LeBron James war mit 26 Punkten im dritten Spiel bester Werfer © getty

Indiana setzt vor Spiel 4 im Ostfinale gegen die Miami Heat auf Psychotricks. LeBron James verwehrt Stephenson einen Gefallen.

Von Martin Jahns

München/Miami - Bislang waren die Pacers für Miami ein gutes Omen.

2012 und 2013 schalteten LeBron James und seine Miami Heat die Indiana Pacers in den NBA-Playoffs aus. Beide Male holten "King James" und Gefolgschaft anschließend den NBA-Titel.

Auch dieses Jahr droht das Team von General Manager und NBA-Legende Larry Bird nur zur Durchgangsstation der Heat zu werden. Angepeilte Endstation des Heat-Expresses diesmal: Der Three-peat (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Und das Team von Coach Erik Spoelstra ist auf einem guten Weg: Nach drei Spielen führt der Meister in der Serie mit 2:1. Mit zuletzt zwei Siegen wetzte er die Scharte der Niederlage im ersten Spiel aus und hat nun in der heimischen AmericanAirlines Arena die Chance, sich Matchbälle zu erkämpfen (ab 2.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

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Vogel hofft auf Trotzreaktion

Die Pacers stehen dagegen mit dem Rücken zur Wand. Eine weitere Niederlage käme einer Vorentscheidung gleich. Nun setzt Indiana auf eine Trotzreaktion.

"Der kleine Bruder wird sein ganzes Leben lang vom großen Bruder verprügelt. All diese Jahre des Einsteckens formen ihn, bis er es dem großen Bruder eines Tages endlich zeigt", ist sich Pacers-Coach Frank Vogel sicher.

Auch Paul George, in Spiel 3 bester Scorer der Pacers, bläst zum Angriff: "Diese Kerle haben uns so oft fertig gemacht. Es ist Zeit, dass wir wütend werden und Revanche nehmen."

Schon im letzten Jahr stand der kleine Bruder aus Indiana kurz davor und zwang den Titelfavoriten im Conference Final in Spiel 7 (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

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Miami schlägt zurück

Auch im dritten Duell der diesjährigen Serie am vergangenen Samstag ärgerten die Pacers Miami mit einer zwischenzeitlichen 37:22-Führung, nur um in der zweiten Hälfte eine ordentliche Tracht Prügel zu beziehen.

Allen voran von Oldie Ray Allen, der im Schlussviertel alle seiner vier Dreierversuche versenkte ( 894579 DIASHOW: Die Bilder der Conference-Finals ).

Stephenson kitzelt James

Indianas Guard Lance Stephenson sieht dennoch erste Anzeichen der Schwäche bei den Heat, insbesondere bei Superstar LeBron James: "Er hat im Spiel vorher nie mit mir gesprochen. Immer war ich derjenige, der gesagt hat: 'Ich werde dich auf die Palme bringen.' Nun versucht er das Gleiche bei mir. Ich denke, das ist ein Zeichen von Schwäche."

"Sie wollen dich nerven, das ist ihre Stärke", charakterisierte schon Spoelstra die Pacers nach Spiel 3.

James selbst reagiert auf derartige Psychospielchen unterkühlt. "Ich werde euch mit Sicherheit keine Storyline über LeBron und Stephenson liefern", ließ der vierfache MVP den Angriff ins Leere laufen: "Das Spiel zu gewinnen ist wichtiger."

James Co. bleiben äußerlich gelassen. Doch die Hoffnung bei den Pacers bleibt: Vielleicht ist der große Bruder dieses Jahr erstmals fällig.

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