Nowitzki und Coach Carlisle pausieren gegen die Bucks erkrankt. Rückkehrer Wright springt stark ein. Mayo schießt Fahrkarten.

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Von Eric Böhm

München/Dallas - Da hatten sich Star und Head Coach den richtigen Zeitpunkt für ihr Fehlen ausgesucht.

Auch ohne die erkrankten Dirk Nowitzki und Rick Carlisle gewannen die Dallas Mavericks souverän mit 106:93 (59:41) gegen die Milwaukee Bucks (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Genauere Angaben machten die Mavericks nicht, aber ein Grippe- oder ein Magen-Darm-Virus scheint wahrscheinlich, da sich Carlisle auf dem gerade beendeten Auswärtstrip bereits unwohl fühlte.

Nowitzki gratuliert

Da der NBA-Meister von 2011 erst in der Nacht auf Donnerstag (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) gegen die Memphis Grizzlies sein nächstes Spiel bestreitet, dürften beide Patienten dann wieder dabei sein.

Nowitzki gratulierte den Mavs zum 14. Saisonsieg im 24. Spiel per Twitter: "Ein toller Sieg für das Team. Schön, dass Wright wieder dabei ist. Go Mavs."

In der Tat legte der wegen einer Schulter-OP seit der Vorbereitung auf Eis liegende Brandan Wright einen furiosen Saisoneinstand hin (VOTING: Wählen sie Dirk Nowitzki ins All-Star Game).

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Athletik ging Dallas ab

Der deutlich kräftiger gewordene Big Man schaffte in nur 19 Minuten starke 19 Punkte, traf neun von zehn Versuchen aus dem Feld und schnappte sich noch sechs Rebounds.

Seine Athletik in Korbnähe ging Dallas im bisherigen Saisonverlauf ab, zudem tat Wright mit seinen typischen spektakulären Dunkings auch etwas für die Stimmung in der heimischen Arena.

"Ich bin noch weit weg, von der physischen Verfassung, die ich gerne hätte. Das sind aktuell vielleicht 65, 70 Prozent, aber es hat sich richtig gut angefühlt, wieder auf dem Court zu stehen", erklärte Wright.

Cuban erwartet Hilfe für Nowitzki

Im ersten Viertel kam der ehemalige Top-Ten-Draftpick beim Stand von 12:12 von der Bank und verhalf den Mavs mit sieben Punkten in Folge zu einer klaren Führung und 38 Zählern nach zwölf Minuten ( 819295 DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche ).

Auch Nowitzki wird von dem athletischen Nebenmann in Abwehr und Angriff profitieren. "Bereits zum Ende der vergangenen Saison waren sie unsere effizienteste Kombination in der Zone", bestätigte Eigentümer Mark Cuban.

Dalembert auf dem Abstellgleis

Damit wird es für Neuzugang Sam Dalembert immer schwerer. Stark abfallende Leistungen - vor allem in der Defensive - und ein verpenntes Abschlusstraining trugen ihm Carlisles Zorn ein.

Gegen die Bucks wurde ihm neben Starter DeJuan Blair und Wright auch Bernard James vorgezogen, auch wenn Ex-Soldat "Sarge" am Abend der Aktion "Seats for Soldiers" quasi eine Einsatzgarantie hatte (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Carlisles Vertreter Monte Mathis verzichtete nach dem starken dritten Viertel 34:20 und der klaren Führung selbst in den Schlussminuten auf Dalembert.

Mathis ersetzt Carlisle

Mathis lieferte einen guten Job und geriet auch während eines 13:0-Laufes der Gäste in der Endphase nichts ins Schwitzen. Mehr als Ergebniskosmetik war es nicht. Dallas lag immer mit mindestens 13 Zählern vorn.

"Es fühlt sich ziemlich gut an. Es war angesichts der Umstände eine gute Leistung. Jetzt kann ich dem Coach mit einem Lächeln die Hand schütteln, wenn er zurückkommt", sagte Mathis.

Insgesamt kam Dallas auf 25 Assists, fünf Spieler trafen zweistellig. Da fiel es auch nicht ins Gewicht, dass Ex-Buck Monta Ellis nur sieben Zähler markierte.

"Haben hier ein Ei gelegt"

Jose Calderon (18 Punkte) und Sixth Man Vince Carter (15 Zähler, 9 Assists) sprangen wirkungsvoll ein. Shawn Marion schaffte mit 13 Punkten und zwölf Rebounds ein Double-Double.

Gemeinsam hielten die im Westen weiter achtplatzierten Mavericks ihren Ex-Mitspieler O.J. Mayo, der im Sommer mit Ellis den Platz getaucht hatte, bei vier Püntkchen und nur einem Treffer aus sechs Würfen.

"Wir haben hier ein ziemliches Ei gelegt. Wir haben nicht gut gespielt und hatten wenig Energie. Das ist enttäuschend", bilanzierte Milwaukees Coach Larry Drew.

Forward John Henson (18 Punkte, 13 Rebounds) war bester Akteur des Letzten der Eastern Conference, den entfesselten Wright konnte er aber auch nicht halten.

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