Kevin Durant setzt bei den Clippers den Thunder-Siegtreffer. Blake Griffin hadert ironisch. Indiana treibt die Wizards ins Minus.

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Von Eric Böhm

München - Kevin Durant hat in den NBA-Playoffs einmal mehr seine Extraklasse unter Beweis gestellt.

Mit überragenden 36 Punkten führte der MVP die Oklahoma City Thunder zum 118:112 (61:63)-Auswärtserfolg bei den Los Angeles Clippers (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Damit holte sich der Titelkandidat das 2:1 in der Best-of-Seven-Serie. Teamkollege Russell Westbrook flirtete erneut mit einem Triple-Double. Ihm gelangen 23 Zähler, 13 Assists und acht Rebounds.

"Wir haben zusammengehalten und einige Stürme sehr gut überstanden. Wir hatten auf jeden Lauf eine passende Antwort", jubelte Durant.

Durant gelingt der wichtigste Wurf

Nach drei Abschnitten lagen die Clippers in dem Shootout noch hauchdünn vorn, ehe die Thunder mit zwei Dreiern durch Ex-Clipper Caron Butler und einem folgenden 7:1-Lauf die Kontrolle übernahmen. SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen

"Für mich war unsere Defense im letzten Viertel entscheidend. Sie hat ein höheres Level erreicht", lobte Thunder-Coach Scott Brooks. Die Clippers markierten in den finalen zwölf Minuten nur 19 Punkte.

Der Turnaround-Treffer durch Durant zum 113:107 war am Ende entscheidend. Kein Team führte in dem spannenden Fight zu irgendeinem Zeitpunkt zweistellig.

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Clippers verspielen erstmals Führung

Für die Clippers war es die erste Saisonniederlage, wenn sie mit einer Führung ins letzte Viertel gingen. Alle 35 Partien zuvor hatten sie gewonnen (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Da halfen auch die starken Auftritte von Chris Paul (21 Punkte, 16 Assists, keine Ballverluste) und Blake Griffin (34 Zähler) nicht. Spiel 4 findet am Sonntag (ab 21.30 Uhr LIVESCORES) erneut in L.A. statt.

"Wir haben zu viele leichte Punkte abgegeben und müssen bei den Rebounds einen besseren Job machen. Sie sind ein gutes Team, das solche Fehler ausnutzt", analysierte Griffin.

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Hitzige Szenen

In der Tat war Center DeAndre Jordan trotz eines Double-Doubles erneut kein Faktor. Die Thunder holten elf Rebounds mehr und kamen mit Durant, Westbrook oder Reggie Jackson (14 Zähler) immer wieder zum Korb durch ( 887073 DIASHOW: Die Bilder der 2. Playoff-Runde ).

Das Feuer und die Intensität kochten das eine oder andere Mal über. Paul und Durant holten sich in der ersten Hälfte technische Fouls für ein Wortgefecht ab.

Matt Barnes, der Durant erneut nicht halten konnte, und Kendrick Perkins erwischte es im dritten Abschnitt nach einer kleinen Rangelei und einem Staredown im Stile zweier Profiboxer.

Griffin kassiert blutige Nase

Der starke Serge Ibaka (20 Punkte, 9 von 10 aus dem Feld) verpasste Griffin mit dem Ellbogen eine blutige Nase. Die Aktion wurde allerdings nicht geahndet.

"Er hat mich erwischt, aber die Schiedsrichter meinten, ich wäre ihm mit meinem Gesicht dagegen gelaufen. Da muss ich wohl in Zukunft vorsichtiger sein", kritisierte Griffin ironisch.

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SPORT1 blickt auf ein weiteres Zweitrundenduell der NBA-Playoffs:

Washington Wizards - Indiana Pacers 63:85

Die Indiana Pacers haben ihre Dominanz in der Verteidigung wiedergefunden.

Bei den Washington Wizards setzte sich die Nummer eins der Eastern Conference in einem wenig ansehnlichen Spiel mit 85:63 (34:33) durch und schafften das 2:1 in der Best-of-Seven-Serie.

"Hört zu! Uns interessiert nicht, ob wir im Fernsehen gut aussehen. Die anderen Teams können ruhig Schickimicki-Basketball spielen", kanzelte Forward David West die Journalisten ab.

Wizards nie schlechter

Den Wizards gelangen nie zuvor so wenige Punkte in einem Spiel. Seit 1954 waren überhaupt nur drei Teams in den Playoffs noch offensivschwächer.

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Die Jungstars Bradley Beal (16 Punkte) und John Wall (15) waren die besten Scorer, verfehlten aber 19 ihrer 31 Würfe.

"Wir waren vorher zu selbstbewusst. Das haben sie uns gründlich ausgetrieben", sagte Veteran Drew Gooden.

Die Pacers waren über weite Strecken nicht viel besser, konnten sich aber auf ihre All-Stars Paul George (23 Zähler, 8 Rebounds) und Roy Hibbert (14 Punkte, 3 Blocks) verlassen. Spiel 4 steigt erneut in Washington.

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