Die Bilder der 7. NBA-Woche © getty

Houston beweist bei den Warriors seine Scorerqualität. Superman trotzt dem Kryptonit. Die Spurs widerstehen K-Loves Ausbruch.

Von Eric Böhm

München - Die beste Offensive der NBA hat wieder einmal ihre Explosivität unter Beweis gestellt.

Obwohl Center Dwight Howard mit Foulproblemen zu kämpfen hatte, gewannen die Houston Rockets bei den Golden State Warriors mit 116:112 (58:51).

Olympiasieger James Harden war dank 26 Punkten und neun Assists der überragende Mann der Texaner, die im Schnitt fast 108 Zähler pro Partie verbuchen (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Wenn wir unsere Träume in dieser Saison wahrmachen wollen, müssen wir solche Spiele gewinnen", sagte Co-Trainer Kelvin Sampson.

Sampson vertritt McHale

Der ehemalige College-Coach in Indiana und Oklahoma vertrat erneut Chef Kevin McHale, der nach dem Tod seiner Mutter bei der Familie weilt.

Die Feuerkraft der Rockets (16 Siege - 8 Niederlagen) ist in der Tat beeindruckend. Vier Spieler liegen im Schnitt über 14 Punkten pro Partie - acht waren bereits Topscorer ( 819295 DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche ).

"Wir sind ein sehr selbstloses Team. Wir helfen uns gegenseitig und spielen immer den Extra-Pass. So wird das Spiel leichter. Das hat man auch heute gesehen", bestätigte Chandler Parsons (23 Punkte).

Comeback klappt nicht

So lagen die Warriors, die zuletzt gegen Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks einen großen Rückstand noch in einen Sieg umgewandelt hatten (Bericht), auch diesmal schon früh hinten.

Erst durch einen 14:2-Lauf, der am Ende des dritten Viertels begann, übernahmen sie acht Minuten vor Schluss die Führung.

"Wir haben trotzdem immer in den entscheidenden Momenten zu sorglos gespielt und zu viele Bälle verloren", haderte Warriors-Coach Mark Jackson.

Curry auf Kerrs Spuren

Forward David Lee (23 Punkte, 10 Rebounds) und Weltmeister Steph Curry (20 Zähler) waren die besten Akteure der Gastgeber.

Curry versenkte sechs Dreier und steht bei einer Quote von 44,4 Prozent für seine Karriere - die zweithöchste der NBA-Historie hinter Steve Kerr (45,4) und vor Hubert Davis (44,1) und dem viel zu früh verstorbenen Drazen Petrovic (43,7).

Am Ende zeigten die Rockets jedoch ihr großes Arsenal an Scorern. Neben Parsons drehte vor allem Patrick Beverley auf.

Howard sorgt für Spaß

Der Point Guard erzielte neun seiner 16 Zähler im letzten Viertel, Harden traf per Drei-Punkte-Spiel zum 103:98 und Howard (18 Zähler, 11 Rebounds) versenkte all seine sieben Freiwürfe zum Auswärtssieg.

"Als Dwight seinen Dreier und sieben Freiwürfe in Folge traf, wusste ich, dass es unser Abend sein würde", witzelte Sampson. Es war erst Howards dritter Dreier in der NBA (bei 42 Versuchen).

"Wenn du im letzten Viertel 34 Punkte zulässt, spricht das nicht für gute Verteidigung", sagte Golden States Center Andrew Bogut (10 Punkte, 11 Rebounds). Die Warriors (13:11) rutschten im Westen wieder auf Rang neun ab (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

SPORT1 fasst weitere NBA-Spiele der Nacht zusammen:

Indiana Pacers - Charlotte Bobcats 99:94

Die Indiana Pacers bauten im elften Heimspiel ihre Siegesserie aus. Das beste Team der Liga (20:3) schlug die Charlotte Bobcats 99:94 (56:55).

Diesmal ragte Shooting Guard Lance Stephenson mit 20 Punkten, elf Rebounds und sieben Assists heraus. Er kompensierte Paul Georges schwachen Auftritt mit zehn Fahrkarten bei zwölf Würfen.

"Paul hat nicht viel gute Möglichkeiten bekommen. Das geht auf meine Kappe. Dafür war Lance heute gut in Schwung", sagte Indianas Trainer Frank Vogel.

San Antonio Spurs - Minnesota Timberwolves 117:110

Tony Parker führte die San Antonio Spurs mit 29 Punkten zum 117:110 (62:54) über die Minnesota Timberwolves.

Im letzten Viertel legten die Spurs (18:4) ein furioses 37:21 hin und neutralisierten so die 42 Zähler und 14 Rebounds von Minensotas Star-Forward Kevin Love, der acht von neun Dreiern traf (SERVICE: Die Tagesbesten der NBA).

Manu Ginobili markierte 16 seiner 20 Punkte in den finalen zwölf Minuten und brachte die Gastgeber mit einem schönen Layup vorentscheidend 111:108 in Front.

"Manu ist ein großartiger Spieler. Er ist wieder richtig fit und frisch. Er war aggressiv und sehr wichtig für uns", lobte Parker.

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