Die Bilder der 8. NBA-Woche © getty

Kobe Bryant lässt in Memphis mit drei Saisonbestwerten alte Klasse aufblitzen. Lillard haut den nächsten Buzzer-Beater raus.

Von Eric Böhm

München - Kobe Bryant hat sein altes Ich aufblitzen lassen.

Mit 21 Punkten und einem späten Dreier über Top-Verteidiger Tony Allen hinweg führte der 35-Jährige die Los Angeles Lakers zum 96:92 (52:47) über die Memphis Grizzlies (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Mit 32 Minuten, neun Treffern und 18 Würfen aus dem Feld stellte Bryant Saisonbestmarken auf, so aktiv und aggressiv hatte er in den fünf Partien seit seinem Comeback nicht aufgetrumpft.

"Ich weiß, ich bin zurück, wenn die Sprungwürfe aus dem Dribbling heraus reingehen - speziell gegen jemanden wie Tony Allen. Er sitzt dir schließlich immer im Nacken", sagte Bryant.

Schreckmoment im dritten Viertel

Tatsächlich wirkte es so, als würde sich die "Black Mamba" erstmals seit der Achillessehnen-OP auf dem Court so richtig wohl fühlen.

Eine Schrecksekunde gab es allerdings im dritten Viertel. Nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Allen blieb die Lakers-Legende liegen und hielt sich das linke Knie, kehrte aber kurz darauf ins Spiel zurück ( 822349 DIASHOW: Die Bilder der 8. NBA-Woche ).

"Er macht für uns einen riesigen Unterschied. Du kannst förmlich spüren, wie er seinen Groove langsam wieder bekommt. Gleichzeitig dürfen wir ihm nicht einfach zuschauen, sondern müssen ihn unterstützen", meinte Backup Nick Young.

Allen zieht den Hut

Diesmal klappte das ausgesprochen gut. Vor allem Pau Gasol (21 Zähler, 9 Rebounds) und Young (18 Punkte) sprangen Bryant zur Seite. Youngs Dreier zum 84:73 war aber noch nicht entscheidend.

Der mit der deutschen Nationalmannschaft liebäugelnde Jerryd Bayless konterte mit sechs schnellen Grizzlies-Punkten.

Dann schlug jedoch Bryants Stunde. Im Duell mit Allen versenkte er knapp drei Minuten vor Schluss den Distanzwurf zum vorentscheidenden 91:85. "Kobe hat heute großartig ausgesehen", musste selbst Allen zugeben.

Memphis stürtzt ab

L.A. sicherte sich so den zwölften Saisonsieg im 25. Spiel und kletterte in der Western Conference auf Rang zehn. Chris Kaman durfte erneut nicht ran (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Memphis (10 Siege - 14 Niederlagen) dümpelt nach der dritten Pleite in Folge dagegen im Keller der Western Conference herum. Zach Randolph und Allen (je 16 Punkte) waren die besten Schützen.

"Das ist jetzt schon das zweite Mal. Wir können nicht einfach zuschauen, wie Teams sich hier eine Führung erkämpfen. Wir müssten der Aggressor sein", kritisierte Coach Dave Joerger, der Erfolgstrainer Lionel Hollins ersetzt hatte.

Der Conference-Finalist der vergangenen Saison kriselt und tritt nun bei Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) an.

SPORT1 fasst weitere NBA-Spiele der Nacht zusammen:

Cleveland Cavaliers - Portland Trail Blazers 116:119

Damian Lillard hat den Portland Trail Blazers mit seinem zweiten Gamewinner hintereinander den 119:116 (55:59)-Erfolg bei den Cleveland Cavaliers beschert.

Der aktuelle Rookie des Jahres (36 Punkte) stellte mit acht Dreiern eine persönliche Bestleistung auf - der letzte brachte dem besten Team der NBA 0,4 Sekunden vor dem Ende den Sieg (SERVICE: Die Tagesbesten der NBA).

"Das war kaltblütig. Wir wussten, Lillard würde den Wurf nehmen. Das war Big-Time", zog Clevelands Dion Waiters (25 Zähler) den Hut.

James von den Socken

Schon zwei Tage zuvor hatte Lillard Portland (22:4) in Detroit in der Verlängerung gerettet. Forward LaMarcus Aldridge steuerte 26 Zähler und 15 Rebounds bei.

Die Cavaliers hielten dank Waiters und Kyrie Irving (25 Punkte, 10 Assists) lange bravourös dagegen. Anderson Varejao glich sieben Sekunden vor dem Ende aus, aber am Ende schlug Lillard zu.

"Das war ein toller Shootout. Wir hatten auch Glück, Damian war natürlich fantastisch", sagte Coach Terry Stotts. MVP LeBron James zollte beiden Teams via Twitter Respekt:

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Denver Nuggets - Oklahoma City Thunder 93:105

Die Oklahoma City Thunder gewannen mit dem 105:93 (52:44) bei den Denver Nuggets ihre siebte Partie in Folge.

NBA-Topscorer Kevin Durant ragte dank 30 Punkten einmal mehr heraus. Serge Ibaka (17 Zähler, 10 Rebounds) erzielte Oklahoma Citys erste elf Punkte, aber die Nuggets wehrten sich.

Zehn Zähler in Serie durch Nate Robinson brachten die Gastgeber im letzten Viertel auf 77:83 heran. Durant und Russell Westbrook (21 Punkte, 13 Rebounds, 8 Assists) konterten.

"Hier ist es immer besonders schwer zu gewinnen. Wir haben am Ende die Nerven behalten", jubelte Durant. OKC (20:4) bleibt Portland auf den Fersen.

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