Die Portland Trail Blazers beenden gegen Houston eine 14 Jahre lange Durststrecke. Lillard und Aldridge schüren Titelhoffnungen.

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Von Denis de Haas

München - Portland steht Kopf. Die Trail Blazers haben die Sehnsüchte ihrer Fans befriedigt und nach 14 Jahren Pause wieder die 2. Runde der NBA-Playoffs erreicht.

Und die Art, wie sie die Serie gegen die Houston Rockets entschieden haben, gibt Anlass von höheren Zielen zu träumen. Der 99:98 (56:58)-Erfolg im sechsten Spiel war einer für die Geschichtsbücher (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Damian Lillard brachte mit einem Wahnsinnswurf die Fans zum Ausflippen ( 878128 DIASHOW: Die Bilder der 1. Playoff-Runde ).

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Der beste Rookie der Vorsaison bekam 0,9 Sekunden vor der Schlusssirene den Ball und erzielte unter Bedrängnis den Dreier. "Das war der größte Wurf meines Lebens", sagte der Matchwinner hinterher.

Die Halle rastete nach Lillards Volltreffer aus, denn so eine Aktion hatten die Portland-Fans schon lange nicht mehr gesehen.

Auf Stocktons Spuren

Auch in der NBA ist so ein Wahnsinns-Finish eine Seltenheit. Der letzte Spieler, der eine Playoff-Serie per Buzzerbeater entschied, war ein gewisser John Stockton. Die Legende der Utah Jazz schaffte dieses Kunststück im Jahr 1997 ? damals war Lillard gerade einmal sechs Jahre alt.

Als die Trail Blazers zum bislang letzten Mal den Titel im Westen holten, trug der Hoffnungsträger vermutlich noch Windeln. Es war 1992, als die Mannschaft aus Oregon in den Finals den Chicago Bulls um Michael Jordan unterlag.

Doch nun könnten die Blazers wieder an die Erfolge von Klublegende Clyde Drexler und Co. anknüpfen. Die Saison schloss Terry Stotts Truppe zwar nur auf Platz fünf ab. Doch nun stehen sie als erste Mannschaft in Runde zwei.

Warten auf den Gegner

Die anderen Duelle gehen ins siebte Spiel. Die San Antonio Spurs und die Dallas Mavericks gehen ebenfalls über die volle Distanz, der Sieger trifft auf Portland.

Die Trail Blazers können ihren kommenden Gegner noch mal beobachten. Egal, wer nun kommt. Das Team ist gewappnet. Daran hat Lillard einen großen Anteil, aber auch LaMarcus Aldridge.

Der Forward erzielte in der Serie im Schnitt 29,8 Punkte und entschied das Gigantenduell mit Dwight Howard für sich.

Lob von Howard

Houstons Center stemmte sich lange gegen die Niederlage. Seine 26 Punkte konnten das Aus im Spiel sechs aber ebenso wenig verhindern wie James Hardens Topleistung mit 34 Zählern.

"Das tut weh", sagte Howard nach dem Last-Second-Schock. Er gratulierte seinem Freund Lillard zu dessen Wahnsinnswurf und räumte den Trail Blazers Titelchancen ein.

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