Die Bilder der 9. NBA-Woche... © getty

Golden States Thompson schockt Chris Paul mit einem Block, Griffin kassiert und fliegt vom Feld. Superman Howard trägt Houston.

Von Florian Pertsch

München - Die Golden State Warriors haben die fünf Spiele dauernde Siegesserie der Los Angeles Clippers jäh mit 105:103 (52:51) beendet und dem Tabellenführer der Pacific Division eine saftige Lektion erteilt.

Vor allem Superstar Chris Paul, mit 26 Punkten und elf Assists bester Clippers-Spieler, wird sich an dieses Spiel wohl noch etwas länger erinnern (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Zunächst verpasste CP3 11,3 Sekunden vor dem Ende mit einem Korbleger den Ausgleich, hatte dank Andre Iguodalas nicht verwandelten Freiwürfen eine Sekunde vor Schluss aber erneut die Möglichkeit, das Spiel in die Overtime zu zwingen.

Thompson rupft CP3

Diesmal war Golden States Klay Thompson (23 Punkte) zur Stelle und hämmerte den Korbleger Pauls per Block in die Zuschauerränge (SERVICE: Die Tagesbesten der NBA).

Es war der Schlusspunkt einer ruppigen Partie, die Warriors-Coach Mark Jackson wohl auch aufgrund des Resultats amüsierte.

"Wir mögen sie einfach. Fröhliche Weihnachten", scherzte Jackson hinterher: "Das war einfach guter alter physischer Basketball zweier Teams, die sich etwas vorgenommen haben. Ich würde es nicht zu hoch hängen."

Griffin fliegt vom Feld

Im dritten Viertel wurde zunächst Warrior Draymond Green nach einem Flagrant Foul 2 (Ellenbogenschlag) gegen Blake Griffin (20 Punkte, 14 Rebounds) vom Feld geworfen.

Kurz darauf musste dann Griffin selbst im Schlussviertel früher zum Duschen.

Nach einem Handgemenge mit Golden States Center Andrew Bogut (10 Punkte, 14 Rebounds) kassierte er sein zweites technisches Foul, Bogut wurde mit einem unsportlichen Foul verwarnt.

"Das ist Angsthasen-Basketball"

"Schaut euch die Aufnahmen an. Ich habe nichts gemacht und fliege vom Platz. Die Referees sind komplett darauf reingefallen", regte sich Griffin auf: "Das ist Angsthasen-Basketball, keine Ahnung, was sie damit bezwecken wollten. Aber es hat funktioniert."

Zusammen mit Thompson sorgte Power Forward David Lee für die beste Punkteausbeute (23), zusätzlich schnappte sich der Big Man noch 13 Rebounds ( 825020 DIASHOW: Die Bilder der 9. NBA-Woche ).

Bei Los Angeles kam Center DeAndre Jordan ebenfalls auf ein Double-Double (13/13).

Bogut legt sich mit Paul an

Clippers-Headcoach Doc Rivers hielt sich deutlichen Anschuldigungen in Richtung Golden State zurück, wollte aber nicht komplett schweigen

"Ob es Absicht war, kann ich nicht sagen, aber es hat sehr danach ausgesehen", meckerte der Ex-Celtics-Trainer: "Das lief wohl unter dem Motto. Wir machen alles, um zu gewinnen."

Bogut geriet nach dem Spiel sogar noch mit Paul aneinander, einige Teamkollegen stiegen in die Schubserei mit ein und mussten letztlich vom Sicherheitspersonal getrennt werden.

SPORT1 fasst weitere NBA-Spiele der Nacht zusammen:

San Antonio Spurs - Houston Rockets 98:111

Die Houston Rockets konnten sich im texanischen Derby gegen die San Antonio Spurs ebenfalls auf ihren Star unter den Körben verlassen.

