James schraubte sein Weihnachtspunkte-Konto auf 207 Zähler © getty

Miami muss sich in L.A. mit hartnäckigen Lakers herum- schlagen. James und Wade übernehmen das Kommando. Die Ärmeltrikots nerven.

Von Florian Pertsch

München/Los Angeles - Der NBA -Champion Miami Heat ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat das Christmas-Day-Spiel gegen die Los Angeles Lakers mit 101:95 (51:46) gewonnen.

Ohne den verletzten Superstar Kobe Brant zogen sich die Lakers lange Zeit gut aus der Affäre und lagen bis eine Minute vor dem Ende nur mit vier Punkten (92:96) zurück.

Die befürchtete Klatsche blieb aus und so mussten Miamis Stars in Person von LeBron James und Dwyane Wade das Kommando übernehmen (die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

James vermisst die "Black Mamba"

"Die NBA wollte ein umkämpftes Duell und das haben wir meiner Meinung nach auch bekommen", zollte "King James" der kämpferischen Leistung der ramponierten Lakers-Truppe Respekt,

Einen kleinen Kritikpunkt gab es aber dennoch: "Ohne Kobe ist so ein Weihnachts-Duell nicht das gleiche."

James (19 Punkte) verwandelte drei seiner vier Freiwürfe, legte "D-Wade" seine Punkte 22 und 23 auf und entschied das Spiel letztlich für Miami (VOTING: Wählen Sie Dirk Nowitzki ins All-Star Game).

Bosh ackert sich zum Double-Double

Zusätzlich holte sich Wade noch sechs Rebounds und gab sieben Assists.

Chris Bosh lieferte ebenfalls eine starke Leistung ab und brachte es auf 23 Punkte und elf Rebounds ( 825020 DIASHOW: Die Bilder der 9. NBA-Woche ).

"Ich wollte gegen Los Angeles noch mehr zum Korb gehen. Wir haben sie diesmal mit unserer Offensive in die Knie gezwungen", erklärte Bosh, der mit Miami in dieser Saison alle sieben Spiele gegen Teams aus der Western Conference gewinnen konnte.

Farmar gibt sein Comeback

Bei den Lakers überzeugte Bankspieler Nick Young mit 20 Punkten sowie Pau Gasol mit 13 Zählern und 13 Rebounds.

Jodie Meeks kam auf 17 Punkte, Chris Kaman wurde von Lakers-Coach Mike D'Antoni nicht eingesetzt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Jordan Farmar feierte sein Comeback im Lakers-Team, doch der nach einem Muskelfaserriss wiedergenesene und aktuell einzig fitte Aufbauspieler hat noch einen weiten Weg zur Normalform.

D'Antoni mit Lakers zufrieden

"Seit ich zurück bin, habe ich noch kein einziges Mal Fünf gegen Fünf gespielt. Es war quasi mein erstes Basketballspiel seit langer Zeit", rechtfertigte sich Farmar für seine drei Punkte und zwei Assists in 32 Minuten Einsatzzeit: "Immerhin hat der Oberschenkel gehalten und das ist ja schon mal ein Fortschritt."

Lakers-Coach D'Antoni, der nach dem Debakel gegen Phoenix die Beherrschung verloren hatte, schlug nach der Niederlage sanfte Töne an.

"Wir haben offensiv so gespielt, wie ich mir das vorgestellt habe", zeigte sich der 62-Jährige zufrieden, merket aber an: "Unter dem Korb hätten wir uns noch etwas mehr anstrengen können. Das ist im Nachhinein ärgerlich, aber der Einsatz war insgesamt in Ordnung."

Bryant kann Rekord nicht ausbauen

Die "Black Mamba" musste vom Spielfeldrand zusehen und verpasste es, den Rekord von 15 Spielen am 25. Dezember auszubauen (Bericht: Bryant-Beben - Der Preis für 17 Jahre Knochenjob).

Trotz des erneuten Rückschlags durch einen Bruch des Schienbeinköpfchens wollte Bryant den Kopf nicht hängen lassen.

"Ich fühle mich mehr denn je und noch viel stärker mit dem Team verbunden", erklärte der beste Scorer (383 Punkte) in der Geschichte des Christmas-Day-Games: "Ich schulde es meinen Teamkollegen und dem Klub, so schnelle wie möglich zurück zu kommen."

Botschaft für alle Kritiker

Für alle Zweifler und Kritiker hatte er auch noch eine Botschaft: "Es ist immer das gleiche Lied, jetzt wird es halt etwas lauter gesungen. Mir hilft das nur, mich noch mehr auf meinen Job zu konzentrieren."

Beide Teams liefen mit speziellen Weihnachts-Trikots auf, die mit den kurzen Ärmeln und dem eng anliegenden Schnitt etwas seltsam aussahen.

"Immer wenn ich geworfen habe, hat es ein wenig gezupft und gezerrt", erklärte James die ausgefallenen Sondertrikots für nicht hundert Prozent tauglich.

Auch Dirk Nowitzki konnte sich mit den Trikots nicht anfreunden und twitterte:

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Meister Miami bleibt durch den 22. Saisonsieg (6 Niederlagen) Ost-Spitzenreiter Indiana Pacers (23-5) dicht auf den Fersen, L.A. kämpft als Zwölfter der Western Conference um Anschluss ans Mittelfeld.

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