Dirk Nowitzki und die Mavericks kassieren in Spiel 7 bei den San Antonio Spurs eine derbe Schlappe und fliegen aus den Playoffs.

[kaltura id="0_uydhc6n7" class="full_size" title=""]

Von Florian Pertsch

San Antonio - Der Traum von der zweiten NBA-Playoff-Runde war für Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks zum Greifen nah - zumindest bis zum Tip-Off der entscheidenden siebten Partie (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Als die 48 Minuten Spielzeit gegen die San Antonio Spurs dann angebrochen waren, wurde ziemlich schnell klar, dass der Traum vom Viertelfinale zum Albtraum werden würde.

Dallas blieb gegen den viermaligen NBA-Champion aus San Antonio ohne jede Chance und wurde mit 96:119 krachend in die Sommerferien geschickt (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Topscorer ohne Unterstützung

Nowitzki war mit 22 Punkten Topscorer seines Teams, brachte aber nur acht von 21 Versuchen aus dem Feld ins Ziel (SERVICE: Der SPORT1 Nowitzki-Watch).

Der Würzburger steuerte zudem neun Rebounds, zwei Steals und einen Block bei.

"Wahrscheinlich werde ich in den nächsten Tagen irgendwann stolz aus das Team und unsere Leistung sein", erklärte ein niedergeschlagener Nowitzki hinterher: "Aber im Moment schmerzt es einfach nur sehr."

Für die Spurs hatte Dallas' Superstar nur Worte des Respekts: "In einer Serie über sieben Spiele gewinnt eigentlich immer das stärkere Team. San Antonio war großartig, und in Spiel 7 erwischten sie einen sensationellen Tag. So sieht es am Ende des Tages aus."

[image id="93ac06be-63ae-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

War Nowitzkis Leistung noch akzeptabel, enttäuschten die restlichen Mavs-Leistungsträger komplett ( 878128 DIASHOW: Die Bilder der 1. Playoff-Runde ).

Monta Ellis lieferte lediglich zwölf Punkte ab, Jose Calderon (4) und Shawn Marion (5) waren noch unproduktiver. Lediglich Devin Harris sorgte als Bankspieler mit 17 Zählern für etwas Entlastung.

Ellis sah die Playoff-Serie und die Saison dennoch nicht als Enttäuschung an: "Vom ersten Tag an hat niemand einen Pfifferling auf uns gesetzt. Doch wir haben das beste Team der NBA ins entscheidende Spiel gezwungen, und es hat sich wie ein Spiel um die Meisterschaft angefühlt. Das war eine großartige Erfahrung und alle haben mitgezogen."

Toni Kroos bedankt sich bei den Mavs:

[tweet url="//twitter.com/dallasmavs"]

Das größte Problem der Mavericks lag aber nicht in der Offenisve - 96 Punkte gegen San Antonio waren absolut in Ordnung - die Defensive brach Dallas das Genick (Hier gibts das komplette Spiel zum Nachlesen im LIVE-TICKER).

Fehlstart der Mavericks

Die Mavericks erwischten einen schwachen Start und lagen bereits nach dem ersten Durchgang zwölf Punkte zurück.

Auch in der Folge dominierten die Spurs, bei denen Superstar Tony Parker mit insgesamt 32 Punkten überragte, und zogen immer weiter davon.

[tweet url="//twitter.com/search?q=%23Game7"]

"Ich wusste, dass ich aggressiv spielen muss", erklärte der Franzose seine Leistungsexplosion: "Die Mavs haben mich mit ihrer Taktik geradezu gezwungen, zu punkten."

Zwischenspurt gekontert

Nach der Pause schickte Mavericks-Trainer Rick Carlisle eine kleine Aufstellung mit Nowitzki als Center und Vince Carter als Power Forward aufs Parkett - und die Umstellung schien Wirkung zu zeigen.

Mit einem 7:0-Lauf konnten die Mavs, die in Hälfte eins schon mit 29 Punkten hinten lagen, nochmals auf 14 Zähler Rückstand verkürzen.

Doch die Spurs legten prompt wieder einen Zahn zu und zogen gnadenlos davon. Vor allem Manu Ginobili - mit 20 Punkten, 5 Assists und satten 6 Steals bärenstark - stellte die Dallas-Defensive immer wieder vor Probleme.

"Von einer Flutwelle überrollt"

"Meine Jungs wurden von einer Flutwelle überrollt", analysierte Mavs-Coach Rick Carlisle: "Die Spurs haben ihr bestes Spiel der Serie gezeigt, und wir konnten von Anfang an nicht mithalten."

Selbst die Anwesenheit von Nowitzki-Mentor Holger Geschwindner konnte an diesem Tag nichts am Debakel ändern.

[tweet url="//twitter.com/dallasmavs"]

Spurs jetzt gegen Portland

So ging Dallas bereits mit einem Rückstand von 68:94 ins Schlussviertel, in dem die Mavs nicht mehr entscheidend verkürzen konnten.

Spurs-Coach Gregg Popovich lobte hinterher zunächst die Arbeit seines Kollegen Carlisle: "Rick und Coaches haben einen sensationellen Job gemacht. Die Mavs haben mein Team und mich viele Nächte gekostet - seine Spieler waren großartig."

Letztlich ging das Duell Erster gegen Achter seinen gewohnten Gang - seit die NBA 1984 die Playoffs auf 16 Teams erweiterte, gelang es erst fünf achtplatzierten Mannschaften, den Favoriten auszuschalten.

San Antonio trifft nun im Conference-Halbfinale auf die Portland Trail Blazers, die ihrerseits die Houston Rockets mit 4-2 in die Sommerpause schickten. Das erste Duell Spurs gegen Trail Blazers gibt es in der Nacht auf Mittwoch.

Weiterlesen