Dwight Howard brachte es auf 15 Zähler und 20 Rebounds und hatte maßgeblichen Anteil am 111:98 (60:51)-Erfolg (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Unterstützt wurde "Superman" von James Harden, der mit 28 Punkten Houstons Topscorer war. Harden drehte vor allem im Schlussviertel auf und lieferte in den letzten zwölf Minuten 16 Zähler ab.

Teamkollege Chandler Parsons (21 Punkte) schwärmte von seinen Rockets: "Wir können richtig gut sein, machen jeden Tag Fortschritte. Wenn wir so gut verteidigen und unseren Fastbreak konsequent laufen, dann sind wir verdammt schwer zu schlagen."

Popovich platzt der Kragen

Spurs-Coach Gregg Popovich fand deutliche Worte für die Leistung seiner Spurs.

"Das war eine peinliche Niederlage. Niemand erwartet, dass wir jeden Abend großartig spielen, aber der mangelnde Einsatz und die fehlende Disziplin sind nicht akzeptabel. Sie haben uns mächtig den Hintern versohlt", schimpfte "Pop".

Bei San Antonio sorgte Bankspieler Manu Ginobili mit 22 Punkten für die beste Ausbeute.

Außer dem Argentinier legten nur Tim Duncan (11) und Kawhi Leonard (13) zweistellige Zahlen auf.

Aufbauspieler Tony Parker sah die Lage etwas pragmatischer: "Abhaken und ans nächste Spiel denken. So läuft die NBA."

New York Knicks - Oklahoma City Thunder 94:123

Für die New Yorker Teams gab es am ersten Weihnachtsfeiertag vor eigenem Publikum erneut nichts zu holen.

Die Knickerbockers wurden im heimischen Madison Square Garden ohne Superstar Carmelo Anthony von den Oklahoma City Thunder mit 94:123 (46:60) vorgeführt, Brooklyn erging es gegen die Bulls nicht viel besser.

Ohne Gegenspieler Melo, der mit einem verstauchten Knöchel ausfiel, hatte OKC-Star Kevin Durant leichtes Spiel und lieferte gegen New York 29 Punkte ab.

Westbrook ist nicht zu stoppen

Thunder-Kollege Russell Westbrook nutzte die Probleme der Knicks auf der Aufbauposition ebenfalls klar aus und brachte es mit 14 Punkten, 13 Rebounds und zehn Assists auf ein Triple-Double.

Die Fans im MSG buhten ihre Knicks gnadenlos aus, Center Tyson Chandler fand sogar Verständnis für die Reaktion: "Ich kann die Zuschauer verstehen, sie wollten ihr Team gewinnen sehen. Ich bin wahrscheinlich mehr enttäuscht, als unsere Fans."

Topscorer der Knicks war Amar'e Stoudemire mit 22 Zählern.

Brooklyn Nets - Chicago Bulls 78:95

Ähnlich mies präsentierten sich die Nets jenseits des East River. Ohne Center Brooke Lopez setzte es gegen die Bulls eine 78:95 (38:41)-Klatsche.

Rookie-Trainer Jason Kidd verlor anschließend die Beherrschung. "Am Ende das Tages kann der Trainer sein Team nur für fehlenden Einsatz verantwortlich machen. Würfen finden nicht ihr Ziel, so ist es eben im Basketball, aber wenn meine Jungs keinen Einsatz zeigen, landen sie auf der Bank."

In der Nets-Kabine platzte anschließend auch Kevin Garnett der Kragen und Superstar Deron Williams fasste die Lage so zusammen: "Diese Saison ist ein absoluter Albtraum. Es passt einfach alles zusammen. Die Verletzungen, der Umgang und der mangelnde Einsatz."

Chicago verpasste den Nets im dritten Viertel eine 36:20-Abreibung und zog uneinholbar davon. Bulls-Topscorer war Taj Gibson mit 20 Zählern, bei den Nets sorgte "D-Will" mit 18 Zählern für die beste Ausbeute.

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