Minnesota Topstar glänzt bei den Clippers mit 45 Punkten, kassiert aber eine Overtime-Pleite. Toronto schwärzt die Thunder-Weste.

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Von Eric Böhm

München - Die Los Angeles Clippers haben die Monster-Nacht des Kevin Love mit einem blauen Auge überstanden.

Trotz 45 Punkten und 19 Rebounds des All-Stars bezwangen sie dessen Minnesota Timberwolves mit 120:116 (106:106, 56:54) nach Verlängerung (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Wir haben es versaut. Ich kann es nicht anders ausdrücken. Wir haben uns den Sieg am Ende versaut", stöhnte K-Love.

"Siegen ist eine Gewohnheit"

Damit spielte der Forward auf die Endphase der regulären Spielzeit an. In dem Offensiv-Spektakel führte Minnesota 29 Sekunden vor Schluss noch 105:100.

Vergebene Freiwürfe und ein durch Chris Paul gestohlener Einwurf, der zu Jamal Crawfords Ausgleich per Dunking führte, frustrierten nicht nur Love ( 822349 DIASHOW: Die Bilder der 8. NBA-Woche ).

"Wir müssen lernen, solche Spiele nach Hause zu bringen. Siegen ist eine Gewohnheit, die wir noch nicht komplett verinnerlicht haben", meinte Nikola Pekovic.

Pekovic patzt

Der Center (Karrierebestleistung von 34 Punkten) hätte vor der Verlängerung zum Helden werden können, vergab aber zweimal unmittelbar vor dem Buzzer. Dann kamen die Clippers.

Neben dem starken Duo Blake Griffin (32 Zähler, 10 Rebounds) und Paul (19 Punkte, 13 Assists) steuerten auch Crawford mit 22 Zählern und Darren Collison Topleistungen bei.

Der ehemalige Teamkollege von Dirk Nowitzki bei den Dallas Mavericks markierte 18 Zähler.

Dudley schlägt zu

In der Verlängerung traf zunächst Jared Dudley einen Dreier für die Gastgeber zum 115:114 und Paul blieb danach von der Freiwurflinie eiskalt - zuvor hatte wieder Pekovic vergeben.

"CP3" führt den neuen Killerinstinkt der im Westen viertplatzierten Clippers (20 Siege - 9 Niederlagen) auf den neuen Trainer Coac Rivers zurück:

"Selbst im Training sagt uns Doc immer wieder, wir sollen bis zum Schluss Gas geben. Das beherzigen wir jetzt. Er hat uns eine neue Mentalität gegeben."

Love in edler Gesellschaft

Die Timberwolves sind noch nicht so weit, aber Loves Klasse ist ein Faustpfand für die Zukunft. In den vergangenen 40 Jahren gelang nur zwei Spielern ein ähnlicher Auftritt mit mindestens 45 Punkten, 19 Rebounds und sechs Assists (SERVICE: Die Tagesbesten der NBA).

Der letzte war Hakeem "The Dream" Olajuwon vor 17 Jahren. Der 70er-Legende Bob McAdoo glückte so ein Spiel sogar zweimal (1975, 1976).

SPORT1 fasst weitere NBA-Spiele der Nacht zusammen:

Oklahoma City Thunder - Toronto Raptors 98:104

Die Toronto Raptors schafften nach dem Sieg bei den Mavericks (Bericht) den nächsten Auswärtscoup. Die Kanadier brachten den Oklahoma City Thunder mit 104:98 (62:56) die erste Heimniederlage der Saison bei.

Guard Kyle Lowry (22 Punkte, 9 Assists, 4 Steals) ragte heraus und versenkte in den letzten Sekunden auch die entscheidenden Freiwürfe.

"Es ist eine der großen Mysterien. Auswärts sind wir ein ganz anderes Team", sagte Coach Dwane Casey. Während sein Team daheim nur vier von acht Spielen gewann, glückten auswärts in 13 Partien schon sieben Siege.

Thunder knicken ein

Bei den Thunder, deren Serie nach neun Erfolgen hintereinander endete, punkteten nur Kevin Durant (24) und Russell Westbrook (27) zweistellig, leisteten sich aber auch insgesamt elf Ballverluste.

"Niederlagen passieren in dieser Liga einfach. Sie haben uns verdient geschlagen. Am Ende haben wir einige Chancen nicht genutzt", bilanzierte Durant.

Das letzte Viertel entschieden die Raptors mit 29:14 für sich und gestatteten OKC in den letzten eineinhalb Minuten keinen Punkt mehr.

Indiana Pacers - Boston Celtics 106:79

Die Indiana Pacers bleiben das Maß der Dinge im Osten. Gegen die Boston Celtics fuhren sie einen lockeren 106:79 (52:37)-Sieg ein. Paul George war mit 24 Punkten bester Scorer. "Wir zermürben Teams mit unserem Einsatz", sagte Paul (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Dazu kommt der langzeitverletzte Danny Granger, der in seinem zweiten Einsatz nach langwierigen Wadenproblemen vier Dreier versenkte - in der vergangenen Saison hatte der frühere All-Star nur fünf Partien bestreiten können.

Lance Stephenson schaffte sein drittes Triple-Double der Saison (12 Zähler, 10 Rebounds, 10 Assists). "Sie sind so schon tough, mit Granger werden sie furchteinflößend", meinte Bostons Rookie-Trainer Brad Stevens, der erstmals seit seinem Wechsel von der Butler University nach Indianapolis zurückkehrte.

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