Miami schlägt im Ost-Finale 2 in Indiana dank LeBron James spät, aber gewaltig zurück. Dwyane Wade knockt Paul George aus.

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Von Eric Böhm

München/Indianapolis - LeBron James hat den NBA-Meister im Endspurt gerettet.

Der Superstar markierte gegen die Indiana Pacers zwölf seiner 22 Punkte im letzten Viertel und führte die Miami Heat so noch zu einem 87:83 (41:37)-Erfolg in Spiel 2 der Conference-Finals.

Das wichtige 1:1 in der Best-of-Seven-Serie war der elfte Playoff-Sieg in Folge nach einer Niederlage. Vor allem defensiv legte Miami richtig zu (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"In der Eastern Conference gibt es keinen Schönheitspreis. Es geht immer darum, Runs zu schaffen, defensiv gut zu stehen und gute Würfe zu erarbeiten. Das haben wir im letzten Viertel geschafft", bilanzierte James.

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Wade hält Miami im Spiel

Die Ausgangsposition für Spiel 3 in der Nacht auf Sonntag (ab 2.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) vor heimischer Kulisse ist für Miami so wesentlich komfortabler (SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen).

Nach der ernüchternden Pleite in Spiel 1 (Bericht) begannen die Heat allerdings auch das zweite Duell mit dem großen Rivalen sehr schläfrig.

Die Pacers konnten sich aber nicht entscheidend absetzen - auch weil Dwyane Wade den Gästen mit 13 Punkten vor der Pause einen Schub gab.

"Heute ging es ausschließlich um unseren Willen. Es war auch nicht annähernd ein perfektes Spiel. Wir haben uns durchgebissen und zum Heat-Basketball zurückgefunden", sagte "The Flash".

James gibt Startsignal

Dabei hatten sich die Pacers im dritten Viertel dank Lance Stephenson und seiner Playoff-Bestleistung von 25 Zählern eine knappe Führung erkämpft und lagen auch sieben Minuten vor Schluss noch 73:69 vorn ( 894579 DIASHOW: Die Bilder der Conference-Finals ).

Mit einem Dreier und kurz darauf sechs Punkten in Folge eröffnete James jedoch den entscheidenden 13:2-Lauf der Gäste. In der Endphase hielt Wade (23 Zähler) die Pacers auf Distanz.

"Deshalb sind sie die 100-Millionen-Jungs. Wenn sie im Angriffsmodus sind, kannst du sie nicht stoppen", meinte Teamkollege Norris Cole, der elf Punkte beisteuerte.

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George mit Blackout

Unmittelbar vor dem heißen Endspurt passierte zwischen Wade und Pacers-Star Paul George jedoch eine potenziell entscheidende Schrecksekunde (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Als beide Spieler einem freien Ball hinterherjagten, wurde George unglücklich von Wades Knie am Kopf getroffen und erlitt einen kurzen Blackout.

Nach der folgenden Auszeit spielte George zwar weiter, gestand aber nach dem Spiel Symptome einer Gehirnerschütterung. Das erklärte auch einige leichte Fehler des Flügelspielers in den Schlussminuten.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnte er für Spiel 3 ausfallen, mindestens 24 Stunden vor einem Einsatz muss er beschwerdefrei sein.

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Spoelstra korrigiert Fehler

Schon vorher hatte der All-Star (14 Zähler) seiner kräftezehrenden Abwehrarbeit gegen James im Angriff Tribut zollen müssen und verfehlte zwölf seiner 16 Würfe.

Miamis verbesserte Defensivarbeit und eine Umstellung trugen dazu allerdings auch bei. Coach Erik Spoelstra begann wieder mit der größeren Aufstellung um James als Small Forward.

Zudem lieferte Chris "Birdman" Andersen mit zwölf Rebounds eine starke Partie, mit ihm auf dem Parkett hatten die Heat ein Plus von 25 Punkten.

James mit Monster-Viertel

Den Unterschied machten aber James und Wade in der entscheidenden Phase. Sie erzielten im letzten Viertel zusammen zwei Punkte mehr als die Pacers.

"Wir hatten eigentlich alles unter Kontrolle. Innerhalb von zwei Minuten erzwangen sie Ballverluste und holten sich einfache Punkte. Das war unser Untergang", analysierte Indianas David West.

James war an 17 von Miamis 25 finalen Punkten beteiligt und brachte dem Champion die Kontrolle über die Serie.

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