Collison ist im letzten Viertel nicht zu stoppen, OKC wird das Opfer der eigenen Nerven. George führt Indiana zum Comeback.

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Von Florian Pertsch

München - Die Los Angeles Clippers haben sich im Halbfinale der Western Conference eindrucksvoll zurückgemeldet.

Das Team von Headcoach Doc Rivers glich die Best-of-seven-Serie gegen die Oklahoma City Thunder durch ein 101:99 (46:57) aus (2-2) und hat so den Patzer aus Spiel 3 wieder wett gemacht (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Mann des Abends war Ex-Maverick Darren Collison, der acht seiner 18 Punkte in den letzten 2:58 Minuten erzielte (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Thunder dominieren lange Zeit

"Auch wenn wir nicht wirklich gut gespielt haben, hat es dennoch mit dem Sieg geklappt", freute sich der ehemalige Teamkollege von Dirk Nowitzki: "Noch nichts hat sich bisher besser angefühlt."

Lange Zeit sah es trotz der 25 Zähler von Blake Griffin und Chris Pauls 23 Punkten aber nicht nach einem Sieg der Clippers aus.

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Zu gut spielte der frischgewählte MVP-Kevin Durant. Der schlaksige Superstar der Thunder erzielte 40 Punkte und hielt OKC 46:37 Minuten in Führung.

"Wir hätten in dieser Serie die Kontrolle übernehmen können", ärgerte sich Durant: "Wir haben den Sieg leichtfertig vergeben."

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Bereits im ersten Viertel lagen die Thunder mit 22 Punkten in Front, doch Los Angeles gelang zum 14. Mal in dieser Saison das Comeback.

Coach Rivers war sichtlich stolz auf die Leistung seiner Mannschaft: "Wir lagen schon mit dem Rücken auf der Matte, doch wir haben uns nicht anzählen lassen. OKC wird ziemlich sauer sein. Sie hatten die Chance, auf 3:1 zu erhöhen und jetzt steht es 2:2."

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"Bester Comeback-Sieg überhaupt"

Auch Allstar Chris Paul schwärmte hinterher vom Kampfgeist seiner Clippers.

"Das ist einer des besten Comeback-Siege überhaupt gewesen", erklärte CP3 stolz: "Darren Collison war unglaublich. So einen Spieler kann man einfach nur lieben. Er gibt nie auf und spielt mit so viel Herz."

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Collison erzielte in den letzten 32 Sekunden vier Punkte durch Korbleger (101:97) und sorgte für den hart erkämpften Sieg der Clippers.

Auf Seiten der Thunder überzeugte neben Durant lediglich Russell Westbrook, der auf 27 Punkte, acht Assists und sechs Rebounds kam. Nur beim letzten Wurf hatte der flinke Guard Pech.

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Der Dreier zum potenziellen Sieg verfehlte sein Ziel - der anschließende Tip von Serge Ibaka zum Ausgleich kam nicht mehr rechtzeitig.

"Es war ein guter Wurf, er ging nur einfach nicht rein", erklärte ein bedienter Westbrook, der in Spiel vier seine Nerven oft nicht im Griff hatte. Vor allem in der Halbzeit erwies er seinem Team einen Bärendienst, als er auf dem Weg in die Kabine noch ein technisches Foul kassierte.

Spiel fünf der Serie findet in der Nacht auf Mittwoch in Oklahoma City statt.

SPORT1 blickt auf ein weiteres Zweitrundenduell der NBA-Playoffs:

Washington Wizards - Indiana Pacers 92:95

Die Indiana Pacers stehen unterdessen mit einem Bein im Finale der Eastern Conference.

In Spiel vier der Serie (3-1) setzte sich das Team um Allstar Paul George mit 95:92 (38:55) gegen die Washington Wizards durch und feierte wie zuvor die Clippers ein starkes Comeback ( 887073 DIASHOW: Die Bilder der 2. Playoff-Runde ).

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George erzielte in 46 Minuten 39 Punkte und zwölf Rebounds und trieb Indiana nach 19 Punkten Rückstand zu Beginn der dritten Viertels zum dritten Sieg in der Best-of-seven-Serie.

Headcoach Frank Vogel wollte seinem Superstar eigentlich etwas mehr Pausen geben, doch der Allstar hatte keine Lust auf die Bank: "Ich wollte ihn ein wenig schonen, doch er hat einfach Nein gesagt."

George selbst erklärte, dass er von vorneherein "im Kopf hatte, fast das komplette Spiel auf dem Feld zu stehen."

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Pacer Roy Hibbert scheint sein Formtief endgültig überwunden zu haben und lieferte 17 Zähler und neun Rebounds ab. Als Grund für den Leistungsschub nannte der Ex-Georgetown-Center einen Fan, der ihm während eines Spiels gehörig die Meinung geigte.

"Er hat mich wirklich aufgeweckt", schilderte Hibbert den Vorfall: "Ich bin aber ein sehr gläubiger Mensch und werde die obszönen Worte, die der Fan verwendet hat, sicher nicht wiederholen."

Topscorer der Wizards war Shooting Guard Bradley Beal, der es auf 20 Punkte und fünf Rebounds brachte.

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