Gegen die Suns ist der Superstar im zweiten Spiel bei L.A. schon Topscorer, bremst aber den Angriff. Die Knicks kriseln weiter.

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Von Eric Böhm und Dean Walle

Los Angeles/München - Kobe Bryant hat auch sein zweites Spiel nach monatelanger Zwangspause verloren.

Der Superstar zeigte sich beim 108:114 (51:56) seiner Los Angeles Lakers gegen die Phoenix Suns mit 20 Punkten und einer perfekten Freiwurfquote im Vergleich zum Comeback deutlich verbessert (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Bryant gab sich für die Leistung die Note zwei und bezeichnete seine Rückkehr zu alter Stärke als "Prozess, in dem du versuchst, herauszufinden, was schon funktioniert. Dann steigerst du dich hoffentlich von Spiel zu Spiel."

"Er braucht noch Zeit"

Allerdings bewegt sich der 35-Jährige immer noch sehr unrund. Der Lakers-Angriff funktionierte ohne ihn besser, aber Bryant braucht die Praxis und stand 29 Minuten auf dem Parkett.

Immerhin ging er im Verglich zum Toronto-Spiel (Bericht) viel aggressiver zur Sache und nahm nicht so viele Distanzwürfe ( 819295 DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche ).

"Natürlich braucht er noch Zeit. Die geben wir ihm auch. Heute war es schon richtig gut, aber wir müssen uns als Team noch besser auf ihn einstellen", sagte Coach Mike D'Antoni.

Dragic brilliert

In einen Aspekt des Lakers-Spiels fügte sich Bryant gegen Phoenix allerdings nahtlos ein: in die miserable Abwehrleistung.

Die ausgeglichene Partie wurde im letzten Viertel (35:34 für Phoenix) zu einem richtigen Shootout. Dank Goran Dragic (31 Zähler) hatten die Suns das bessere Ende für sich.

Die kleine Aufstellung der Suns mit dem slowenischen "Dragon" und Eric Bledsoe war für die schwerfälligen Gastgeber viel zu schnell.

"Der Wille und die Möglichkeiten sind da, wir müssen es am Ende nur besser umsetzen", demonstrierte Bryant Zuversicht.

Tucker überzeugt

Dragics sechs Punkte konterten Pau Gasols (19 Zähler) Zwischenspurt und brachten den Gästen in der Endphase das vorentscheidende 107:99.

Bei Phoenix überzeugte der Ex-Bamberger P.J. Tucker vor allem defensiv mit elf Rebounds. "Wir haben einige Spieler, die immer alles geben und sehr selbstlos sind", sagte Suns-Coach Jeff Hornacek und dürfte dabei vor allem an Tucker gedacht haben.

L.A. (10 Siege - 11 Niederlagen), das erneut auf Chris Kaman verzichtete, fiel im Westen auf Rang elf zurück, die Suns (12:9) sind Achter (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

SPORT1 fasst weitere NBA-Spiele der Nacht zusammen:

Cleveland Cavaliers - New York Knicks 109:94

Der Sinkflug der New York Knicks geht ungebremst weiter. Bei den Cleveland Cavaliers setzte es ein klares 94:109 (45:48).

New York (5:15) blieb somit Vorletzter der zum Großteil äußerst schwach gestarteten Eastern Conference. Einzig Carmelo Anthony (29 Punkte, 8 Rebounds) und der zum Rollenspieler abgestiegene Amare Stoudemire (15 Zähler) wiesen zumindest im Angriff gehobene Klasse nach.

"Ich habe keine Antworten, aber der Coach kann dir nicht den nötigen Einsatz beibringen. Das ständige Verlieren ist inakzeptabel. Ich kann doch nicht der einzige sein, der das so sieht", sagte Anthony.

Irving dreht auf

Trotz seiner Unterstützung wird es für Cheftrainer Mike Woodson immer enger. Elf der vergangenen 13 Partien wurden vergeigt.

Cleveland dominierte das Geschehen vom ersten Viertel (31:19) an und hatte in Point Guard Kyrie Irving (37 Punkte, 11 Assists) den überragenden Akteur (SERVICE: Die Tagesbesten der NBA).

"Wir wussten, dass wir eine Eingewöhnungsphase brauchen würden. Jetzt läuft es langsam", atmete Cavs-Coach Mike Brown nach dem vierten Sieg aus fünf Spielen durch.

Brooklyn Nets - Boston Celtics 104:96

Die Brooklyn Nets erhielten durch die Rückkehr des zuletzt neunmal in Folge fehlenden Stars Deron Williams (25 Punkte) einen Schub und bezwangen die Boston Celtics 104:96 (56:47).

Für die langjährigen Celtics Kevin Garnett und Paul Pierce war es der erste Sieg gegen das alte Team. "Wichtig ist nur der Sieg. D-Will war großartig. Er ist der Kopf unserer Schlange", sagte Pierce.

Zum ersten Mal in dieser Saison gewann die Millionentruppe zwei Spiele in Folge. Point Guard Avery Bradley (22 Punkte) war Bostons bester Scorer. Die Gäste (10:13) blieben dennoch Spitzenreiter der Atlantic Divison.

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