Serge Ibaka (M.) wurde mit Spanien 2011 in Litauen Europameister © getty

OKC verdirbt Parkers Comeback und siegt endlich bei den Spurs, aber nicht Durant überragt. "Superman" ersetzt Harden glanzvoll.

Von Eric Böhm

München - Die Oklahoma City Thunder haben im Gipfeltreffen der Western Conference Rang eins verteidigt.

Der NBA-Finalist von 2012 setzte sich bei den San Antonio Spurs mit 113:100 (61:50) durch und brachte den Texanern ihre dritte Heimniederlage bei (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Die Spurs ließen im zweiten Viertel 40 Zähler zu und verloren den Anschluss. Oklahoma City schaffte seinen neunten Sieg in Folge und bleibt das heißeste Team der Liga.

"Wir haben die beste Bilanz und ich glaube, wir sind das beste Team der Liga. Egal, wer was sagt, du musst es auf dem Court zeigen", jubelte Thunder-Guard Russell Westbrook.

Parker ist zurück

Diesmal war allerdings nicht Kevin Durant (17 Punkte) der Sieggarant, stattdessen trumpfte Westbrook auf und entschied das Duell mit Tony Parker dank 31 Zählern sowie acht Assists für sich.

Der Franzose brachte es nach zwei Spielen Zwangspause wegen einer Schienbeinprellung auf 23 Punkte und ebenfalls acht Vorlagen ( 822349 DIASHOW: Die Bilder der 8. NBA-Woche ).

"Wir haben gar nicht so schlecht ausgesehen, aber sie waren einfach besser. Sie haben viele schwierige Würfe getroffen. Das müssen wir anerkennen", sagte Parker.

Hammer-Programm schlaucht Spurs

Für Frankreichs frisch gekürten Sportler des Jahres war ein Backup der Thunder entscheidend: Reggie Jackson schaffte in nur 30 Minuten 21 Punkte.

"Das ist sein zweites richtig gutes Spiel gegen uns. Durant und Westbrook werden immer ihre Punkte machen, aber für ihn müssen wir ein Rezept finden", forderte Parker.

In ihrem siebten Spiel in zehn Tagen wirkten die Spurs nach einem ordentlichen ersten Viertel extrem lethargisch. Im zweiten Abschnitt (29:40) leisteten sie OKC keine Gegenwehr.

"Es war eines unserer besten Scoring-Viertel. Ich denke, wir hatten in dieser Saison noch nie eins mit 40 Punkten. Der Ball lief richtig gut", lobte Thunder-Coach Scott Brooks.

Leonard fehlt mit Zahnweh

Nach sechs Niederlagen mit durchschnittlich knapp 90 Punkten holte sein Team den ersten Erfolg in San Antonio seit November 2009.

Den Spurs fehlte zudem ihr dynamischer Allrounder Kawhi Leonard, der kurzfristig wegen Zahnproblemen passen musste. Seine Energie hätte in der zweiten Hälfte eventuell ein Comeback befeuern können.

"Wir hätten Kawhi natürlich gern dabei gehabt, aber das geht jedem NBA-Team während einer Saison so. Deswegen haben wir nicht verloren", meinte Cheftrainer Gregg Popovich.

Durant lobt Offensivspiel

Die ganz schwache Quote in der Zone (20 von 49) war da schon eher ausschlaggebend. Selbst Veteran Tim Duncan (17 Punkte, 10 Rebounds) traf nur sieben seiner 14 Versuche.

"Die Verteidigung war gut, aber wenn wir den Ball so wie heute laufen lassen, dann sind wir ein verdammt gutes Team", bilanzierte Durant.

Die Thunder (22 Siege - 4 Niederlagen) liegen im Westen weiter vor Portland (23:5) und den Spurs (21:6). Während ihrer Siegesserie erzielen sie durchschnittlich überragende 109,9 Punkte pro Partie (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

SPORT1 fasst weitere NBA-Spiele der Nacht zusammen:

Detroit Pistons - Houston Rockets 97:114

Dwight Howard führte die ohne Olympiasieger James Harden angetretenen Houston Rockets zum 114:97 (61:53)-Erfolg bei den Detroit Pistons.

Harden zwangen Knöchelprobleme zur Pause, Jeremy Lin fehlte wegen seines Rückens, zudem brach sich Spielmacher Patrick Beverley die rechte Hand, aber diesmal spielte das keine Rolle.

Howard hatte die starken Big Men der Pistons mit 35 Punkten sowie 19 Rebounds im Griff (SERVICE: Die Tagesbesten der NBA). Chandler Parsons steuerte 20 Zähler bei.

"Dwight war heute unglaublich. Er hat dominiert", sagte Parsons. Josh Smith (19 Punkte) war Detroits bester Werfer.

Golden State Warriors - Los Angeles Lakers 102:83

Die verletzungsgeplagten Los Angeles Lakers kamen bei den Golden State Warriors mit 83:102 (42:46) unter die Räder.

Neben Kobe Bryant (Knieverletzung) und dem Spielmacher-Trio Steve Nash, Jordan Farmar und Steve Blake fehlte diesmal auch der erkrankte Pau Gasol.

"Die Jungs haben gekämpft, aber wir hatten heute einfach nicht genug entgegenzusetzen", sagte Coach Mike D'Antoni.

Kaman pflückt Rebounds

Der deutsche Center Chris Kaman durfte starten und lieferte mit zehn Punkten und 17 Rebounds seine beste Vorstellung im Lakers-Trikot, hatte aber gegen Andrew Bogut (12 Zähler, 20 Rebounds) das Nachsehen.

Steph Curry (18 Punkte, 9 Assists) war der beste Warrior und half, die Negativserie mit drei Pleiten aus vier Spielen zu beenden.

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