Nur noch vier Teams kämpfen um den NBA-Titel © getty

In den Conference-Finals stehen die Stars im Blickpunkt. Paul George fordert LeBron James. SPORT1 stellt das Quartett vor.

Von Eric Böhm

München - Die NBA ist eine Liga der Stars.

Natürlich zeigen nicht zuletzt die San Antonio Spurs wie wichtig ein funktionierendes Team für den Erfolg ist, aber am Ende entscheiden die großen Spieler die großen Spiele.

In den Conference-Finals stehen deshalb vier unterschiedliche Charaktere im Rampenlicht: vom Teamplayer Tony Parker bis zur Allroundwaffe Kevin Durant (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Besonders die Neuauflage zwischen den Indiana Pacers und Miami Heat im Osten wird mit Spannung erwartet. Denn LeBron James und Paul George treffen im direkten Duell aufeinander.

"Er ist ein großartiger junger Spieler, der viel Dynamik mitbringt und auch sehr stark verteidigt. Es wird eine Herausforderung", lobt James.

[tweet url="//t.co/cFCOFclJx4"]

SPORT1 stellt die vier Asse für den Titelpoker vor (SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen).

LeBron James (Miami Heat)

LeBron James ist der dominanteste NBA-Akteur seit Shaquille O'Neal. Rekorde und Auszeichnungen pflastern seinen Weg, der "Threepeat" mit Miami winkt.

In diesem Jahr hat ihn Durant zwar als MVP entthront, aber in den Playoffs zeigte der "King" seine Extraklasse. In durchschnittlich fast 40 Minuten sammelt er 30 Punkte, mehr als sieben Rebounds und erarbeitete sich fast elf Freiwürfe pro Partie.

Außerdem verteidigt der 29-Jährige fast immer den besten Gegner und kann jederzeit explodieren - siehe die 49 Punkte in Spiel 4 gegen Brooklyn (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Die Mär vom Playoff-Versager ist längst Geschichte. Seit den für ihn desaströsen NBA-Finals 2011 gegen Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks verlor "LBJ" keine Serie mehr.

James ist auch mental stabiler geworden, hat seine Wurfauswahl und -quote (56 Prozent) kontinuierlich verbessert und bindet seine hochkarätigen Nebenleute besser ein.

So versenkten Ray Allen und Chris Bosh in den vorangegangenen Serien bereits Siegtreffer nach direkter Vorlage oder Eishockey-Assist durch James.

Der einzige kleine Ansatzpunkt für die Konkurrenz ist der nach wie vor nicht überragende Distanzwurf. Nicht zufällig nahm er beim klarsten Sieg über die Nets keinen Dreier und bei der einzigen Pleite gleich sieben.

[image id="9fad6b96-63ac-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Paul George (Indiana Pacers)

Paul George ist der NBA-Aufsteiger der vergangenen zwei Saisons. Die Verletzungsseuche des einstigen All-Stars Danny Granger spülte den 2,08 großen Schlacks in die Startformation.

Zum ersten Mal fiel die unglaubliche Athletik des 2010 an Position zehn gedrafteten George beim Slam Dunk Contest 2012 auf.

Die Umschulung von Shooting Guard auf Small Forward und die unermüdliche Arbeit an den Schwächen (Ballhandling, Kreieren des eigenen Wurfes) machte ihn 2012/13 in Grangers Abwesenheit zum Most Improved Player der NBA ( 887073 DIASHOW: Die Bilder der 2. Playoff-Runde ).

Zudem entwickelte sich der 24-jährige Kalifornier mit seinen langen Armen und der Dynamik zu einem der besten Flügel-Verteidiger.

Dass es bei den Pacers zuletzt auch zwischenmenschlich nicht immer stimmte, liegt aber auch an George. Zum unumstrittenen Anführer fehlen dem zweimaligen All-Star noch Erfahrung und Reife.

Kann er James zumindest bremsen - ohne selbst im Angriff zu schwächeln -, hat Indiana eine Chance auf die Finals.

Kevin Durant (Oklahoma City Thunder)

Der schmächtige Junge ist erwachsen geworden. Mit immer noch erst 25 Jahren hat sich Kevin Durant zum MVP der NBA gekrönt.

Dabei ist der Small Forward längst mehr als ein großer Scorer. Viermal in den vergangenen fünf Jahren sammelte niemand mehr Punkte. Seine Mischung aus Zug zum Korb und Wurf aus Mitteldistanz und von draußen macht ihn praktisch unaufhaltsam.

Gleichzeitig hat der wertvollste Spieler der WM 2010 auch aus den verlorenen Finals 2012 gegen Miami gelernt. Er wurde zum Leader der Thunder, gab nie zuvor mehr Assists und hielt das Team während des Ausfalls seines Co-Stars Russell Westbrook auf Kurs.

Mittlerweile ist "Durantula" auch physisch robuster, bringt 109 Kilogramm auf die Waage und kann als Power Forward bestehen - das wird nach Serge Ibakas Ausfall öfter nötig sein.

Mit der Monster-Serie gegen die Clippers (34,8 Punkte, 10, 6 Rebounds, 44,0 Minuten) bewies Durant zudem seine unbedingte Gier nach dem ersten Titel.

[tweet url="//twitter.com/search?q=%23OKCvsSA"]

Tony Parker (San Antonio Spurs)

Aus dem besten Kollektiv einen Spieler herauszuheben, ist eigentlich eine Todsünde. Nicht zuletzt Coach Gregg Popovich betont aber bei jeder Gelegenheit, dass Tony Parker das Schicksal der Spurs bestimmt.

Ist der Franzose fit und aggressiv, läuft das gefürchtete Kombinationsspiel des viermaligen Meisters. Der Point Guard setzt die Schützen ein, bringt den Ball zum Brett und schließt selbst unwiderstehlich ab.

Der sechsmalige All-Star und Finals-MVP von 2007 ist zwar nicht mehr ganz so pfeilschnell wie früher, aber inzwischen viel effizienter und abgezockter. Die Rolle des "Go-to-Guy" hat er längst von Veteran Tim Duncan übernommen.

Die immer häufiger auftretenden Blessuren an Knie, Oberschenkel oder Knöchel sind die größten Feinde des 32-Jährigen, der wegen einer leichten Zerrung um Spiel 1 gegen die Thunder bangt.

[kaltura id="0_pm42wjsp" class="full_size" title="Durant stellt Clippers kalt"]

Weiterlesen