Folge. James dominiert wie Michael Jordan. Pacers-Star George hadert mit Stephenson.

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Von Eric Böhm

München/Miami - Die Miami Heat stehen an der Schwelle einer historischen Leistung.

Der Titelverteidiger beherrschte die Indiana Pacers auch im vierten Finale der Eastern Conference und holte sich mit dem 102:90 (49:44) das 3:1 in der Best-of-Seven-Serie.

Damit fehlt ihnen nur noch ein Sieg, um zum vierten Mal in Folge in die Finals einzuziehen. Das gelang zuvor nur den Boston Celtics und Los Angeles Lakers.

"Sie sind das beste Offensiv-Team der Liga. Sie waren einfach besser", bilanzierte Pacers-Coach Frank Vogel. NBA-Legende Magic Johnson stimmte zu:

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Spiel 5 als letzter Akt?

Einmal mehr war LeBron James der überragende Mann auf dem Parkett. Dem viermaligen MVP gelangen 32 Punkten sowie zehn Rebounds (SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen).

Dank ihm starteten die Heat mit einem 7:0-Lauf in die zweite Hälfte und blickten danach nicht mehr zurück. Sie lagen nie hinten und führten zwischenzeitlich mit 23 Punkten.

In der James-Ära hat Miami in einer Serie achtmal mit 3:1 geführt, immer machten sie in Spiel 5 den Sack zu. In der Nacht auf Donnerstag (ab 2.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) stehen die Pacers daheim am Abgrund.

"Wir versuchen, mit jedem Tag und jedem Spiel besser zu werden. Wenn du das machst und alles aus dir rausholst, wirst du mit dem Ergebnis zufrieden sein", sagte James.

Chris Bosh taucht auf

In der Tat war es eine effiziente Vorstellung der Heat mit nur fünf Ballverlusten. Indianas sonst so gefürchtete Verteidigung war erneut nur ein Spielball des Champions.

Chris Bosh (25 Zähler) lieferte speziell vor der Pause sein bestes Playoff-Spiel 2014 und federte den Ausfall von Chris Andersen (Oberschenkelprobleme) ab ( 894579 DIASHOW: Die Bilder der Conference-Finals ).

"Er war einfach reif. Ich habe ihm ein großes Spiel prophezeit. Dank ihm sind wir so gut reingekommen", erzählte James. Bosh kam nach sieben Playoff-Duellen mit Indiana erstmals wieder auf eine zweistellige Ausbeute.

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Michael Jordan überholt

Im Mittelpunkt stand jedoch James, der mit seinem 74. Playoff-Spiel mit mindestens 25 Punkten, fünf Rebounds und fünf Assists Michael Jordan von Rang eins der ewigen Bestenliste verdrängte (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Der Trash Talk von Lance Stephenson ("ich bin in LeBrons Kopf", "er zeigt Zeichen von Schwäche") schien den "King" eher anzustacheln und ging für die Pacers gewaltig nach hinten los.

"Lance ist jung. Das ist für ihn eine Lektion, nachzudenken bevor er etwas sagt. In den Playoffs wird so etwas zu einer Story und bekommt eine große Bedeutung", kritisierte Stephensons Teamkollege Paul George.

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Hibbert wieder mit Nullnummer

Stephenson war ebenso wie Center Roy Hibbert in Spiel 4 ein Totalausfall. Ab dem dritten Viertel konnten die Gäste das nicht mehr kompensieren. Näher als auf 90:99 kamen sie nie.

Hibbert blieb zum vierten Mal in der K.o.-Runde ohne Punkt. In den 22 Minuten mit ihm auf dem Court büßten die Pacers 23 Zähler ein.

Stephenson erzielte acht seiner neun Punkte erst im vierten Abschnitt, als die Partie längst gelaufen war. "Ich wollte ihn reizen. Er hat gekontert und sich den Sieg geholt. Ich kann mit dem Echo leben", meinte Stephenson zur Mini-Fehde mit James.

George sauer über Freiwürfe

All-Star George markierte als bester Scorer 23 Punkte und blickte nach der Partie argwöhnisch auf die 30 verwandelten Freiwürfe der Heat und die Schiedsrichter. Sein Team bekam nur 17 zugesprochen.

"Da haben sie das Spiel gewonnen. Niemand kann mir erzählen, sie wären aggressiver als wir. Vielleicht ist das der Heimvorteil. Davon abgesehen waren wir besser", haderte George. Forward David West (20 Zähler, 12 Rebounds) steuerte ein Double-Double bei.

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