LeBron James (r.) wechselte 2010 aus Cleveland zu Dwyane Wade nach Miami © getty

Miami gewinnt das Topspiel gegen Indiana. LeBron James faucht einen Mitspieler an und belohnt sich mit Fred Feuerstein.

Von Martin Hoffmann

Miami/München - Lange Zeit sah es so aus, als ob der Meister kapitulieren müsste.

Kapitulieren vor den Indiana Pacers, kapitulieren vor den neuen Machtverhältnissen, in denen nicht mehr die Miami Heat die Nummer eins im Osten sind.

Am Ende sah es aber eben nur so aus.

Mit einer machtvollen Aufholjagd haben LeBron James, Dwyane Wade und Kollegen einen 15-Punkte-Rückstand umgebogen und das NBA-Topspiel des Tages noch mit 97:94 gewonnen (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Lange geht nichts

32 Punkte machte Wade, 24 der angeschlagene James, während Chris Bosh und Ray Allen in der entscheidenden Phase wichtige Drei-Punkte-Würfe setzten.

Zuvor war viel, fast alles schief gelaufen bei den Heat: Die beiden ersten Durchgänge gingen mit 26:22 und 26:19 an die Pacers, während Miami offensiv nicht in Tritt kam.

Speziell aus der Distanz lief nichts bei Miami, neun Drei-Punkte-Würfe hintereinander verfehlten ihr Ziel.

Den Frust, der sich anhäufte, ließen die Heat-Stars oft an den Schiris aus - einmal sogar an sich selbst ( 822349 DIASHOW: Die Bilder der 8. NBA-Woche ).

LeBron rastet aus

Während einer Auszeit schrie James den Spielmacher Mario Chalmers so heftig an, dass er sich hinterher zu einer Entschuldigung bei Twitter verpflichtet fühlte:

[tweet url="//twitter.com/mchalmers15"]

Ab dem dritten Viertel lief es dann: Im dritten Viertel verkürzten die Heat auf fünf Punkte, im Schlussdurchgang besorgten Bosh und Allen mit zwei Dreiern binnen 31 Sekunden die Führung - die Miami nicht mehr hergab.

"Es zeigt einfach, dass wir ein Team sind, das da ist, wenn es drauf ankommt", hielt Wade hinterher fest: "Egal, wie hoch wir zurückliegen, wir haben immer das Gefühl, noch gewinnen zu können."

Mit 19:6 Siegen ist Miami nun wieder dicht dran an Ost-Spitzenreiter Indiana (20:5) (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

LeBron James' Belohnung? Ein Fernsehabend mit Frau Savannah und der Familie Feuerstein:

[tweet url="//twitter.com/SavannahRB"]

Atlanta Hawks - Sacramento Kings 124:107

Dennis Schröders Atlanta Hawks bleiben das einzige Ost-Team neben Miami und Indiana mit einer positiven Bilanz.

Mit 124:107 besiegten die Hawks die Sacramento Kings und haben damit nun 14 ihrer 26 Spiele gewonnen.

Der deutsche Spielmacher - in dieser Woche von einem Zwangsintermezzo bei den Bakersfield Jam in der D-League zurückgekehrt - saß erneut die komplette Partie über auf der Bank.

An seiner Stelle brillierten Center Al Horford mit 25 Punkten und Shooting Guard Kyle Korver mit 28 Zählern bei acht gelungenen Drei-Punkte-Würfen.

Minnesota Timberwolves - Portland Trail Blazers 120:109

Das Überraschungsteam aus Portland hat nach fünf Siegen in Folge wieder einen Dämpfer kassiert.

Die Trail Blazers, mit 22 Siegen in 27 Spielen Tabellenzweiter im Westen, verloren mit 107:120 bei den Minnesota Timberwolves.

Minnesotas Kevin Love trug mit 29 Punkten, 15 Rebounds und neun Vorlagen - und übertrumpfte an diesem Tagen Forward-Kollege LaMarcus Aldridge, der für Portland auf 15 Punkte und 14 Rebounds kam.

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