Dirk Nowitzki tendiert zu einem Verbleib bei den Dallas Mavericks. Für die Verpflichtung neuer Stars ist er zu Einbußen bereit.

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Von Denis de Haas

München - Die bittere Pleite gegen die San Antonio Spurs lag 24 Stunden zurück, da richtete Dirk Nowitzki den Blick schon wieder nach vorne.

Der Superstar der Dallas Mavericks deutete an, dass seine Zukunft weiter beim NBA-Champion von 2011 liegen werde.

"Ich bin mir sicher, dass wir eine gute Lösung finden werden", sagte Nowitzki nach dem Playoff-Aus in einem Gespräch mit dem "Dallas Morning Star" (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Sein Vertrag bei den Mavericks läuft aus. Nowitzki könnte sich im Spätherbst seiner Karriere nun noch mal nach einem neuen Team umgucken. Doch der 35-Jährige tendiert zu einer weiteren Spielzeit bei den Texas - es wäre bereits seine 17. im Mavericks-Trikot ( 878128 DIASHOW: Die Bilder der 1. Playoff-Runde ).

"Ich schätze, ich werde hier noch für ein paar Jährchen unterschreiben", hatte er kürzlich im SPORT1-Interview gesagt.

Kompromisse beim Gehalt

Die Verhandlungen stehen noch aus, Nowitzki signalisierte aber bereits seine Bereitschaft zu Kompromissen. "Wir werden so zusammenkommen, dass ich mich für meine Leistungen respektiert fühle und wir noch genügend Geld übrig haben, um gute Spieler zu holen", sagte der Würzburger.

Umgerechnet 16,4 Millionen Euro überwiesen die Mavericks dem 35-Jährigen für diese Saison (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM). Nowitzki dürfte sich mit weit weniger Geld begnügen, damit der Kader verstärkt werden kann.

Das war vor vier Jahren schon mal so. Nowitzki stimmte einer Kürzung seines Jahressalärs zu, die Mavericks konnten sich so Tyson Chandler leisten. Der Center war mit seiner Defensivstärke später einer der Garanten des sensationellen Titelgewinns im Jahre 2011.

Vom nächsten Meisterschaftsring ist das Team aus Dallas nun aber weit entfernt. Klubbesitzer Mark Cuban und General Manager Donnie Nelson müssen neue Stars nach Texas locken. Ansonsten ist das Team in den Playoffs nur bedingt konkurrenzfähig (Kommentar).

Anthony auf dem Markt

Theoretisch tummeln sich auf dem Sommer-Transfermarkt die All-Stars. Carmelo Anthony von den New York Knicks gehört zu den Free Agents. Doch die "Dallas Morning News" glaubt nicht daran, dass der Topscorer der Vorsaison in Dallas landet.

Andere Optionen sind für die Zeitung weitaus realistischer. Sie haben Shooting Guard Lance Stephenson von den Indiana Pacers oben auf der Liste stehen.

Auch Small Forward Trevor Ariza und Marcin Gortat, die mit den Washington Wizards in den Playoffs für Furore sorgen, werden heiß gehandelt.

Dauergerüchte um Deng

Und da wäre noch Luol Deng: Den Engländer, der nach fast zehn Jahren bei den Chicago Bulls bei den Cleveland Caveliers gelandet ist, sieht die lokale Presse schon im Trikot der Mavericks.

Deng könnte Shawn Marion beerben, sollte dieser Dallas den Rücken kehren. Der 36-Jährige hielt sich nach der Pleite in San Antonio (Bericht) bedeckt. "Ich weiß nicht, ob das mein letztes Spiel für die Mavericks war. Ich muss mich jetzt ausruhen und die Optionen abwägen", erklärte "The Matrix".

Neben den Verträgen von Marion und Nowitzki laufen fünf weitere Kontrakte bei den Mavericks aus. Auch Vince Carter, DeJuan Blair, Devin Harris, Jae Crowder und Bernard James sind nach dem Saisonende Free Agents.

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Allerdings stehen Verhandlungen mit diesen Spielern bei Cuban und Nelson auf der Prioritätenlisten weiter unten. Erst geht es um Nowitzki, der die Gallionsfigur in Dallas bleiben soll.

Die Bedeutung des Deutschen hob Mavs-Trainer Rick Carlisle am Wochenende mal wieder hervor: "Ich kenne keinen Spieler in der NBA, der für das Team so viel Verantwortung auf den Schultern trägt, wie Dirk."

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