Paul George wurde 2013 zum "Most Improved Player" der NBA gewählt © getty

Im Ost-Gipfel gegen Miami revanchiert sich Indiana für das Playoff-Aus. Jungstar George entkräftet James und dreht die Partie.

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Von Eric Böhm

München/Indianapolis - Das hat gesessen! Die Indiana Pacers haben im Topspiel der Eastern Conference ihre Titelambitionen eindrucksvoll untermauert.

Gegen die zweitplatzierten Miami Heat gewann der Spitzenreiter dank einer bärenstarken zweiten Hälfte mit 90:84 (40:47) und blieb auch im zehnten Heimspiel ungeschlagen (Die NBA 3 x wöchentlich LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Es hat richtig Spaß gemacht und war sehr intensiv. Beide Teams haben auf einem sehr hohen Level gespielt. Es war fast schon wie ein Playoff", sagte Pacer Paul George.

Heat fühlen sich in Indy nicht wohl

Für Indiana war es auch psychologisch ein wichtiger Erfolg, waren sie doch in den Conference-Finals 2013 in harten sieben Spielen an den Heat gescheitert.

Die extrem physische Spielweise der Gastgeber schmeckte Miami schon damals nicht besonders. Zum vierten Mal in Folge schlugen sie das Starensemble zu Hause ( 819295 DIASHOW: Die Bilder der 7. NBA-Woche ).

Dabei kommt die sonst so explosive Mannschaft um LeBron James im Schnitt nur auf 85 Punkte. "Trotzdem haben wir uns gut geschlagen. Jeder weiß, sie sind sehr abwehrstark. Heute haben sie aber auch einige richtig schwierige Würfe getroffen", bilanzierte James.

Hibbert nicht zu bremsen

Dabei führte der NBA-Titelverteidiger in einer effizienten ersten Hälfte bereits mit 13 Punkten. James investierte in der Defensive gegen Indianas "Mini-LeBron" George sehr viel und hielt ihn ohne Treffer aus dem Feld.

Auf Center-Hüne Roy Hibbert (24 Punkte) fand der Meister aber in Abwehr und Angriff nie eine Antwort. Er markierte neun der ersten elf Pacers-Punkte und ließ sich auch von Nasenbluten nicht aufhalten.

"Es ist nur ein Spiel. Wir werden daraus lernen. Die Saison ist noch sehr jung, wir haben noch viel Arbeit vor uns", bewies Hibbert erneut seine "No-Nonsense"-Einstellung.

"Wusste, ich würde explodieren"

Die starke Frontline mit Hibbert, Backup Luis Scola und Forward David West (17 Zähler, 9 Rebounds) ist der größte Matchup-Vorteil gegen Miami. Chris Bosh stand meist auf verlorenem Posten.

Im dritten Viertel offenbarte sich jedoch eine neue Qualität des Herausforderers. In George gibt es jetzt auch einen legitimen Superstar, der im Angriff mit seiner individuellen Klasse jederzeit anziehen kann.

Unter lauten Anfeuerungsrufen ("Beat the Heat") markierte George 15 seiner 17 Punkte in der zweiten Hälfte und bewies im Anschluss das Selbstbewusstsein eines Stars: "Ich wusste, ich würde irgendwann explodieren."

James geht die Puste aus

So holten die Pacers (19 Siege - 3 Niederlagen) den klaren Rückstand schnell auf. Einen furioser 19:6-Lauf brachte ihnen die 65:59-Führung. Miami kam danach nur noch einmal auf zwei Punkte heran und kassierte die sechste Saisonniederlage.

Das Duell mit George zehrte auch den Kräften von MVP LeBron James (17 Punkte, 14 Rebounds), der acht seiner letzten elf Würf verfehlte und fünf Ballverluste zu beklagen hatte.

"Es lag an uns, dass Paul gegen ihn vor der Pause nicht so zum Zug kam. Wir haben ihn nicht in gute Positionen gebracht und zu wenige Blocks gestellt. In der zweiten Hälfte war das besser", betonte West.

Heat mit Kaderproblemen

Auch der nach Verletzungspause ins Team der Heat zurückgekehrte Dwyane Wade (17 Zähler) und Bosh (12) kamen nicht auf eine Quote von über 50 Prozent (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Miami sucht nach drei Pleiten aus den vergangenen fünf Partien und der schlechtesten Punktausbeute der Saison Konstanz und eine funktionierende Rotation.

Die Schützen auf dem Flügel um Shane Battier und Rashard Lewis bringen wenig und an den Brettern ist nur Chris "Birdman" Andersen ein brauchbarer Nebenmann für Bosh.

Dauerpatient Greg Oden ist noch keine Alternative. "Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen", bestätigt James. Vielleicht muss der Meister auch noch einmal nachlegen.

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