Die Bilder der 7. NBA-Woche © getty

Bryant liefert in Charlotte die beste Saisonleistung und führt die Lakers. James schlägt die Cavs. Portland netzt 21 Dreier ein.

Von Eric Böhm

München - Im vierten Anlauf hat es geklappt.

Kobe Bryant durfte seinen ersten NBA-Sieg seit April bejubeln. Bei den Charlotte Bobcats gewannen seine Los Angeles Lakers mit 88:85 (44:43).

Nach 240 Tagen Zwangspause wegen des Achillessehnenrisses und drei Pleiten legte Bryant seine bisher beste Saisonleistung hin und wurde mit 21 Punkten Topscorer seines Teams. Zudem steuerte er acht Assists bei (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Ich wusste, es war nur eine Frage der Zeit. Die Saison ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Trotzdem fühlt es sich gut an, den ersten Sieg aus dem Weg zu bekommen", sagte Bryant.

"Weiß nicht, was ich tun kann"

Mit einem Layup brachte die "Black Mamba" L.A. knapp eineinhalb Minuten vor Schluss auf 84:85 heran und versenkte wenig später auch zwei Freiwürfe zur Führung.

Im Vergleich zu den vergangenen Partien war Bryant deutlich aggressiver und nahm sich 15 Würfe, trotzdem lernt er immer noch, der operierten Sehne zu vertrauen ( 819295 DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche ).

"Ich weiß noch nicht, was ich tun oder nicht tun kann. Ich versuche mich darauf einzustellen. Manchmal zögere ich noch mit dem Zug zum Korb", bestätigte der 35-Jährige.

D'Antoni hofft auf Rückkehrer

Mehr als ein Schritt in die richtige Richtung war der Auftritt bei Michael Jordans Bobcats nicht. Ein "Air Ball" bei einem Dreier und erneut sieben Ballverluste zeugen davon.

"Er hat sich weiter verbessert. Die Sprungwürfe sahen viel besser aus. Außerdem war es sein erstes Back-to-Back nach dem Spiel gestern. Am Ende war er ziemlich müde", bewertete Coach Mike D'Antoni seinen Star.

Für ihn war der Sieg "zwar nicht schön, aber wir müssen uns irgendwie durchmogeln, bis die Verletzten und Kobe richtig da sind."

Kaman sitzt draußen

In Charlotte lagen die Lakers (11 Siege - 12 Niederlagen) fast durchweg hinten, ehe Bryant das Ruder rumriss. Der deutsche Center Chris Kaman kam in der engen Partie nicht zum Einsatz (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Nach einem Fehlwurf durch Gerald Henderson hatte Bobcats-Center Al Jefferson durch seinen Offensiv-Rebound die große Chance zur Führung, verfehlte aber per Mini-Hakenwurf.

Nach einem Foul versenkte Laker Pau Gasol (15 Punkte) sechs Sekunden vor dem Ende zwei Freiwürfe zum 88:85. Ben Gordons Dreier zur möglichen Verlängerung ging aber deutlich daneben.

Clifford vermisst Kobe

Charlottes (10:14) dritte Niederlage in Folge war perfekt. Point Guard Kemba Walker war mit 24 Zählern bester Akteur der Gastgeber.

"Wir müssen im letzten Viertel um jede Chance hart kämpfen. Viel leichter ist es mit Kobe, auch wenn er nicht komplett fit ist. Er zieht dennoch Verteidiger auf sich und schafft Räume", betonte Coach Steve Clifford, der 2012/2013 noch D'Antonis Co-Trainer war.

SPORT1 fasst weitere NBA-Spiele der Nacht zusammen:

Miami Heat - Cleveland Cavaliers 114:107

LeBron James führte die Miami Heat mit 25 Punkten, neun Rebounds und neun Assists zum 114:107 (68:52) über die Cleveland Cavaliers (SERVICE: Die Tagesbesten der NBA).

Gegen sein altes Team verspielten der MVP und der NBA-Champion zunächst einen großen Vorsprung von 19 Punkten, ehe sie am Ende noch einmal anzogen.

"Wir sind ein Team, das jederzeit in der Lage ist, etwas draufzulegen. Dass wir vor den eigenen Fans gespielt haben, hat natürlich auch geholfen", sagte Dwyane Wade.

Brown fliegt

Der Guard (24 Zähler) und Chris Bosh (22Punkte, 12 Rebounds) steuerten gute Ausbeuten bei. Für die Cavaliers traf Spielmacher Kyrie Irving (19) am besten.

"Wir hätten aufgeben können, aber die Leistung spricht für uns. Das müssen wir mitnehmen. Am Ende war es sehr knapp", sagte Irvings Backup Jarrett Jack.

Da war Coach Mike Brown längst nicht mehr dabei. Sein heftiger Protest nach einem nicht gepfiffenen Foul an Tristan Thompson brachte ihm schon vor der Pause eine Hinausstellung ein.

Philadelphia 76ers - Portland Trail Blazers 105:139

Die Portland Trail Blazers schenkten den Philadelphia 76ers bei ihrem famosen 139:105 (71:64)-Kantersieg 21 Dreier ein und stellten damit einen Teamrekord auf. Die alte Marke stammt vom 7. Dezember gegen Utah (17).

Fünf Spieler trafen für den Spitzenreiter der Western Conference (20:4) mindestens drei Distanzwürfe. Dazu kam der starke Abend von Forward LaMarcus Aldridge (20 Punkte, 16 Rebounds).

"Wir haben viele gute Schützen und jeder nimmt seine Würfe mit viel Selbstvertrauen. So ein Abend überrascht mich nicht", sagte Reservist Dorell Wright, der fünf Dreier einstreute.

[kaltura id="0_wcumjtjf" class="full_size" title="Bryant sucht noch die alte Form"]

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