Kawhi Leonard (M.) spielt seit 2011 in der NBA für die Spurs. Die Bilder der Conference-Finals ZUM DURCHKLICKEN © getty

San Antonio nutzt in West-Finale 1 gegen die Thunder Serge Ibakas Fehlen aus. Tim Duncan glänzt und feiert einen Trio-Rekord.

Von Eric Böhm

München/San Antonio - Die San Antonio Spurs haben ihre Titelambitionen eindrucksvoll untermauert.

Der NBA-Vizemeister schlug die Oklahoma City Thunder souverän mit 122:105 (67:59) und holte sich in der Best-of-Seven-Serie um den Einzug in die NBA-Finals das 1:0 (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Veteran Tim Duncan gab in der ersten Hälfte mit 21 seiner insgesamt 27 Punkte die Richtung vor, die Thunder fanden ohne den verletzten Serge Ibaka kein Mittel, ihn zu stoppen.

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Spurs nutzen Schwächen in der Zone

Die 66 Zähler in der Zone und eine Trefferquote von 58 Prozent zeigten deutlich, wie San Antonio das Fehlen des spanischen Nationalspielers ausnutzte (SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen).

Nach vier Pleiten in der regulären Saison war es für die Texaner der erste Sieg über die Thunder. Spiel 2 steigt in der Nacht auf Donnerstag (ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) erneut in San Antonio.

"Unser Plan war, die Zone zu attackieren. Das hat gut geklappt. Damit haben wir auch Platz für unsere Schützen geschaffen. Für uns ist entscheidend, den Ball laufen zu lassen", erklärte Duncan.

Kurzes Aufflackern der Thunder

Gemeinsam mit dem nun aggressiveren Russell Westbrook (25 Punkte) brachte MVP Kevin Durant aber Oklahoma City im dritten Viertel wieder heran ( 894579 DIASHOW: Die Bilder der Conference-Finals ).

Durch zwei seiner 28 Zähler sprang sogar die kurzfristige 78:77-Führung heraus. Allerdings waren zwei Scorer nicht genug. Die Starter Nick Collison (Ibakas Vertreter) und der Schweizer Thabo Sefolosha blieben sogar ohne Punkt.

"Das dritte Viertel war nicht schlecht, aber wir können keinen moralischen Sieg mitnehmen. Serge ist natürlich ein wichtiger Spieler, der uns fehlt. Wir müssen ihn gemeinsam ersetzen", sagte Durant.

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Leonard sorgt für Staunen

Die Spurs konterten das Aufbäumen sofort mit einem 10:0-Lauf, spätestens mit Kawhi Leonards Steal und Korbleger zum 106:93 war die Entscheidung gefallen (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Der athletische Flügelspieler stahl dabei einen Pass über die Schulter von Westbrook auf Durant. Da staunte selbst Spurs-Legende David Robinson:

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Lakers-Marke eingestellt

Die Ausgeglichenheit der Spurs beeindruckte einmal mehr. Sie sind das erste Team in den Conference-Finals ohne 20-Punkte-Scorer seit den legendären Detroit Pistons der Saison 1989/90 mit Dennis Rodman.

Der zuletzt von Oberschenkelproblemen geplagte Point Guard Tony Parker steuerte 14 Zähler und zwölf Assists bei, Manu Ginobili markierte 18 Punkte.

Das Trio Duncan, Parker, Ginobili verbuchte seinen 110. Playoff-Sieg und zog damit mit den Rekordhaltern Magic Johnson, Kareem Abdul-Jabbar und Michael Cooper gleich.

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Small Ball klappt nicht

Thunder-Coach Scott Brooks muss dagegen zurück an die Taktiktafel. Sein "Small Ball" ohne Ibaka und mit Durant als Power Forward verspricht gegen die Spurs keinen Erfolg.

Sie sind zu diszipliniert, dominieren die Zone und finden die freien Schützen wie Danny Green (4 von 5 Dreiern in Spiel 1). Der junge Center Steven Adams wäre eine Alternative für mehr Minuten.

"Wir sind stolz darauf, zurückschlagen zu können. Die Serie ist noch lang, wir werden uns steigern", versprach Brooks.

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