Die Dallas Mavericks können in San Antonio die große Playoff-Überraschung schaffen. Für Nowitzki ist die Konstellation perfekt.

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Von Denis de Haas

München - Das Mavericks-Fieber erfasste am Samstag auch London. Dort twitterte Lukas Podolski seine Freude heraus.

Der Fußballer des FC Arsenal gratulierte den Dallas Mavericks zum Sieg über die San Antonio Spurs in Spiel sechs. Dieser grandiose 113:111-Erfolg (Bericht: Ellis besorgt den Showdown) hatte den Nationalspieler beeindruckt ( 878128 DIASHOW: Die Bilder der 1. Playoff-Runde ).

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Es ist gut möglich, dass Podolski noch weitere Glückwunsch-Tweets über die Mavericks verfassen kann. Dafür muss sein bevorzugtes Team am Sonntag Spiel sieben (ab 21.15 Uhr im LIVE-TICKER) gewinnen.

Zwar ist Dallas im texanischen Erstrundenduell klarer Außenseiter. Doch die Mavericks haben Dirk Nowitzki in ihren Reihen - und der ist ein echter Spezialist für Playoffs-Krimis (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Viermal in seiner Karriere musste der NBA-Superstar mit den Mavericks in ein siebtes Spiel, viermal ging er als Sieger vom Feld.

Erfolge gegen Trail Blazers und Kings

2003 ging es für Dallas gegen die Portland Trail Blazers über die volle Distanz. Nowitzki sicherte seinem Team mit 31 Punkten das Weiterkommen.

Auch in der nächsten Runde benötigten die Mavericks sieben Spiele. Matchwinner gegen die Sacramento Kings war erneut der Würzburger, damals steuerte er 30 Punkte zum Erfolg bei.

Auch die Houston Rockets konnte die Nowitzkis Erfolgsserie in Showdowns nicht beenden. 2005 langten 14 Punkte und 14 Rebounds des Deutschen, um Yao Ming und Co. In die Schranken zu weisen.

Der bislang letzte Coup gelang dem Krimi-Spezialisten im Jahr 2006. Es war das Conference-Halbfinale gegen San Antonio, als Nowitzki zu Hochform auflief.

37 Punkte und 15 Rebounds waren einmal mehr ein Beweis für seine Nervenstärke. "Das war vielleicht die beste Serie meiner Karriere", sagt der 35-Jährige rückblickend.

Tim Duncan, Tony Parker und Manu Ginobili werden sich mit Grausen an den entscheidenden Abend zurückerinnern.

Die Routiniers bestimmen auch heute noch das Spiel der Spurs. Mit wertvollen Ergänzungen wie Tiago Splitter und Kawhi Leonard im Kader gehört das Team wieder zu den Titelfavoriten ( 877710 DIASHOW: Mavs vs. Spurs im Head-to-Head ).

So viele Waffen

"Die haben so viele Waffen, dass man gar nicht perfekt spielen kann", sagte Nowitzki nach dem Erfolg in Spiel sechs.

Doch auch die Mavericks sind wieder variabler. Nowitzki hat sich nach dem Fehlstart in die Serie verbessert und kommt nun auch auf einen Schnitt von 18,7 Punkten (SERVICE: Der SPORT1 Nowitzki-Watch).

Zuletzt stellte Monta Ellis den Deutschen aber in den Schatten. In Spiel sechs war der 28-Jährige mit 29 Punkten Matchwinner. "Monta war im ultimativen Angriffsmodus", lobte Nowitzki seinen Teamkollegen.

Blair mit geglückter Rückkehr

Mavs-Coach Rick Carlisle konnte sich zudem über eine geglückte Rückkehr freuen. DeJuan Blair - in Spiel fünf aufgrund einer Tätlichkeit gesperrt - war im sechsten Spiel ein entscheidender Faktor. Der Center überzeugte gegen seinen Ex-Klub mit Einsatzfreude und sammelte 14 Rebounds.

Dank der Leistungssteigerung ihrer Schlüsselspieler dürfen die Mavericks-Fans von der großen Überraschung träumen.

Vor der Serie hatten viele Experten höchstens einen Sieg des Außenseiters erwartet. Zu stark schienen die Spurs zu sein, der mit der besten Bilanz aller Teams in die Playoffs gingen.

Der Druck liegt also bei San Antonio, was ein Vorteil für die Gäste sein könnte. Landet Nowitzki den nächsten Spiel-Sieben-Coup, könnte Podolski bald über Mavericks-Spiele gegen die Portland Trail Blazers. Das Team aus Oregon erwartet den Sieger im Conference-Halbfinale.

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