Indiana findet seine Form und feiert gegen die Heat in Ost-Finale 1 einen Start-Ziel-Sieg. Paul George beackert LeBron James.

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Von Eric Böhm

München/Indianapolis - Sie haben sich gerade noch rechtzeitig wiedergefunden.

Die Indiana Pacers haben die Hablfinals der NBA-Playoffs mit einem deutlichen Ausrufezeichen eröffnet und Meister Miami Heat eine 96:107 (45:55)-Niederlage beigebracht (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Bei dem Start-Ziel-Sieg war plötzlich nichts mehr von Inkonstanz oder Formschwäche wie in den Runden zuvor zu sehen, die Pacers dominierten mit einer homogenen Teamleistung.

"Darauf haben wir uns ein Jahr lang gefreut. Es ist ein Matchup, das Spaß macht", betonte der herausragende Paul George.

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James ist ratlos

In der Tat fegte das 1:0 in der Best-of-Seven-Serie die wenig souveränen Erfolge über Atlanta und Washington aus der Erinnerung. Die Neuauflage der Ost-Finals 2013 begann mit den toughen Pacers der ersten Saisonhälfte.

"Das Spiel ist gerade erst vorbei. Es ist schwer zu sagen, woran es lag, aber wir müssen uns steigern", forderte James (25 Punkte, 10 Rebounds). Für Miami war es erst die zweite Niederlage im zehnten Playoff-Spiel 2014 (SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen).

Von Anfang an zeigte sich vor allem Paul George besonders heiß. Der All-Star legte im direkten Duell mit "King" James vorn und hinten eine Topleistung hin.

George trumpft doppel auf

Noch wichtiger als seine 24 Zähler und sieben Assists war die exzellente Verteidigung gegen den viermaligen MVP, der nur einen von fünf Dreiern traf und sich ganze zwei Freiwürfe erarbeiten konnte ( 894579 DIASHOW: Die Bilder der Conference-Finals ).

George ließ ihn mit guter Fußarbeit nicht wie gewohnt zum Korb ziehen und zwang ihn mit seinen langen Armen in schwierige Würfe. Die Heat trafen insgesamt nur sechs ihrer 23 Dreier.

"Wir waren oftmals zu selbstzufrieden. Ich denke, das wird uns gegen Miami nicht passieren. Wir müssen demütig bleiben und genauso Spiel 2 angehen", meinte George.

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Hill fürchtet "faules Ei"

Zum ersten Mal in den diesjährigen Playoffs gewann Indiana Spiel 1 und verteidigte den so hart erkämpften Heimvorteil - alle fünf bisherigen Saisonduelle gingen an den jeweiligen Gastgeber.

"Wir reden jetzt nicht mehr darüber, wir wollen ihn nutzen. Das war nur ein Spiel, leisten wir uns am Dienstag ein faules Ei, war alles umsonst", sagte Point Guard George Hill (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

In Spiel 2 in der Nacht auf Mittwoch (ab 2.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) steht nun der Titelverteidiger unter Druck. Denn mit einem 0:2 wollen James und Co. ganz sicher nicht zurück nach South Beach reisen.

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West und Hibbert im Duett

Gegen diese Pacers wird es allerdings nicht leicht. In der Offensive lief es bei den Gastgebern lange nicht mehr so rund. Alle fünf Starter und Reservist C.J. Watson punkteten zweistellig.

Speziell das Zusammenspiel von David West (19 Punkte, 7 Rebounds) und Roy Hibbert unter dem Korb funktionierte erstklassig.

Nach einem 7:0-Start kontrollierten die Pacers das Geschehen und konterten jedes Aufbegehren der Heat, die im zweiten Viertel kurz auf 37:41 herankamen. Lance Stephenson vergrößerte den Abstand mit fünf Zählern in Folge wieder.

Miami chancenlos am Brett

Spätestens mit ihrem effektiven Start in die zweite sorgten Hibbert und West - sie erzielten acht von 14 Pacers-Punkten - für klare Verhältnisse und eine 69:52-Führung.

Der viel kritisierte Hibbert rief nicht nur dank 19 Punkten und neun Rebounds sein Potenzial ab.

Gemeinsam mit West hielt er Chris Bosh bei neun Punkten. Miami schaffte nur vier Offensiv-Rebounds.

Spoelstra ernüchtert

Den Heat fehlte nach den Spaziergängen gegen Charlotte und Brooklyn auch die letzte Aggressivität und Giftigkeit, um Indiana Paroli zu bieten. Nur Dwyane Wade (27 Zähler) unterstütze James wirkungsvoll.

"Schlechter können wir defensiv wohl kaum spielen", bilanzierte der ernüchterte Coach Erik Spoelstra.

Sein Point Guard Mario Chalmers ließ sich auch noch zu einem Frustfoul hinreißen, als er Watson in die Reihe der Medienvertreter schubste. Die erhoffte enge Serie winkt.

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