Chris Paul (r.) stellte einen neuen persönlichen Rekord auf. Die Bilder der 2. Playoff-Runde ZUM DURCHKLICKEN © getty

Der Clippers-Star macht sich mit seiner Gala-Vorstellung ein verfrühtes Geschenk. Die Thunder können Chris Paul nicht stoppen.

Von Denis de Haas

München - Im Schlussviertel konnte sich der Mann des Abends ausruhen. Chris Paul saß auf der Bank und sah, wie seine Los Angeles Clippers den deutlichen Vorsprung souverän verwalteten (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Der Point Guard hatte mit seiner Gala-Vorstellung zuvor den Grundstein zum 122:105 (69:52)-Erfolg bei den Oklahoma City Thunder gelegt. Paul zündete ein Dreier-Feuerwerk, traf acht von neun Distanzwürfen. Damit stellte der Allstar eine persönliche Karriere-Bestleistung auf.

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Für die Clippers war es der perfekte Start ins Halbfinale der Western Conference. Und für Paul war es ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk. Am Dienstag wurde er 29 Jahre alt. Zeigt Paul weiter solche Leistungen, könnte er demnächst auch den Einzug ins Conference-Finale feiern ( 887073 DIASHOW: Die Bilder der 1. Playoff-Runde ).

"Ich war heute früh da und habe viele Würfe getroffen", sagte Paul, bei dem am Ende 32 Punkte und zehn Assists auf dem Statistik-Zettel standen.

Schmutzarbeit durch Griffin

Der zweite Clippers-Allstar steuerte seinen Teil zum nie gefährdeten Sieg bei: Blake Griffin erzielte 23 Punkte und verrichtete zudem Schmutzarbeit für Paul.

"Wenn jemand so ins Rollen kommt, muss man ihm einfach den Weg freimachen, damit er das Feuer am Brennen halten kann", erklärte der Forward.

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Die beiden Schlüsselspieler sorgten dafür, dass es in Los Angeles wieder verstärkt um das Sportliche geht. Zuletzt waren die Leistungen auf dem Court in den Hintergrund gerückt. Das lag am Rassismus-Skandal um den langjährigen Klubbesitzer Donald Sterling.

Seit der vergangenen Woche ist der 80-Jährige nun nicht mehr am Ruder. Die NBA hatte Sterling nach diskriminierenden Äußerungen lebenslang gesperrt. Das ganze Hickhack hat die Mannschaft jedoch nicht verunsichert.

Westbrook wirkt verunsichert

Im Gegenteil. Die Clippers verunsichern ihre Gegner. Aufbauspieler Russell Westbrook leistete sich sechs Ballverluste und konnte Paul zu keiner Zeit stoppen.

Kevin Durant kam diesmal auf 25 Punkte. Der Thunder-Superstar ging mit seiner Mannschaft hinterher aber hart ins Gericht.

"Wir müssen einfach physischer spielen. Ich rede nicht von harten Fouls, sondern davon, die Wege dichtzumachen und die Leute nicht laufen zu lassen", sagte Durant.

Entschädigung für Durant?

Womöglich könnte der Forward am Dienstag wieder bessere Laune bekommen. Dann steht angeblich seine Kür zum wertvollsten Spieler der NBA auf dem Programm.

Der viermalige MVP und Titelverteidiger LeBron James von Meister Miami Heat zollte seinem Konkurrenten bereits Respekt: "Wenn die Gerüchte stimmen, Hut ab. Er hat es nach dieser MVP-Saison verdient."

SPORT1 blickt auf ein weiteres Zweitrundenduell der NBA-Playoffs:

Indiana Pacers - Washington Wizards 96:102

Roy Hibbert schien seine Krise überwunden zu haben. Doch nun blamierte sich der Center der Indiana Pacers erneut.

Bei der 96:102 (43:56)-Niederlage gegen die Washington Wizards blieb Hibbert ohne Punkte. Damit leistete er sich zum dritten Mal in den vergangenen vier Spielen (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse) ausschließlich Fehlwürfe.

Auch bei den Rebounds stand auf Hibberts Statistikzettel die Null. Zu Erinnerung: Der Jamaikaner stand im Februar noch beim Allstar-Game auf dem Parkett.

Hibbert ist das Sinnbild der Pacers-Krise. Das topgesetzte Team der Eastern Conference meisterte nur mit Ach und Krach die Auftakthürde Atlanta Hawks. Nun bekam Indiana im ersten Spiel der zweiten Playoff-Runde die Grenzen aufgezeigt.

Das lag daran, dass die wichtigen Spieler einen schlechten Tag erwischten. Paul George blieb mit 18 Punkten unter seinen Möglichkeiten, Lance Stephenson sammelte zwölf Zähler.

Stephenson ist selbstkritisch

Der Aufbauspieler gab sich nach der Niederlage selbstkritisch. "Im dritten Viertel war es dann schon zu spät, das Ruder rumzureißen. Wir müssen von Beginn an da sein und jeden involvieren, damit wir dann in der zweiten Halbzeit schon in der Partie sind", betonte Stephenson.

Die Wizards wurden derweil ihrem Ruf als Favoritenschreck gerecht. Nach dem deutlichen 4:1 zum Auftakt gegen Chicago Bulls legten sie nach.

Die Hauptstädter überzeugten durch eine geschlossene Mannschaftsleistung ? sechs Spieler punkteten zweistellig. Bradley Beal ragte dabei heraus. Der junge Aufbauspieler erzielte 25 Punkte, kam zudem auf jeweils fünf Rebounds und Steals.

Beal bringt auch die nötige Lockerheit mit. "Ich bin 20 Jahre alt und spiele in den Playoffs. Davon habe ich immer geträumt. Warum sollte ich es nicht genießen?", erklärte der Wizard.

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