Dirk Nowitzki war bereits MVP der NBA-Finals, einer WM und einer EM © getty

Zwei Tage hat er nichts gegessen und keine Flüssigkeit bei sich behalten, bei seinem Comeback ist er aber wieder bester Mann.

Von Martin Hoffmann

Dallas/München - Zwei Tage lang hat Dirk Nowitzki keinen Bissen gegessen und keinen Tropfen Flüssigkeit behalten.

Außer Form gebracht hat das den deutschen NBA-Superstar offensichtlich nicht.

Gleich im ersten Spiel nach seiner Zwangspause wegen eines Magen-Darm-Virus war er wieder der wichtigste Mann für seine Dallas Mavericks.

Bester Werfer mit 20 Punkten, zudem sechs Rebounds, fünf Assists, zwei Steals und ein Block: Das ist die Bilanz Nowitzkis beim 105:91-Erfolg über die Memphis Grizzlies (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Verblüffte Teamkollegen

"Verblüfft" zeigte sich Teamkollege Jose Calderon vom erfolgreichen Comeback seines Teamkollegen: "Alles sieht so einfach bei ihm aus."

Monta Ellis - der zweitbeste Mavs-Schütze - wunderte sich derweil nicht, dass "Dirkules" gleich wieder in Hochform agierte: "Er sah schon bei seiner Rückkehr ins Training nicht so aus wie jemand, der eine Woche nicht gespielt hat." (VOTING: Wählen sie Dirk Nowitzki ins All-Star Game)

Ganz so glatt lief es nach Nowitzkis Angaben nicht. Beim Montagstraining habe er sich "nicht gut gefühlt". Zwei Tage darauf aber ging es ihm wieder "bestens" - und man merkte es ihm an ( 822349 DIASHOW: Die Bilder der 8. NBA-Woche ).

Grizzlies ohne Starter-Trio

Ein Nowitzki in Hochform machte für Dallas den Unterschied gegen einen personell geschwächten Gegner.

Den Grizzlies fehlten in Tayshaun Prince, Mike Conley und Marc Gasol drei Fünftel ihrer gewohnten Startaufstellung - und drei Spieler, die beim letzten Duell mit den Mavs Anfang November für insgesamt 50 Punkte gut waren.

Ohne das verletzte Trio war das Beste, was Memphis gelang eine Aufholjagd im dritten Viertel, in der sie Dallas' Vorsprung von 16 auf vier Punkte verkleinerten. Die Mavericks antworteten mit einem 10:2-Lauf, nachdem für die Grizzlies nichts mehr zu holen war.

Dalembert beeindruckt

Neben Nowitzki sorgten dafür Ellis, der 16 seiner 18 Zähler in der zweiten Hälfte machte - und Center Samuel Dalembert.

Der Nigerianer griff erst im dritten Viertel ins Spiel ein, pflückte dann aber in nur 13 Spielminuten ganze sieben Rebounds und tat sich auch sonst mit starker Defensivleistung hervor.

"Es war phänomenal, wie er seine Spannweite genutzt hat, um Zach Randolph langsamer zu machen", lobte Nowitzki.

Schlechter Tag für Bayless

Einen weniger phänomenalen Tag hatte der deutschstämmige Memphis-Spielmacher Jerryd Bayless, der jüngst im SPORT1-Interview sein prinzipielles Interesse am deutschen Nationalteam bekundete.

Bayless, dessen Spielberechtigung gerade vom DBB geprüft wird, setzte 10 seiner 13 Wurfversuche daneben.

Die Mavericks haben nun 15 ihrer 25 Saisonspiele gewonnen, ein weiterer Sieg über die Toronto Raptors in der Nacht zum Samstag würde sie auf ihre bislang beste Saisonbilanz heben (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Der Sieg-Tweet der Mavericks:

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