Paul George (l.) und Roy Hibbert stehen in Runde 2 © getty

Paul George führt die Indiana Pacers mit einer Bestleistung in die nächste Runde. Für die Hawks setzt sich eine Pleitenserie fort.

Von Denis de Haas

München - Dennis Schröder musste doppelt leiden. Der deutsche Nationalspieler kam bei den Atlanta Hawks mal wieder nicht zum Einsatz.

Und von der Bank aus musste er auch noch mitansehen, wie sich seine Teamkollegen durch eine indiskutable Trefferquote von 30,4 Prozent im Duell mit den Indiana Pacers aus den Playoffs verabschiedeten.

Da die Stars der Pacers dagegen einen guten Tag erwischten, setzte sich der Favorit in der engen Serie am Ende doch durch.

Das topgesetzte Team der Eastern Conference schlug Schröders Hawks mit 92:80 (47:36) und entschied die Auftaktserie mit 4:3 zu seinen Gunsten. Nun trifft Indiana in der nächsten Runde auf die Washington Wizards.

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Lange hatte es nach einem frühes Aus für den Favoriten ausgesehen. Die Pacers kamen in den vorhergehenden Duellen nicht in Tritt. Das Team hatte in der Serie mit 1:2 und 2:3 zurückgelegen. Doch als es darauf ankam, waren die Stars zur Stelle (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Bestleistung in den Playoffs

Vor allem Paul George zeigte in Spiel sieben eine Leistungsexplosion. Der Allstar kam auf 30 Punkte und stellte damit eine neue persönliche Bestmarke für eine Playoff-Partie auf.

George hatte beim Gegner müde Beine erkannt und dann zugeschlagen. "Irgendwann mussten sie nachlassen. Wir haben die Hawks in dieser Serie sehr in die Mangel genommen und dadurch ermüdet", erklärte der Pacers-Spieler, der am Tag zuvor seinen 24. Geburtstag gefeiert hatte ( 879450 DIASHOW: Die Bilder der 1. Playoff-Runde ).

Frank Vogel wusste, dass er sich im entscheidenden Moment auf seinen Topscorer verlassen konnte. "Er blüht in solchen Duellen auf. Je mehr auf dem Spiel steht, desto besser wird er", sagte der Pacers-Coach.

Hibbert steigert sich

Vogel konnte sich zudem freuen, dass Roy Hibbert sein Tief offenbar überwunden hat. Beim Center standen in den Spielen fünf und sechs noch jeweils null Punkte auf der Anzeigetafel.

Nun konnte sich Hibbert wieder deutlich steigern. Der Jamaikaner kam auf 13 Punkte und holte darüber hinaus sieben Rebounds.

Dafür erwischte diesmal sein Kontrahent unter dem Korb einen schwarzen Tag. Hawks-Center Pero Antic verabschiedete sich mit einer Null-Punkte-Vorstellung aus den Playoffs.

Die größte Gegenwehr der Gäste leistete noch Kyle Korver. Der gefürchtete Distanzschütze kam auf 19 Punkte, doch das alleine konnte Atlanta nicht helfen.

Somit setzt sich eine bittere Serie für die Hawks fort: Es war die neunte Niederlage im neunten Entscheidungsspiel hintereinander.

Lob von Budenholzer

Mike Budenholzer wollte mit seiner Mannschaft aber nicht hart ins Gericht gehen. "Natürlich ist es eine bittere Niederlage. Aber wir können auf die Art und Weise, in der sich das Team in dieser Serie präsentiert hat und wie es gekämpft hat, stolz sein", sagte der Hawks-Coach.

Die Pacers vermieden derweil einen Eintrag in die NBA-Geschichtsbücher. Seitdem die Playoffs mit 16 Teams gespielt werden, schieden erst fünf topgesetzte Mannschaften zum Auftakt aus.

Das Team aus Indianapolis tat alles, um nicht die Nummer sechs in diesem Kreis zu werden. Als Belohnung für die Steigerung gibt es nun die Duelle mit den Wizards.

Ausgeruhte Wizards

Das Team aus der Hauptstadt geht ausgeruhter in die nächste Runde, die am Montag in Indiana beginnt (LIVESCORES). Washington brauchte gegen die Chicago Bulls schließlich nur fünf Spiele zum Weiterkommen.

Doch George hat vor dem nächsten Gegner keine Angst. "Wir sind bereit für die nächste Herausforderung", sagte der Pacers-Star.

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