Die gehandicapten Heat ziehen in Sacramento den Kürzeren. James überholt zwei Legenden, verletzt sich aber ebenfalls. Zwei Serien reißen.

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Von Jonas Nohe

München/Sacramento - Der von Verletzungen gebeutelte NBA-Meister Miami Heat hat bei den Sacramento Kings eine überraschende 103:108 (89:89, 55:45)-Auswärtspleite nach Verlängerung kassiert.

Ohne Ray Allen (Knieverletzung), Chris Anderson (Rückenbeschwerden) und Dwyane Wade (Knieprobleme), der nach seiner von Verletzungen geprägten Vorsaison mal wieder eine Verschnaufpause erhielt, war Superstar LeBron James zu sehr auf sich alleine gestellt (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

James fraglich fürs Topspiel

Zu allem Überfluss verletzte sich "King James" im Laufe des Spiels ebenfalls und droht mit Leistenproblemen und einer Knöchelverletzung für das Topspiel bei den Portland Trail Blazers am Samstagabend auszufallen.

"Es fühlt sich im Moment nicht allzu gut an", sagte James unmittelbar nach dem Spiel in Sacramento, wo er trotz des Handicaps starke 33 Punkte, acht Rebounds und acht Assists auflegte.

Mit jetzt 21.819 Karrierepunkten zog er in der ewigen NBA-Scorerliste an den Legenden Larry Bird (21.791) and Gary Payton (21.813) vorbei und rangiert nun auf Platz 29 ( 193041 DIASHOW: Die 20 besten Scorer der NBA-Geschichte ).

Zwei Heat-Serien beendet

Ohne den Superstar stünden die Karten der Heat für das Duell mit dem besten Team der Liga wohl eher schlecht. Wade soll nach seiner Verschnaufpause zwar zurückkehren, in Sacramento lieferten außer James aber allenfalls Chris Bosh (18 Punkte, sieben Rebounds) und Mario Chalmers (elf Punkte, zehn Assists) ordentliche Zahlen ab.

So war es letztlich nicht verwunderlich, dass die Heat nach 19 Regular-Season-Siegen in Folge gegen Teams aus der Western Conference erstmals wieder eine Niederlage kassierten. Zudem war es Miamis erste Pleite nach zuletzt sechs Erfolgen in Serie.

Noch in der Vorwoche hatte Sacramento in Miami eine krachende 103:122-Pleite kassiert. Davon ließen sich die Kings am Freitagabend aber ebenso wenig beeindrucken, wie von einem frühen 17-Punkte-Rückstand.

Kings reagieren auf Kritik

"Ich denke, unsere Jungs haben die Herausforderung angenommen", lobte ein hochzufriedener Michael Malone. Noch am Montag hatte der Coach seine Spieler nach einem 100:113 gegen die New Orleans Pelicans öffentlich kritisiert und die Mentalität des Teams in Frage gestellt.

"Das Beste ist, dass wir eine Antwort gegeben haben", sagte daher auch Rudy Gay, der mit 26 Zählern überzeugte. Noch besser punktete bei den Kings lediglich DeMarcus Cousins, der sich neben seinen 27 Punkten auch noch 17 Rebounds pflückte.

Point Guard Isaiah Thomas steuerte mit 22 Punkten und elf Assists ebenfalls ein Double-Double bei und brachte mit vier Treffern von der Freiwurflinie den Sieg in der Schlussphase der Overtime unter Dach und Fach.

Mit jetzt neun Siegen bei schon 19 Niederlagen stehen die Kings aber weiterhin im Keller der Western Conference (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Miamis Auswärtstrip geht weiter

Die Heat verpassten es derweil, an der Spitze der Eastern Conference zu den Indiana Pacers aufzuschließen. Mit dem Spiel in Portland am Samstag und der Partie bei den Denver Nuggets zwei Tage später warten vor dem Jahreswechsel noch zwei schwere Auswärtsaufgaben auf den Meister.

"Vier Spiele an der Westküste und sie werden mit jedem Mal schwerer und schwerer", äußerte sich auch der geschonte Wade skeptisch im Hinblick auf die kommenden Tage. Gerade das Duell mit dem Überraschungsteam aus Portland sei aber ein "großartiger Test" für Miami.

"Du wirst im Laufe einer Saison beeindruckende Abende haben, wo alles rund läuft. Aber manchmal tut es das eben nicht und dann musst du einen Weg finden", erklärte Wade und fügte voller Selbstvertrauen hinzu: "Das ist es, was unser Team so stark macht - immer einen Weg zu finden."

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