LeBron James führt die Miami Heat an seinem 29. Geburtstag zum Sieg © getty

Der MVP führt Miami beim Comeback zum Sieg. Portland verliert erneut in letzter Sekunde, die Wizards werfen sich fürs Duell mit Nowitzki warm.

Von Jonas Nohe

München - Angeführt von Rückkehrer und Geburtstagskind LeBron James haben die Miami Heat mit dem 97:94 bei den Denver Nuggets den achten Sieg in den vergangenen neun Spielen gefeiert.

"King James" zeigte sich nach der Zwangspause im Spitzenspiel bei den Portland Trail Blazers von seinen Leistenbeschwerden gut erholt und legte an seinem 29. Geburtstag mit 26 Punkten und zehn Assists ein Double-Double auf (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Neue Sorgen um Wade

Vor dem Heimspiel gegen die Golden State Warriors in der Nacht auf Freitag bereitet den Heat nun aber ein anderer Superstar Sorgen.

Dwyane Wade, der nach langwierigen Knieproblemen in der Vorsaison in dieser Spielzeit des Öfteren geschont wird, musste das Feld nach einem Zusammenprall mit Jordan Hamilton Sekunden nach der Halbzeit mit Rückenproblemen verlassen.

"Birdman" Chris Andersen fehlte in Denver ohnehin zum dritten Mal in Folge wegen Rückenbeschwerden.

Nuggets nicht cool genug

Die Nuggets konnten letztlich aber weder daraus, noch aus einer 55:46-Führung nach dem zweiten Viertel Kapital schlagen.

Angeführt von Ty Lawsons 26 Zählern hielt Denver das Spiel zwar bis zum Ende offen, ließ aber in den entscheidenden Momenten die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen (SERVICE: Die Tagesbesten der NBA).

Lawson verpasste Sekunden vor dem Ende mit einem Dreier den Ausgleich, die Gastgeber kamen aber noch einmal in Ballbesitz. J.J. Hickson schaffte es von der Grundlinie aus allerdings nicht, den Ball innerhalb von fünf Sekunden ins Feld zu bringen.

Beasley trifft wichtigen Dreier

Wie man es besser macht, zeigte eine halbe Minute vor dem Ende Michael Beasley mit seinem Dreier zum 96:92 für die Heat.

"Das war ein enorm wichtiger Wurf", lobte James, der den Assist gegeben hatte: "Das war großartig für sein Selbstvertrauen. Ich musste da nicht lange nachdenken, ich vertraue meinen Teamkollegen."

James gibt sich unbeeindruckt

Dass er ausgerechnet an seinem Geburtstag mit einem Sieg ins Geschehen zurückkehrte, ließ den MVP dagegen kalt.

"Nein, das ist nichts Besonderes", erklärte der Mann des Tages: "Es ist etwas Besonderes, mit meinen Teamkollegen raus zu gehen, wieder gut in Form zu sein und ihnen dabei zu helfen, ein Auswärtsspiel zu gewinnen."

Mit 24 Siegen und sieben Niederlagen bleibt Miami den Indiana Pacers an der Spitze der Eastern Conference auf den Fersen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Für die Nuggets (14:16) geraten die Playoff-Plätze als Elfter im Westen dagegen langsam außer Sichtweite.

SPORT1 fasst weitere NBA-Spiele der Nacht zusammen:

New Orleans Pelicans - Portland Trail Blazers 110:108

Die Portland Trail Blazers haben nach der bitteren Last-Second-Niederlage gegen die Miami Heat den nächsten Rückschlag und zum ersten Mal in dieser Saison zwei Niederlagen in Folge kassiert.

Bei den New Orleans Pelicans versenkte Tyreke Evans 1,2 Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Wurf zum 110:108 für die Gastgeber.

Die weiteren Sieggaranten der Pelicans waren Jrue Holiday (31 Punkte, 13 Assists) und Anthony Davis (27 Punkte, zwölf Rebounds), die jeweils ein Double-Double auflegten (BERICHT: Davis: "Ich will in Jordans Sphären").

"Wir waren in diesem Spiel einfach nicht in der Lage, unsere beste Leistung abzurufen", sagte Portlands bester Werfer Damian Lillard (29 Punkte) enttäuscht: "Wir müssen aus diesem Spiel lernen und mit der Erfahrung daraus das nächste wieder gewinnen."

Los Angeles Clippers - Phoenix Suns 88:107

Die Los Angeles Clippers sind beim 88:107 gegen die Phoenix Suns im heimischen Staples Center gehörig unter die Räder gekommen.

Vor allem ihre 20 Turnover, die die Suns gekonnt zu 20 einfachen Punkten nutzten, brachen den Clippers letztlich das Genick.

Phoenix-Coach Jeff Hornacek konnte es sich sogar leisten, seinen an diesem Abend besten Werfer Goran Dragic nach 26 Punkten in den ersten drei Vierteln im Schlussabschnitt zu schonen.

Auch für Clippers-Kollege Doc Rivers war das Spiel beim Stand von 59:88 vor dem letzten Viertel schon entschieden und so verzichtete im Hinblick auf die kommenden Aufgaben für den Rest des Spiels auf seine Superstars Chris Paul und Blake Griffin.

"An einem Abend wie diesem, wenn unsere Offensive nicht funktioniert, müssen wir uns auf unsere Defensive verlassen können. Heute konnten wir das nicht", moserte ein enttäuschter Paul: "Zum Glück zählt das nur als eine Niederlage."

Detroit Pistons - Washington Wizards 99:106

Die Washington Wizards haben sich mit einem 106:99-Sieg bei den Detroit Pistons für das Duell mit Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks in der Nacht auf Donnerstag warm geworfen.

Bester Werfer der Wizards war John Wall mit 29 Punkten, Trevor Ariza steuerte mit 15 Punkten und elf Rebounds ein Double-Double bei.

Dieses Kunststück gelang auch Detroits Greg Monroe (22 Punkte, zehn Rebounds) und Andre Drummond (16 Punkte, 16 Rebounds), die gesamte Starting Five der Pistons punktete zweistellig.

"Wir wissen, wo wir hin wollen", erklärte Washingtons Martell Webster: "An diesem Punkt des Jahres wird es Zeit, dass wir ins Rollen kommen."

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