LeBron James (l.) winkt in dieser Saison der Hattrick als MVP und NBA-Champion © getty

Der überragende MVP rettet Meister Miami den nächsten Heimsieg. Schröder bleibt Zuschauer. Die Knicks verlieren Melo Anthony.

Von Eric Böhm

München - Die Atlanta Hawks haben LeBron James alles abverlangt.

Ohne den nicht eingesetzten Rookie Dennis Schröder lieferten sie den Miami Heat beim dramatischen 119:121 (111:111, 54:50) nach Verlängerung einen großen Kampf (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

MVP James musste mit 38 Punkten und acht Rebounds sein ganzes Können aufbieten. "Wir haben es ja auch in den letzten Finals erlebt. Es ist immer alles möglich, also kämpfen wir bis zum Schluss", jubelte James (SERVICE: Die Tagesbesten der NBA).

Fragwürdiger Pfiff hilft Miami

90 Sekunden vor Ende des vierten Abschnitts führte Atlanta noch mit sieben, ehe der "King" mit zwei Dreiern und einem Dunking die Wende brachte.

Ein leicht fragwürdiges Foul an Ray Allen während eines Dreiers bei drei Zählern Vorsprung erzürnte die Hawks.

Der Routinier sicherte Miami mit drei Freiwürfen die Verlängerung. "Dazu sage ich nichts", biss sich Allens Gegenspieler DeMarre Carroll auf die Zunge.

Bosh muss kurz raus

In Spiel 6 der NBA-Endspiele im Sommer hatten die Heat in knapp 30 Sekunden noch einen Rückstand von fünf Zählern wettgemacht. Hawks-Coach Mike Budenholzer war damals noch auf Seiten der San Antonio Spurs dabei.

In der Overtime erzielten die Heat dann die letzten fünf Punkte - drei von Chris "Birdman" Andersen - und feierten doch noch ihren 14. Heimsieg im 16. Spiel ( 825020 DIASHOW: Die Bilder der 9. NBA-Woche ).

"Sie sind ein fantastisches Offensiv-Team. Heute hat man gesehen warum. Wir können froh sein, dass wir es noch umgebogen haben", sagte Chris Bosh, der wegen einer blutenden Lippe nach Ellbogeneinsatz von Paul Millsap kurz pausieren musste.

Duo bleibt Pacers-Verfolger

Spielmacher Jeff Teague (26 Punkte) war Atlantas bester Schütze. Millsap (25) versenkte gleich sieben Dreier, aber es reichte nicht ganz.

"Trotzdem haben wir einige sehr gute Dinge gemacht", meinte der Neuzugang von den Utah Jazz. Scharfschütze Kyle Korver baute sein Rekord für Spiele mit mindestens einem Dreier auf 97 aus.

Die Heat (21 Siege - 6 Niederlagen) bleiben in der Eastern Conference Zweiter, direkt dahinter folgt Atlanta (15:13) als letztes Team mit einer positiven Bilanz (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

SPORT1 fasst weitere NBA-Spiele der Nacht zusammen:

Orlando Magic - New York Knicks 98:103

Die New York Knicks haben den 103:98 (65:41)-Erfolg bei den Orlando Magic möglicherweise teuer bezahlt.

Denn Superstar Carmelo Anthony (19 Punkte) zog sich eine Knöchelverletzung zu, ob er pausieren muss, ist fraglich. "Ich bin wegen Melo besorgt, aber auch wegen Ray", sagte J.R. Smith (18 Zähler, 10 Rebounds).

Point Guard Raymond Felton musste nämlich sein Comeback nach Oberschenkelproblemen wegen einer Leistenverletzung abbrechen. Fast hätte New York noch einen 25-Punkte-Vorsprung verspielt. Arron Afflalo markierte für Orlando 26 Zähler.

Brooklyn Nets - Indiana Pacers 86:103

Die Indiana Pacers brachten den Brooklyn Nets eine weitere bittere Pleite bei. Am Ende hieß es 103:86 (45:39) für den Tabellenführer der Eastern Conference.

Jungstar Paul George und Lance Stephenson waren mit jeweils 26 Punkten nicht zu stoppen. Stephenson stammt aus Brooklyn und feierte: "Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen und war richtig aufgedreht. Es ist toll, dass wir gewonnen haben."

Bei den Nets lief wenig zusammen. Joe Johnson (17 Zähler) war ihr bester Schütze. Paul Pierce flog für ein überhartes Foul raus und blieb erst zum zweiten Mal in seiner Karriere ohne Punkt.

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