Portland eilt im Westen vornweg. In Detroit muss eine Overtime-Heldentat des Jungstars her. Gay schlägt beim Heimdebüt Houston.

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Von Eric Böhm

München - Die Portland Trail Blazers marschieren in der Western Conference weiter unbeirrt vornweg.

Bei den Detroit Pistons setzte sich das Überraschungsteam der Saison mit 111:109 (99:99, 50:51) nach Verlängerung durch und schaffte den 21. Saisonsieg (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Mit einem wilden Wurf im Flug entschied Damian Lillard (23 Punkte) die umkämpfte Partie, obwohl er bis dahin 15 seiner 20 Würfe versemmelt hatte.

"Stuckey hat mich sehr gut verteidigt. Ich wusste, er würde mich nicht zum Korb lassen, also habe ich im Rückwärtsfallen abgedrückt", beschrieb Lillard seine Heldentat.

Smith frustriert

Bis dahin hatte Forward LaMarcus Aldridge die Truppe aus Oregon dank 27 Punkten und zwölf Rebounds im Spiel gehalten.

Die vom starken Josh Smith (31 Zähler) angeführten Pistons hatten den Sieg in der regulären Spielzeit fast schon feiern können, aber Wes Matthews sicherte Portland mit zwei Freiwürfen die Overtime ( 819295 DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche ).

"Wenn das nicht stinkt, dann weiß ich auch nicht. In Atlanta waren wir als junges Team auch bis zum Schluss in vielen Spielen dran und haben es nicht hinbekommen. Jetzt geht das hier wieder los", ärgerte sich Smith.

Diesmal keine Dreiershow

In ihren wunderschönen Retro-Trikots mit dem Schriftzug "Rip City" bewiesen die Trail Blazers, dass sie nicht nur Dreier-Shootouts gewinnen können.

Nach ihren 21 Distanztreffern und 139 Punkten in Philadelphia (Bericht) verfehlten sie diesmal 19 ihrer 26 Dreier.

"Es sah über weiter Strecken der zweiten Hälfte nicht gut aus. Dann hat die Defense aber besser funktioniert und Wes hat einige ganz wichtige Würfe getroffen", bilanzierte Coach Terry Stotts.

Lillard passt auf

Mit ihrer starken Frontline um Smith, Greg Monroe und Youngster Andre Drummond (13 Punkte, 14 Rebounds) erkämpften sich die Pistons nach drei Vierteln einen 84:73-Vosprung.

In vierten Abschnitt nahm Detroit aber zu viele Sprungwürfe und schaffte nur noch 15 Zähler. Die große Chance in der regulären Spielzeit vergab Kyle Singler, der 1,1 Sekunden vor dem Ende den Einwurf in die Arme von Lillard warf.

Die Pistons (11 Siege - 14 Niederlagen) bleiben im schwachen Osten dennoch Fünfter (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

SPORT1 fasst weitere NBA-Spiele der Nacht zusammen:

Sacramento Kings - Houston Rockets 106:91

Rudy Gay hat sich bei den Fans optimal eingeführt. Der Neuzugang aus Toronto lenkte die Sacramento Kings mit 26 Punkten in seinem ersten Heimspiel zum 106:91 (57:49) über die favorisierten Houston Rockets.

"Ich werde hier den Ball oft in den Händen haben, also muss ich möglichst effektiv sein und die anderen Jungs einbeziehen", sagte Gay, der noch je vier Assists und Steals verbuchte (SERVICE: Die Tagesbesten der NBA).

Harden verletzt

Bei den Gästen zog sich Olympiasieger James Harden (25 Zähler) im dritten Viertel eine Knöchelverstauchung zu. Ob er länger ausfällt, ist fraglich.

"Es ist sehr, sehr schmerzhaft. Ich werde versuchen, mich durchzubeißen und möglichst schnell wieder zu spielen", sagte Harden. Jeremy Lin pausierte erneut wegen Rückenschmerzen.

Center Dwight Howard (13 Punkte, 10 Rebounds) steckte erneut über weite Strecken in Foulproblemen. Houston (16:9) ist im Westen gleichauf mit den L.A. Clippers Vierter.

Oklahoma City Thunder - Orlando Magic 101:98

Die Oklahoma City Thunder blieben auch im zwölften Heimspiel ungeschlagen. Gegen die Orlando Magic gab es ein knappes 101:98 (56:49).

Zuletzt gelang eine solche Heimserie 1993/94 als Seattle SuperSonics. Kevin Durant sammelte 28 Punkte und neun Rebounds.

"Sie haben bis zum Schluss gekämpft. Wir waren schon deutlicher vorne und sie haben mit ein paar Runs gekontert, aber wir haben den Nackenschlag am Ende weggesteckt", sagte Durant.

Sein Team (19:4) zog wieder mit San Antonio auf Rang zwei der Western Conference gleich.

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