Die Miami Heat liefern in Ost-Finale 3 ein Comeback. LeBron James und Ray Allen drehen auf. Paul George ist bester Pacers-Scorer.

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Von Eric Böhm

München/Miami - Der Meister ist noch zwei Siege von den vierten NBA-Finals in Folge entfernt.

Trotz eines frühen Rückstandes von 15 Punkten schlugen Miami Heat die Indiana Pacers mit 99:87 (38:42) und holten sich in der Best-of-Seven-Serie das 2:1 (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Superstar LeBron James war mit 26 Zählern erstmals in den Finals der Eastern Conference Topscorer. Nebenbei verbuchte er noch sieben Assists, fünf Rebounds und vier Steals.

"Der Schlüssel nach dem schlechten Auftakt war, ihre Verteidigung in Bewegung zu bringen. Ich musste mehr zum Korb kommen, um unseren Schützen Raum zu geben", analysierte James.

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James gibt die Richtung vor

Tatsächlich zündete der "King" in den finalen sechs Minuten der ersten Hälfte den Turbo. James und Dwyane Wade (23 Zähler) erzielten 14 der letzten 18 Heat-Punkte vor der Pause (SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen).

Plötzlich war auch das Feuer in der Abwehr da. Die Pacers verbuchten in dieser Phase mehr Ballverluste (6) als Zähler (5).

"Unsere Probleme am Anfang hatten viel mit den Pacers zu tun. Sie wollen dich nerven, das ist ihre Stärke. Wir mussten unsere Identität neu finden und ihnen aufzwingen", sagte Miamis Coach Erik Spoelstra (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Allen wieder einmal eiskalt

Am Ende war dann wieder einmal auf den eiskalten Scharfschützen Verlass. Ray Allen trumpfte beim zweitgrößten Comeback der Playoff-Geschichte des Titelverteidigers groß auf ( 894579 DIASHOW: Die Bilder der Conference-Finals ).

Der 38-Jährige schenkte Indiana all seine 16 Punkte nach der Pause ein - sämtliche vier Dreier im letzten Viertel. Jeden Pacers-Lauf erstickte er und brachte die Heat auf die Siegerstraße.

"Was soll man zu ihm noch sagen? Im richtigen Moment ist er immer zur Stelle - völlig egal, wie es vorher für ihn lief", lobte Wade.

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Drei Matchbälle winken

"The Flash" offenbarte seinerseits selten gesehene Qualität von draußen. Er beendete das dritte Viertel und eröffnete den letzten Abschnitt jeweils mit Dreiern. Zu diesem Zeitpunkt wurde James wegen eines Krampfs behandelt.

Die erste zweistellige Führung brachte der Titelverteidiger danach souverän nach Hause. "Ich kann das schon, aber ich mache es normalerweise nicht", meinte Wade mit einem Lächeln.

Spiel 4 steigt in der Nacht auf Dienstag (ab 2.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) erneut in Miami, die Heat haben dann die Chance, sich drei Matchbälle im Kampf um das Finals-Ticket zu sichern.

George spielt und hadert

Dabei hatten die Pacers in der ersten Hälfte schon 37:22 vorn gelegen. In den letzten 30 Minuten der Partie gestatteten sie den Gastgebern aber 77 Punkte.

Nach der Gehirnerschütterung aus Spiel 2 war Paul George mit 17 Zählern bester Scorer der Pacers. Der All-Star verfehlte jedoch acht seiner 13 Würfe.

"Du kannst dich gegen dieses Team nicht auf Spielchen einlassen. Ich glaube, wir haben uns auf der frühen Führung ausgeruht", kritisierte George, der am Freitag grünes Licht für den Einsatz bekommen hatte.

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Frontcourt enttäuscht

Abgesehen von Lance Stephenson (10 Punkte, 11 Rebounds) kam bei Indiana niemand über vier Rebounds hinaus - Center Roy Hibbert schaffte ganze zwei.

Auch Forward David West kam nicht in Schwung. Wegen Foulproblemen bei Chris Bosh bekam Veteran Rashard Lewis 17 Minuten Spielzeit und machte West arge Probleme.

"Nach dem guten Start konnten wir ihre höhere Intensität nicht mitgehen, aber in uns steckt noch viel Widerstand. Die Serie beginnt gerade erst", betonte Indianas Cheftrainer Frank Vogel. Diesen Worten müssen nun Taten folgen, sonst könnte die Serie auch schnell vorbei sein.

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