Die Bilder der 7. NBA-Woche © getty

Superstar Anthony wehrt die Bulls-Aufholjagd ab, Chicagos Coach Thibodeau die Wechselgerüchte. OKC feiert Dauerläufer Westbrook.

Von Florian Pertsch

München - Die New York Knicks haben ihre zwei Spiele dauernde Niederlagenserie beendet und gegen die Chicago Bulls mit 83:78 (46:32) gewonnen.

Für die arg gebeutelten Knickerbockers, die ohne die verletzten Tyson Chandler und Raymond Felton spielten, war es erst der sechste Saisonsieg überhaupt (bei 15 Niederlagen).

Fast wäre es aber nur eine weitere Niederlage geworden, denn New York verspielte einen 23-Punkte-Vorsprung und rettete sich knapp ins Ziel (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Melo trägt die Knickerbockers

New Yorks Superstar Carmelo Anthony sorgte beim Team von Trainer Mike Woodson mit 30 Zählern für die beste Punktausbeute. Zusätzlich schnappte sich der Forward zehn Rebounds (SERVICE: Die Tagesbesten der NBA).

"Hätten wir dieses Spiel verloren, ich weiß nicht, was dann passiert wäre", erklärte ein erleichterter Anthony.

Bankspieler Amar'e Stoudemire war mit 14 Zählern neben Melo der einzige Knicks-Spieler, der ebenfalls zweistellig punktete.

"Eine große Freude zurück zu sein"

"STAT" zeigte sich rundum zufrieden nach dem Sieg: "In diesem Comeback steckt so viel harte Arbeit, es ist eine große Freude zurück zu sein. In diesen wichtigen Spielen auf dem Feld zu stehen, ist eine große Ehre."

Chicago, das ohne Superstar Derrick Rose und Luol Deng auskommen musste, hatte in Mike Dunleavy mit 20 Punkten seinen Topscorer (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Wir haben sie eingeholt, wir haben das Spiel ausgeglichen, aber wir haben sie nicht überholt", ärgerte sich Chicagos Dunleavy.

Bulls-Duo mit Double-Double

Carlos Boozer (12/12) und Joakim Noah (12/11) sicherten sich jeweils ein Double-Double aus Punkten und Rebounds.

Chicagos Tom Thibodeau erteilte den Gerüchten, dass die Knicks sich um den Bulls-Trainer als Nachfolger für Woodson bemühen, ein klare Absage.

"Das interessiert micht überhaupt nicht. Es sind so viele Gerüchte in Umlauf, das kann ich nicht verhindern. Ich konzentriere mich lieber auf den nächsten Gegner", fasste sich Thibodeau kurz.

In der Nacht auf Samstag können sich die Knicks für die bittere Heimpleite gegen die Celtics in Boston revanchieren.

SPORT1 fasst weitere NBA-Spiele der Nacht zusammen:

Memphis Grizzlies - Oklahoma City Thunder 100:116

Die Oklahoma City Thunder setzten sich klar mit 116:100 (57:44) gegen die Memphis Grizzlies durch und bleiben dem Top-Duo Portland (18-4) und San Antonio (17-4) im Westen dicht auf den Fersen.

Russell Westbrook führte die Thunder mit 27 Punkten zum 17. Saisonsieg (4 Niederlagen), Kevin Durant erzielte ebenso wie Reservist Jeremy Lamb 18 Zähler.

Dauerläufer Westbrook

OKCs Point Guard bekam von Coach Scott Brooks im Anschluss ein Sonderlob: "Russell ist ein Spieler, der keine Ausreden gelten lässt. Wenn es nach ihm geht, könnten wir einen Monat durchegehend jeden Abend spielen - er wäre immer zur Stelle. Er gibt für unsere Jungs die Richtung vor und die Mannschaft folgt ihm."

Westbrook selbst fühlt sich nach seiner Verletzungspause zu Saisonbeginn exzellent: "Mir geht es sehr gut. Ich gebe auf meinen Körper acht, das ist das Allerwichtigste."

Bei den Grizzlies, die ohne die verletzten Marc Gasol und Tony Allen antreten mussten, war Mike Conley mit 20 Punkten der beste Werfer.

Boston Celtics - Los Angeles Clippers 88:96

Die Los Angeles Clippers bescherten ihrem Coach Doc Rivers bei der Rückkehr an seine Ex-Trainerstation in Boston ein Erfolgserlebnis.

Das Team aus Kalifornien besiegte die Celtics mit 96:88 (39:45), Topscorer der Clippers war All-Star Chris Paul mit 22 Zählern ( 819295 DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche ).

In der Pressekonferenz nach dem Spiel musste sich Rivers die Tränen verdrücken und schwärmte von Boston und seinem Publikum.

"Boston hat wirklich Klasse"

"Das ist ein einzigartiger Ort. Boston hat wirklich Klasse. Die Fans verehren ihre Spieler und geben immer alles. Die beste Entscheidung die ich je getroffen habe war die, vor zehn Jahren nach Boston zu gehen", erklärte Rivers, der 2008 mit den Celtics NBA-Champion wurde, mit wackeliger Stimme.

Bester Werfer der Partie war Bostons Jeff Green mit 29 Punkten. Den Celtics-Star ließ die Rückkehr Rivers komplett kalt.

"Das hatte nichts emotionales, wir wollten einfach nur das Spiel gewinnen", gab sich der Guard kühl.

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