Die Mavs-Bilanz gegen Toronto wird getrübt. Nowitzki verliert in der Crunchtime seine Treffersicherheit. DeRozan dreht auf.

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Von Denis de Haas

Dallas/München - Dirk Nowitzki stapfte wütend in die Kabine. Niederlagen schlagen den Star der Dallas Mavericks immer aufs Gemüt. Aber die Pleite gegen die Toronto Raptors sorgte beim Würzburger für besonders miese Laune.

Mit 19 Punkten Vorsprung hatten die Texaner zwischenzeitlich geführt. Am Ende mussten sie sich Toronto doch mit 108:109 nach Verlängerung geschlagen geben (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Dabei war das Team aus Kanada eigentlich immer ein Lieblingsgegner der Mavs: Vor der Overtime-Pleite am Freitag holte Dallas zwölf Siege aus 13 Spielen.

Doch bei den Siegen der Vergangenheit hielt der NBA-Champion von 2011 meistens die Konzentration bis zum Ende hoch. "Das ist ein Spiel, das wir nicht verlieren dürfen", sagte Nowitzki den "Dallas Morning News" (VOTING: Wählen sie Dirk Nowitzki ins All-Star Game).

Über dem Saisonschnitt

Der Forward hatte stark begonnen und seiner Mannschaft einen scheinbar komfortablen Vorsprung herausgeschossen. Nowitzkis Statistik stimmte am Ende auch: 22 Punkte, neun Rebounds und fünf Assists ? in allen Kategorien lag er über seinem Saisonschnitt.

Die Kehrseite der Medaille: In der Crunchtime warf der 35-Jährige sechs Fahrkarten am Stück.

Der Einbruch der Mavericks war der eine Grund für die Niederlage. Ein glänzender DeMar DeRozan der anderer. Torontos Schlüsselspieler kam zwar nur auf 15 Punkte, im Gegensatz zur Nowitzki traf er aber die wichtigen Würfe.

DeRozan dreht auf

DeRozan sicherten den Gästen die Overtime, dort zeigte er dann eine spektakuläre Aktion. Mit einem Jumpshot düpierte er Shawn Marion und Brandan Wright und brachte sein Team 71 Sekunden vor der Schlusssirene in Führung. ( 822349 DIASHOW: Die Bilder der 8. NBA-Woche )

Anschließend gab es Fehlwürfe auf beiden Seiten, so blieb Dallas noch die Chance zur Wende. Nowitzki gab diesmal die Verantwortung ab: Monta Ellis sollte es richten. Er versuchte den Buzzerbeater, doch der Ball prallte vom Ring zurück ins Feld.

"Man weiß, man braucht einen Wurf. Ich glaube auch, dass wir die richtigen Dinge getan haben. Am Ende haben wir einfach nicht getroffen", sagte Dallas-Spieler Jose Calderon, der mit 23 Punkten bester Werfer seiner Mannschaft war.

Carlisle fordert Konzentration

Nach dieser unnötigen Pleite wird Rick Carlisle seiner Mannschaft wohl noch mal ins Gewissen reden. Der Dallas-Coach wurde zuletzt nicht müde, permanente Konzentration zu fordern.

Ansonsten droht das Team, das große Saisonziel zu verfehlen. Noch liegen die Mavericks mit 15 Siegen und elf Niederlagen auf Platz sieben und damit auf Playoff-Kurs (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen). Doch die Konkurrenz in der starken Western Conference schläft nicht.

Carlisle forderte zuletzt einen hohen 40er-Wert an Siegen. "Vielleicht brauchen wir sogar fünfzig", sagte der Trainer. Dabei hatte er einen Erfolg gegen die Raptors mit Sicherheit einkalkuliert.

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