Meister Miami kassiert in Brooklyn trotz Blitzstarts von LeBron James seine erste Playoff-Pleite. San Antonio winkt der Sweep.

[kaltura id="0_y9t5qsam" class="full_size" title=""]

Von Eric Böhm

München - Die Brooklyn Nets geben sich noch nicht geschlagen.

Dank eines furiosen Dreierregens schlugen sie Meister Miami Heat mit 104:90 (51:49) und verkürzten in der Best-of-Seven-Serie vor heimischer Kulisse auf 1:2 (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Insgesamt 15 Distanzwürfe versenkten die Nets - die Quote von 60 Prozent war die fünftbeste in der Geschichte der Playoffs bei mindestens 25 Versuchen - und brachten Miami die erste Niederlage in der K.o.-Runde 2014 bei.

"Wir sind auch nach dem 0:2 nie in Panik geraten. Wir haben keine Angst vor ihnen. Heute haben wir so gespielt, wie es nötig ist", bilanzierte Paul Pierce.

[tweet url="//t.co/72P2kbalbi"]

Garnett und Williams wachen auf

Allein fünf Dreier gingen auf das Konto von Brooklyns Topscorer Joe Johnson (19 Punkte), auch Mirza Teletovic (4 Dreier) und Pierce (14 Zähler) überzeugten. SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen

Die X-Faktoren waren jedoch die vielkritisierten Kevin Garnett (10 Punkte, 7 Rebounds) und vor allem Deron Williams.

Der Point Guard, in Spiel 2 noch ohne Zähler, gab elf Assists und hatte die beste Plus-Minus-Bilanz aller Akteure (+18). "Deron muss nicht zwangsläufig punkten, aber wir brauchen seine Übersicht und Führung. Das war ganz stark", lobte Coach Jason Kidd (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

[image id="b738741b-63ad-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

James legt glänzend los

Da halfen auch die starken 28 Punkte von Heat-Superstar LeBron James nicht. Allein im ersten Viertel markierte der "King" 16 Zähler, aber im dritten Abschnitt (14:26) verlor Miami den Anschluss.

"Ich habe schon einige Serien mitgemacht. Sie werden nicht in zwei oder drei Spielen gewonnen. Du musst einfach die richtigen Schlüsse ziehen. Es war klar, dass sie sich nicht ergeben würden", meinte James.

Dwyane Wade steuerte für den Titelverteidiger 20 Punkte bei, aber vor allem der krasse Rebound-Nachteil (27:43) war neben Brooklyns Dreierquote ausschlaggebend ( 887073 DIASHOW: Die Bilder der 2. Playoff-Runde ).

"Sie waren heute klar besser als wir. Vor allem in der zweiten Hälfte hatten wir deutliche Nachteile", musste Heat-Trainer Erik Spoelstra anerkennen.

Brooklyn will mehr

Im Schlussviertel führten die Nets kurzfristig sogar mit 20 Punkten. Spiel 4 steigt in der Nacht auf Dienstag (ab 2 Uhr) erneut in Brooklyn.

"Da ist für uns der nächste Sieg Pflicht, sonst rennen wir ihnen weiter nur hinterher. Wollen wir eine Chance haben, müssen wir dann auch gewinnen", forderte Garnett.

16 Teams drehten in der Playoff-Geschichte der NBA ein 0:2 noch um. Zumindest das nötige Feuer für eine spannende Serie haben die Nets endlich.

Reservist Alan Anderson legte sich sogar mit Miamis Legende Ray Allen an, beide kassierten nach einer kleinen Rangelei technische Fouls. Rapper Busta Rhymes war begeistert:

[tweet url="//twitter.com/search?q=%23BROOOOOOOKLYYYYYYYNNNNN"]

SPORT1 blickt auf ein weiteres Zweitrundenduell der NBA-Playoffs:

Portland Trail Blazers - San Antonio Spurs 103:118

Die San Antonio Spurs marschieren weiter unaufhaltsam in Richtung Finals der Western Conference. Auch in Spiel 3 waren die Portland Trail Blazers beim 103:118 (40:60) chancenlos.

Durch das 3:0 in der Serie fehlt den Spurs nur noch ein Sieg, um den Sweep perfekt zu machen. Erneut zogen sie Portland schon in der ersten Hälfte den Zahn.

Tony Parker war mit 29 Punkten der überragende Mann und erteilte dem defensiv überforderten Damian Lillard (21 Zähler) im Spielmacher-Duell eine Lektion.

"Tony ist schon über die gesamte Serie unsere treibende Kraft. Er zieht zum Korb und trifft von draußen. Das ist Tony", schwärmte Tim Duncan (19 Punkte). Ex-Profi Jalen Rose gratulierte:

[tweet url="//twitter.com/search?q=%23NBAPlayOffs"]

Duncan schnappt "Mail Man" Malone

Auch All-Star LaMarcus Aldridge kam trotz seines Double-Doubles (21 Punkte, 12 Rebounds) nicht wie in Runde 1 gegen Houston zum Zug. Spurs-Routinier Duncan überholte derweil in der ewigen Playoff-Scorerliste Karl Malone.

Er steht nun mit 4776 Zählern auf Rang fünf hinter Michael Jordan, Kareem Abdul-Jabbar, Kobe Bryant und Shaquille O'Neal.

Weiterlesen