Durant wird seinem Titel als wertvollster Spieler der Saison gerecht. Paul wehrt sich vergebens. Indiana macht den Deckel drauf.

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Von Florian Pertsch

München - Für die Los Angeles Clippers gibt es in dieser Saison kein Happy End (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Das Team von Doc Rivers, dass in den letzten Wochen durch den Rassismus-Skandal um Besitzer Donald Sterling erschüttert wurde, musste sich in der Best-of-seven-Serie durch das 98:104 (50:42) mit 2-4 gegen die Oklahoma City Thunder geschlagen geben (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Durant dreht auf

In Spiel sechs lagen beide Mannschaften 7:50 Minuten vor dem Ende noch mit 80:80 gleich auf, doch dann setzten sich die Thunder kontinuierlich ab.

Vor allem Kevin Durant drehte in der Schlussphase auf. Neun seiner 39 Punkte erzielte "Durantula" im letzten Viertel, zusätzlich schnappte sich der MVP noch 16 Rebounds.

"Wir wussten, dass wir irgendwann einen Lauf haben werden", erklärte Durant: "Also sind wir ruhig geblieben und haben einfach weitergekämpft. Das war ein sehr emotionales Spiel. Auch die Würfe in Hälfte eins waren gut, sie sind halt nur nicht gefallen. Trotzdem sind wir aggressiv geblieben und das hat sich ausgezahlt."

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Durants Teamkollege Russell Westbrook erwischte einen schwachen Start in die Partie, kam letztlich aber doch noch auf 19 Punkte und zwölf Assists.

OKC trifft damit im Finale der Western Conference auf Vizemeister San Antonio, die Portland klar mit 4:1 aus den Playoffs geworfen haben.

Für Clippers-Allstar Chris Paul, mit 25 Punkten, elf Assists und sieben Rebounds nur knapp am Triple-Double vorbei, bleibt der Traum vom West-Finale erneut unerfüllt.

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CP3 erzielte 14 der 26 Clippers-Punkte im Schlussviertel und muss trotzdem auch in seiner neunten Saison noch vor dem Conference Finale in die Sommerferien.

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Blake Griffin lieferte 22 Zähler, acht Rebounds und acht Assists für Los Angeles ab, tauchte aber in den letzten neun Minuten komplett unter und blieb ohne Punkt.

Fan-Wut gegen Schriris

Kurz vor dem Ende musste Griffin dann das Spiel mit dem sechsten Foul verlassen, was von den Fans mit einem gellenden Pfeifkonzert quittiert wurde.

Kurz zuvor reagierten die Clippers-Anhänger noch etwas heftiger, nachdem es zwei Offensivfouls in Folge gegen L.A. gab. Eher untypisch für US-Publikum, flogen sogar Becher auf das Spielfeld.

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Nach der heftigen Schiri-Schelte von Rivers nach Spiel 5 und der anschließenden 25.000-Dollar-Strafe durch die NBA verzichtete der Clippers-Coach diesmal auf einen Kommentar.

Stattdessen dankte er "den Fans und der Stadt für die große Unterstützung" ( 887073 DIASHOW: Die Bilder der 2. Playoff-Runde ).

Für Oklahoma City startet die Serie gegen die Spurs mit zwei Auswärtsspielen in Texas, Spiel 1 steigt in der Nacht auf Dienstag.

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SPORT1 blickt auf ein weiteres Zweitrundenduell der NBA-Playoffs:

Washington Wizards - Indiana Pacers 93:80

Die Indiana Pacers haben sich ihren Favoritenstatus in der Eastern Conference zurückerarbeitet und die Washington Wizards mit 4-2 im Ost-Halbfinale ausgeschaltet.

David West führt die Pacers mit 29 Punkten, sechs Rebounds und vier Assists zum verdienten 93:80 (52:40)-Erfolg in der Best-of-seven-Serie.

"Trotz aller Probleme haben wir zusammengehalten. Die Mannschaft hat einen unglaublichen Einsatz gezeigt, stark gekämpft", lobte Indianas Topscorer zuerst die Team-Leistung.

Im Finale der Eastern Conference trifft Indiana nun auf den NBA-Champion Miami Heat, an denen die Pacers jeweils in den vergangenen beiden Jahren gescheitert waren.

Indiana lag gegen Washington, das in Center Marcin Gortat mit 19 Punkten seinen Topscorer hatte, lange Zeit in Führung, doch die Hauptstädter ließen sich trotz einer nicht berauschenden Quote nicht wirklich abschütteln.

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Anfand des Schlussviertels gelang es Bradley Beal dann sogar, die 74:73-Führung für die Wizards zu erzielen.

Doch Indiana fand die richtige Antwort. West lieferte vier Punkte in Folge ab ? acht insgesamt im letzten Abschnitt ? und sorgte für den verdienten Einzug ins Finale des Ostens.

"Wir haben so hart gekämpft, um in dieses Spiel zurück zu kommen. Am Ende waren wir einfach platt", erklärte ein enttäuschter Bradley Beal.

"Viele Teams haben jetzt Respekt"

Pacers-Superstar Paul George blieb mit zwölf Punkten ebenso unter seinen Möglichkeiten wie Wizards-Ausnahmespieler John Wall (12), der aber immerhin noch neun Assists an seine Kollegen brachte.

Wall war trotz des Ausscheidens stolz auf sein Team: "Niemand hat uns diese Leistung zugetraut. Viele Teams haben jetzt Respekt vor uns, und Indiana musste sich seinen Platz im Ost-Finale hart erarbeiten."

Indianas Auftaktspiel gegen Miami findet Sonntagabend im heimischen Bankers Life Fieldhouse statt.

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